Betrug

Abzocke bei Tinder: Abo-Falle hinter der Bitte um Verifizierung

Bei Tinder sind aktuell Internet-Betrüger unterwegs, die User in eine Abo-Falle locken wollen. Die Masche zielt hauptsächlich auf Männer ab. Dabei wird man dazu aufgefordert, das eigene Profil zu verifizieren.

Diana Schellhas, 14.05.2020, 16:08 Uhr (Quelle: DPA)
Mobiles Internet© Syda Productions / Fotolia.com

Nutzer der Dating-App Tinder müssen sich aktuell vor einer fiesen Betrugsmasche mit gefälschten Profilen in Acht nehmen. Dabei werden die - vorwiegend männlichen - Opfer dazu verleitet, einen Link anzuklicken. Dieser soll vermeintlich dazu dienen, ihr Profil zu verifizieren, wie das Portal watchlist-internet.at berichtet.

Tatsächlich führt der Link jedoch in ein kostenpflichtiges Abo, das monatlich bis zu 50 Euro kostet.

Tinder-Chatpartner fordern Verifizierung

Bei den betrügerischen und oft weiblichen Profilen handelt es sich um Bots - also Roboter, die im Laufe des Gesprächs zunächst ein Treffen mit dem Opfer vereinbaren. Beiläufig weisen sie dann auf einen Link, mit dem sich der Gesprächspartner verifizieren soll. Als Erklärung für dieses Sicherheitsbedürfnis nennen sie angebliche negative Erfahrungen aus der Vergangenheit.

Plattform fragt persönliche Daten ab

Der Link führt zu verschiedenen Plattformen, die mit kostenloser Mitgliedschaft werben. Dort erscheint die Aufforderung, Chatname, Passwort und Emailadresse einzugeben. Nach dem Klick auf den Button "Start Now" soll man seine Kreditkartendaten eingeben. Mit der anschließenden Bestätigung schließt man jedoch verschiedene Mitgliedschaften ab, die zwischen 37 und 50 Euro im Monat kosten.

Empfehlungen: Geldforderungen ignorieren

Da bereits bei Tinder die Möglichkeit besteht, sein Profil verifizieren zu lassen, sollte man bei solchen Anfragen Dritter skeptisch sein, heißt es auf watchlist-internet.de. Für diejenigen, die bereits in die Falle getappt sind, empfiehlt das Portal, in keinem Fall auf etwaige Geldforderungen zu reagieren.

Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Zum Seitenanfang
NewsletterPopup