Frequenzversteigerung

5G-Auktion: Gebote nähern sich der Marke von 6 Milliarden Euro

Die 5G-Frequenzversteigerung der Bundesnetzagentur wird zum endlosen Pokerspiel. Die vier Auktionsteilnehmer Telekom, Vodafone, Telefónica Deutschland und 1&1 Drillisch trieben die Höchstgebote in dieser Woche auf über 5,9 Milliarden Euro.

5G© jamesteohart/ Fotolia.com

Mainz - Zwei Monate nach dem Start läuft die 5G-Frequenzversteigerung der Bundesnetzagentur immer noch ohne finales Ergebnis. Die 5G-Auktion verabschiedete sich am Freitagnachmittag nach Auktionsrunde 365 ins Wochenende und wird am Montag, 20. Mai, fortgesetzt. Die Summe der Gebote erreichte inzwischen einen Betrag von über 5,901 Milliarden Euro. Innerhalb einer Woche kletterten die Gebote damit um rund 150 Millionen Euro. Damit verteuerten sich die Lizenzkosten für die 41 zu vergebenden 5G-Frequenzblöcke weiter. In der kommenden Woche könnte eventuell die Marke von 6 Milliarden Euro geknackt werden.

3,6-GHz-Frequenzen bleiben umkämpft

1&1 Drillisch hatte in der letzten Auktionsrunde am vergangenen Freitagnachmittag durch Rücknahme sämtlicher Höchstgebote im 3,6-GHz-Bereich für Unruhe und am darauf folgenden Montag für hektische Aktivitäten der übrigen drei Teilnehmer Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica Deutschland gesorgt. Danach hielt sich 1&1 Drillisch jedoch wieder zurück. Die Auktion wird wie schon in den Wochen zuvor vor allem durch Gebote für einzelne Frequenzblöcke am Leben gehalten. Zum Ende der Frequenzversteigerung kommt es erst, wenn in einer Runde keiner der vier Teilnehmer mehr ein Gebot abgibt.

Nach Runde 365 verteilen sich die Höchstgebote wie folgt

2-GHz-Bereich (12 Frequenzblöcke)

  • Deutsche Telekom: 4 Frequenzblöcke
  • Vodafone: 4 Frequenzblöcke
  • Telefónica Deutschland: 2 Frequenzblock
  • 1&1 Drillisch: 2 Frequenzblöcke

3,6-GHz-Bereich (29 Frequenzblöcke)

  • Deutsche Telekom: 9 Frequenzblöcke
  • Vodafone: 8 Frequenzblöcke
  • Telefónica Deutschland: 6 Frequenzblöcke
  • 1&1 Drillisch: 6 Frequenzblöcke

Jörg Schamberg

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