Frequenzversteigerung

5G-Auktion: Vodafone und Telefónica kämpfen um einzelne Frequenzblöcke

Die 5G-Frequenzversteigerung findet auch nach 280 Auktionsrunden kein Ende. Am Montag überboten sich Vodafone und Telefónica Deutschland gegenseitig bei einzelnen Frequenzblöcken im 3,6-GHz-Bereich.

Jörg Schamberg, 06.05.2019, 17:22 Uhr
5G© Natalia Merzlyakova / Fotolia.com

Mainz - Die achte Woche seit dem Start der 5G-Frequenzaukton der Bundesnetzagentur am 19. März 2019 hat begonnen. Und noch immer ist auch am 6. Mai kein Ende in Sicht. Nach einer mehrtägigen Pause der Frequenzversteigerung wegen des Mai-Feiertags verhinderten am Montag Vodafone und Telefónica Deutschland eine Beendigung der Mobilfunk-Aktion. Die beiden Anbieter überboten sich jeweils gegenseitig bei einzelnen Frequenzblöcken. Am späten Montagnachmittag kletterte die Summe der Höchstgebote nach Runde 280 auf über 5,631 Milliarden Euro. Insgesamt vergibt die Bundesnetzagentur 41 Frequenzblöcke, darunter zwölf Frequenzblöcke im Bereich von 2 GHz sowie 29 Frequenzblöcke im 3,6-GHz-Bereich.

Bewegung gab es auch am Montag ausschließlich bei einzelnen Frequenzblöcken im 3,6-GHz-Bereich. Vodafone Deutschland-Chef hatte erst am Wochenende die hohen Kosten für die Mobilfunklizenzen kritisiert. Das Geld fehle den Mobilfunknetzbetreibern dann für den Bau von Funkmasten. Eine Mobilfunkstation koste zwischen 100.000 und 200.000 Euro. Alleine durch die Gebote am Montag verteuerten sich die 5G-Mobilfunkfrequenzen um mehrere Millionen Euro. Dafür hätten etliche neue Mobilfunkstationen gebaut werden können.

Zahl der Höchstgebote der vier Anbieter nach Runde 280

2-GHz (12 Frequenzblöcke)

  • Deutsche Telekom: Höchstgebote für 4 Frequenzblöcke
  • Vodafone: Höchstgebote für 4 Frequenzblöcke
  • Telefónica Deutschland: Höchstgebote für 2 Frequenzblöcke
  • 1&1 Drillisch: Höchstgebote für 2 Frequenzblöcke

3,6-GHz (29 Frequenzblöcke)

  • Deutsche Telekom: Höchstgebote für 8 Frequenzblöcke
  • Vodafone: Höchstgebote für 8 Frequenzblöcke
  • Telefónica Deutschland: Höchstgebote für 7 Frequenzblöcke
  • 1&1 Drillisch: Höchstgebote für 6 Frequenzblöcke

Neue Höchstgebote nur noch im 3,6-GHz-Bereich

Im 2-GHz-Bereich gab es am Montag keine Veränderung. Die Auktion ist erst zu Ende, wenn für keinen Frequenzblock mehr neue Höchstgebote eingehen. Insgesamt kommen die Telekom und Vodafone aktuell auf Höchstgebote für jeweils 12 der 41 Frequenzblöcke, Telefónica Deutschland auf neun sowie 1&1 Drillisch auf Gebote für acht Frequenzblöcke.

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