Frequenzversteigerung

5G-Auktion: Gebote jetzt schon bei über 5 Milliarden Euro

Nach Runde 168 der 5G-Auktion führt die Telekom das Feld der vier Bieter mit großem Abstand an und hält die meisten Höchstgebote. 1&1 Drillisch ist dagegen etwas zurückgefallen. Die Erlöse übersteigen jetzt schon die Erwartungen.

Jörg Schamberg, 10.04.2019, 15:35 Uhr
5G© Piotr Adamowicz / Fotolia.com

Mainz - Die von Experten erwartete Obergrenze von 5 Milliarden Euro als Erlöse der 5G-Frequenzauktion ist am Mittwochnachmittag geknackt worden. Nach Beendigung der aktuellen 168. Runde der Frequenzversteigerung der Bundesnetzagentur werden inklusive Zahlungsverpflichtungen für zurückgenommene Höchstgebote (rund 333 Millionen Euro) mindestens 5,044 Milliarden Euro ins Staatssäckel fließen. Ein Auktionsende ist noch nicht in Sicht. Für einen Frequenzblock im 2-GHz-Bereich sowie einen im 3,6-GHz-Bereich waren die Höchstgebote wieder zurückgenommen worden.

Der aktuelle Stand der 5G-Auktion nach Runde 168

Somit gibt es derzeit lediglich für 39 der insgesamt 41 zu vergebenden 5G-Frequenzblöcke Gebote. Diese verteilen sich wie folgt:

2-GHz (12 Frequenzblöcke)

  • Deutsche Telekom: Höchstgebote für 4 Frequenzblöcke
  • 1&1 Drillisch: Höchstgebote für 2 Frequenzblöcke
  • Telefónica Deutschland: Höchstgebote für 2 Frequenzblöcke
  • Vodafone: Höchstgebote für 4 Frequenzblöcke

3,6-GHz (29 Frequenzblöcke)

  • Deutsche Telekom: Höchstgebote für 8 Frequenzblöcke
  • Vodafone: Höchstgebote für 7 Frequenzblöcke
  • 1&1 Drillisch: Höchstgebote für 6 Frequenzblöcke
  • Telefónica Deutschland: Höchstgebote für 7 Frequenzblöcke
  • 1 Frequenzblock ohne Gebot

Telekom hält mit Abstand die meisten Höchstgebote

Am Mittwoch setzte sich die Telekom bei der 5G-Auktion mit insgesamt 16 Höchstgeboten an die Spitze der vier Bieter. Vodafone konnte sich bei neun Frequenzblöcken das Höchstgebot sichern. Auf 1&1 Drillisch entfielen acht Höchstgebote - am Vortag führte der Neueinsteiger dagegen zeitweise das Feld an. Telefónica Deutschland würde sich nach derzeitigem Stand nur sechs Frequenzblöcke sichern können. Dennoch: Das höchste Gebot für einen einzelnen Frequenzblock legte mit über 211 Millionen Euro Telefónica Deutschland vor. Es wird sich zeigen, ob die Auktion bis zum Freitag beendet werden kann oder in der kommenden Woche in die fünfte Auktionswoche gehen wird.

Günstige Handytarife finden
Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Zum Seitenanfang