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ABN Amro zahlt WorldCom-Zeche

Die niederländische Bank ABN Amro will Anlegerklagen in der Affäre um WorldCom aus der Welt schaffen.

11.03.2005, 08:53 Uhr
Internet© Victoria / Fotolia.com

Die niederländische Bank ABN Amro will mit der Zahlung von 278 Millionen Dollar (210,6 Millionen Euro) Anlegerklagen in der Affäre um den zusammengebrochenen US-Konzern WorldCom aus der Welt schaffen. Der Betrag sei in einer gütlichen Eingung mit den Betroffenen festgelegt worden, teilte das Institut am Donnerstag mit. Die Zahlung bedeutet demnach keinerlei Schuldeingeständnis. Es liege aber im Interesse der Bank, die mit den Vorwürfen verbundene Unsicherheit zu beenden.
Finanzielle Wogen glätten
Investoren, die WorldCom-Anleihen vor der durch einen Bilanzskandal ausgelösten Pleite des Telekommunikationsunternehmens gekauft hatten, haben rund 20 Investmentbanken verklagt, die für die Ausgabe der Papiere mit verantwortlich waren. Sie werfen ihnen vor, die Bilanzen dabei von WorldCom nicht ausreichend überprüft zu haben. Unter den Klägern befinden sich auch große US-Pensionsfonds, darunter die Ruhestandskasse der Beschäftigten des US-Bundesstaates New York.
Billigung steht noch aus
Sechs Banken - Citigroup, Bank of America, Lehman Brothers, Credit Suisse First Boston, Goldman Sachs und UBS Warburg - haben bereits gütliche Einigungen getroffen und Investoren jeweils Millionenbeträge gezahlt.

ABN Amro wollte sich auf Anfrage nicht dazu äußern, wie sich die Zahlung auf das Ergebnis der Bank auswirken wird. Der Sprecher verwies darauf, dass die Übereinkunft noch von einem US-Gericht gebilligt werden muss. Dies werde voraussichtlich einige Wochen dauern.

(Aleksandra Leon)

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