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Abschalttermin für UKW-Radioempfang steht weiterhin in den Sternen

Eigentlich sollte die Umstellung vom analogen UKW auf das digitale DAB schon bis 2010 abgeschlossen sein. Der ARD-Vorsitzende Lutz Marmor äußerte sich zur IFA hörbar resigniert: "Es wird nicht von Erfolg gekrönt sein, einmal mehr eine konkrete Jahreszahl für eine UKW-Abschaltung zu nennen".

06.09.2014, 11:01 Uhr (Quelle: DPA)
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Der ARD-Vorsitzende Lutz Marmor will sich noch nicht öffentlich festlegen, wann der Radioempfang über Ultrakurzwelle (UKW) abgeschaltet werden sollte. "Es wird nicht von Erfolg gekrönt sein, einmal mehr eine konkrete Jahreszahl für eine UKW-Abschaltung zu nennen", sagte Marmor laut ARD-Mitteilung zur Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin.

UKW bremst Verbreitung von DAB+

Die "regulierenden Instanzen auf Bund- und Länderebene" müssten den Übergang zur Digitaltechnik DAB+ unterstützen. Wäre in jedem Radio ein DAB+ Empfangsteil fest integriert, wäre man bereits einen wesentlichen Schritt weiter, meinte Marmor. "Eine 'ewige' Gleichzeitigkeit von DAB+ und UKW ist aus wirtschaftlichen Gründen nicht sinnvoll."

Der Medienunternehmer und Journalist Helmut Markwort hatte sich am Vorabend bei der Verleihung des Deutschen Radiopreises in Hamburg gegen das Abschalten von UKW ausgesprochen: "Ich denke, die Hörer sollen entscheiden, wie sie Radio hören und mit welchen Geräten.".

Ursprünglich sollten schon bis 2010 alle Radiosender ihren Sendebetrieb vom analogen UKW auf das digitale DAB umgestellt haben. Bis vor drei Jahren hatte dann noch das Abschaltdatum 2015 im Raum gestanden. Nach massiven Widerständen hatte der Gesetzgeber im Oktober 2011 schließlich diesen Termin gekippt - zunächst ersatzlos.

(Marcel Petritz)

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