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Abhörsicherheit: BSI soll Bundestag überprüfen

Am Donnerstag soll die IuK-Kommission des Bundestags laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" über ein Angebot des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) beraten, den Bundestag auf Abhörsicherheit zu überprüfen.

11.03.2014, 07:29 Uhr
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Am Donnerstag soll die IuK-Kommission des Bundestags laut einem Bericht des Nachrichtenmagazins "Der Spiegel" über ein Angebot des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) beraten, den Bundestag auf Abhörsicherheit zu überprüfen.

Kryptohandys werden nicht genutzt

Das BSI will dem Bericht zufolge in einigen Gebäuden des Bundestags eine "partielle Signalauswertung" durchführen. Dort gibt es bereits Räume, die als abhörsicher gelten, das Bundesamt möchte dies nun überprüfen.

Konkret herausgefunden werden soll unter anderem, ob ein Festnetztelefon zur Raumüberwachung genutzt werden kann. Einer ähnlichen Überprüfung sollen auch die Mobiltelefone der Abgeordneten sowie ihrer Mitarbeiter unterzogen werden. Es gibt zwar die Möglichkeit, Kryptohandys zu nutzen, diese werden jedoch kaum verwendet, weil der Umgang mit ihnen als zu umständlich gilt.

Abhöranlagen in den Botschaften vermutet

Solche Schutzmaßnahmen sind im Gespräch, da eine flächendeckende Überwachung durch ausländische Geheimdienste befürchtet wird. So werden in den Botschaften Großbritanniens, Russlands, Frankreichs und der USA Abhöranlagen vermutet. Sie befinden sich in unmittelbarer Nähe des Bundestags.

Die USA hat bereits das Abhören eines Handys von Bundeskanzlerin Angela Merkel eingestanden und sich dafür offiziell entschuldigt, nähere Umstände wurden aber nicht genannt. Es wird davon ausgegangen, dass die Gespräche und Daten von der US-Botschaft aus abgefangen worden sind.

(Peter Giesecke)

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