Frequenzversteigerung

5G-Auktion gestartet: 1&1 Drillisch prescht mit hohen Geboten vor

Der Startschuss für die Versteigerung der 5G-Frequenzen ist am Dienstag gefallen. Die Bundesnetzagentur versteigert 41 Frequenzblöcke. Nach sieben Auktionsrunden ergaben sich Gebote von knapp 330 Millionen Euro. 1&1 Drillisch steigt mit hohen Millionengeboten ein.

Funkmast© jomar / Fotolia.com

Mainz - Die im Vorfeld wegen der Vergabebedingungen umstrittene 5G-Frequenzauktion der Bundesnetzagentur hat am Dienstag begonnen. Zugelassen sind die drei etablierten Mobilfunknetzbetreiber Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica Deutschland sowie als Neuling ohne eigenes Netz 1&1 Drillisch. Nach sieben Runden zeichnet sich am ersten Tag der Auktion vor allem ein Wettbieten zwischen 1&1 Drillisch und Vodafone um einzelne Frequenzblöcke ab. Insgesamt lagen nach der siebten Auktionsrunde für die zu vergebenden 5G-Frequenzen Gebote von über 329 Millionen Euro vor. Die Ergebnisse der einzelnen Runden werden auf der Webseite der Bundesnetzagentur veröffentlicht.

1&1 Drillisch kämpft um 5G-Frequenzen

Versteigert werden insgesamt 41 Frequenzblöcke. So werden im 2-GHz-Frequenzbereich zwölf Blöcke sowie im 3,6-Frequenzbereich 29 Blöcke angeboten. Für jeden Block gilt ein Mindestgebot zwischen 1,7 und 5 Millionen Euro. Spätestens nach einer Runde endet eine Auktionsrunde. Während die Mobilfunknetzbetreiber in der ersten Runde mit Mindestgeboten einstiegen, preschte 1&1 Drillisch direkt mit zweistelligen Millionengeboten vor. So bot der zu United Internet gehörende Mobilfunkanbieter zwischen 23,750 Millionen und 25 Millionen Euro für vier Frequenzen im 2-GHz-Bereich. Außerdem wollte sich 1&1 Drillisch direkt zu Beginn sechs Frequenzblöcke im 3,6-GHz-Bereich sichern - und legte Gebote von jeweils 21,7 Millionen Euro vor.

Nach der siebten Auktionsrunde lag für 40 der 41 Frequenzblöcke ein Gebot vor. Der Zwischenstand sieht demnach so aus:

2 GHz Frequenzbereich:

  • Telekom: drei Frequenzblöcke, gesamte Gebotshöhe: 18,755 Millionen Euro
  • Vodafone: drei Frequenzblöcke, gesamte Gebotshöhe: 59,675 Millionen Euro
  • Telefónica Deutschland: zwei Frequenzblöcke, gesamte Gebotshöhe: 11,192 Millionen Euro
  • 1&1 Drillisch: vier Frequenzblöcke, gesamte Gebotshöhe: 60,395 Millionen Euro

3,6 GHz Frequenzbereich:

  • Telekom: acht Frequenzblöcke, gesamte Gebotshöhe: 37,147 Millionen Euro
  • Vodafone: neun Frequenzblöcke, gesamte Gebotshöhe: 61,765 Millionen Euro
  • Telefónica Deutschland: sieben Frequenzblöcke, gesamte Gebotshöhe: 13,277 Millionen Euro
  • 1&1 Drillisch: vier Frequenzblöcke, gesamte Gebotshöhe: 66,970 Millionen Euro.

Gebote von Vodafone und 1&1 Drillisch jeweils bei mehr als 120 Millionen Euro

Demnach hatte die Telekom für elf Frequenzblöcke bislang 55,902 Millionen Euro geboten. Vodafone war nach Runde sieben bei zwölf Frequenzblöcken der bislang Höchstbietende mit einer Summe von 121,440 Millionen Euro. Telefónica konnte sich bei neun Frequenzblöcken einen zeitweiligen Spitzenplatz sichern und war bereit, dafür 24,469 Millionen Euro zu zahlen. 1&1 Drillisch schließlich lag bei acht Frequenzblöcken vorne und hatte bislang insgesamt 127,365 Millionen Euro geboten.

Mit Geboten der vier Auktionsteilnehmer von rund 332 Millionen Euro nach Runde Acht ist man am ersten Tag der Frequenzversteigerung noch weit entfernt von den erwarteten Erlösen von drei bis fünf Milliarden Euro, die am Ende der Auktion in das Staatssäckel fließen sollen. Doch in den nächsten Tagen dürfte noch ein harter Wettkampf folgen. Die Frequenzversteigerung könnte mehrere Wochen dauern.

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Jörg Schamberg

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