Frequenzversteigerung

5G-Auktion: Gebote klettern auf über 6 Milliarden Euro - wer gibt nach?

Die 5G-Frequenzen werden teurer und teurer: Die drei Mobilfunknetzbetreiber und 1&1 Drillisch bieten aktuell bereits über 6 Milliarden Euro für die 41 Frequenzblöcke. Die Frequenzversteigerung findet wohl nur ein Ende, wenn ein Bieter nachgibt.

5G© Piotr Adamowicz / Fotolia.com

Mainz - Der nächste Meilenstein bei der 5G-Auktion der Bundesnetzagentur ist erreicht: Die Summe der Gebote für die insgesamt 41 zu vergebenden Frequenzblöcke kletterte am Donnerstagnachmittag in Auktionsrunde 405 auf über 6 Milliarden Euro. Gestartet war die Frequenzversteigerung mit den vier Teilnehmern Deutsche Telekom, Vodafone, Telefónica Deutschland und 1&1 Drillisch bereits am 19. März 2019. Experten waren ursprünglich lediglich von maximalen Erlösen zwischen 3 und 5 Milliarden Euro ausgegangen. Nun sind die Frequenzen bereits deutlich teurer - und ein Ende ist trotz schleppendem Verlaufs weiterhin nicht abzusehen. Dies sind keine guten Aussichten für günstige 5G-Tarife.

Nur noch Gebote im 3,6-GHz-Bereich

Dabei gibt es eigentlich schon lange nur noch wenig Bewegung bei der Auktion. 1&1 Drillisch gab am Donnerstag gar kein Gebot ab, die Auktion wurde nur durch die drei etablierten Mobilfunknetzbetreiber weiter befeuert. In jeder Runde schnappte jeweils ein Anbieter einem anderen einen einzelnen Frequenzblock im 3,6-GHz-Bereich wieder weg. Damit erhöhte sich im Verlaufe des Donnerstags die Summe der Höchstgebote um weitere über 20 Millionen Euro.

Kampf um einen einzelnen Frequenzblock

Schon in den vergangenen Wochen zeigte sich, dass eigentlich ein Frequenzblock zu wenig verfügbar ist, um den Bedarf aller vier Auktionsteilnehmer zufriedenzustellen. Keine Veränderungen gab es dagegen bei den zwölf Frequenzblöcken im 2-GHz-Bereich. Die Auktion kann sich weitere Wochen in die Länge ziehen und weiter verteuern, wenn nicht einer der drei Netzbetreiber auf einen Frequenzblock verzichtet.

Verteilung der Höchstgebote nach Runde 405

2-GHz-Bereich (12 Frequenzblöcke)

  • Deutsche Telekom: 4 Frequenzblöcke
  • Vodafone: 4 Frequenzblöcke
  • Telefónica Deutschland: 2 Frequenzblock
  • 1&1 Drillisch: 2 Frequenzblöcke

3,6-GHz-Bereich (29 Frequenzblöcke)

  • Deutsche Telekom: 9 Frequenzblöcke
  • Vodafone: 8 Frequenzblöcke
  • Telefónica Deutschland: 6 Frequenzblöcke
  • 1&1 Drillisch: 6 Frequenzblöcke
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Jörg Schamberg

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