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Abit verkauft Hauptgebäude

Der Hardware-Hersteller Abit verkauft sein Hauptquartier in Taiwan an die Deutsche Bank um Schulden abzubauen.

03.01.2006, 14:34 Uhr
Laptop© Micha Bednarek / Fotolia.com

Der Mainboard- und Grafikkarten-Hersteller Abit wird aufgrund finanzieller Probleme sein Hauptquartier in Taipeh (Taiwan) an die Deutsche Bank verkaufen. In den letzten Jahren häufte das Unternehmen ein Schuldenberg von rund 110 Millionen US-Dollar bei der Bank an.
Schuldenberg
Mit dem Verkauf des Gebäudes für rund 53 Millionen US-Dollar kann Abit seinen Schuldenberg bei der Deutschen Bank auf circa 57 Millionen US-Dollar reduzieren. Bereits Mitte September 2005 wurde Abit aufgrund ungenauer Angaben in den Finanzberichten vom Börsen-Handel in Taiwan ausgeschlossen. Bis Februar hat die Firma jetzt noch Zeit, ihre Finanzberichte für 2003, 2004 und teilweise für 2005 erneut bei der taiwanesischen Börse abzugeben.
Die bisherigen Berichte erschienen der taiwanesischen Börsenkontrolle unglaubwürdig, da Abit für Taiwan zuletzt nur noch Monats-Umsätze von rund sechs bis neuen Millionen US-Dollar angab. Im letzten Geschäftsjahr hingegen betrug der Umsatz monatlich mit 30 bis 60 Millionen US-Dollar noch deutlich mehr.
Nur noch Taktik?
Während der Firmen-Wert im November 2004 noch rund 325 Millionen US-Dollar betrug, wurde er im Oktober 2005 auf nur noch 51 Millionen US-Dollar geschätzt. Es wäre möglich, dass einige Anteilhaber noch schnell die Fertigungsstätten und Bürogebäude verkaufen wollen bevor sie die Firma schließen.

(Filip Vojtech)

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