Ericsson-Studie

5G-Smartphones: Verbraucher haben hohe Erwartungen

Noch gibt es erst wenige 5G-Smartphones, doch laut einer Studie von Ericsson erwarten Verbraucher viel von solchen Mobiltelefonen. 5G werde zudem den Datenverbrauch rasant erhöhen, auch die mobile Nutzung von Videos werde weiter zunehmen.

Huawei Mate XDas ab Sommer erhältliche, faltbare Smartphone Huawei Mate X unterstützt 5G.© Huawei

Stockholm - Verbraucher haben laut einer Studie hohe Erwartungen am künftige Smartphones mit superschnellem 5G-Datenfunk. So gingen 41 Prozent von der Möglichkeit aus, Video in extrem hoher 8K-Auflösung aufnehmen zu können und knapp ein Drittel erwartet faltbare Displays, wie eine am Dienstag veröffentlichte Umfrage des Netzausrüsters Ericsson ergab. Zugleich rechne rund die Hälfte der Befragten damit, dass zum Jahr 2025 es zwar weiterhin Smartphones geben werde, man aber verstärkt AR-Brillen tragen werde, bei denen dem Nutzer zusätzliche Inhalte in reale Umgebungen eingeblendet werden können.

5G schraubt Datenverbrauch in die Höhe

Die Verbraucher erwarten auch, dass sie mit 5G-Geschwindigkeiten viel mehr Datenvolumen verbrauchen werden. So gehe jeder Fünfte davon aus, dass er pro Monat um die 200 Gigabyte an Daten über das 5G-Netz abrufen oder schicken werde - zehn Mal mehr als aktuell. Dabei geht es unter anderem darum, sich verstärkt Videoinhalte auch unterwegs anzusehen. Im Schnitt rechnen die Befragten damit, dass sie pro Woche um die 9 Stunden Videos über das Mobilfunk-Netz schauen werden statt bisher 6,5 Stunden.

Kosten von 5G für Verbraucher noch unklar

Der neue Mobilfunk-Standard 5G soll zum einen extrem schnelle Internet-Geschwindigkeiten ohne Engpässe im Netz, zum anderen aber auch sehr kurze Reaktionszeiten ermöglichen. Die 5G-Netze sind allerdings erst im Aufbau und bisher kamen nur wenige entsprechende Geräte auf den Markt. Offen ist, ob die Industrie oder Verbraucher schneller von den neuen Netzen profitieren werden. Auch ist noch unklar, wie teuer 5G für Verbraucher werden wird.

Jörg Schamberg / Quelle: DPA

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