Frequenzversteigerung

5G-Auktion: Bietgefecht zwischen 1&1 Drillisch und Telefónica Deutschland

Am Mittwoch nahm die 5G-Frequenzversteigerung wieder Fahrt auf: Die Summe aller Höchstgebote kletterte vor allem wegen des Wettbietens von 1&1 Drillisch und Telefónica Deutschland innerhalb weniger Runden auf 5,521 Milliarden Euro.

5G© jamesteohart/ Fotolia.com

Bonn - Die beschaulichen Osterfeiertage sind vorbei, seit Dienstagmittag bieten die drei Mobilfunknetzbetreiber Deutsche Telekom, Vodafone, Telefónica Deutschland sowie 1&1 Drillisch in Mainz bei der Frequenzversteigerung der Bundesnetzagentur wieder um die insgesamt 41 zu vergebenden 5G-Frequenzblöcke. Nachdem es am Dienstag eher ruhig blieb und ein Ende der Auktion in Sichtweite schien, kam am Mittwochvormittag dagegen erneut Bewegung in die Versteigerung.

Angriff und Gegenangriff von Telefónica Deutschland und 1&1 Drillisch

1&1 Drillisch verfügte in Runde 225 noch über sechs Höchstgebote im 3,6-GHz-Bereich, Telefónica Deutschland hielt Höchstgebote für sieben Frequenzblöcke in diesem Frequenzbereich. Die Summe aller Gebote der 5G-Auktion lag zu diesem Zeitpunkt bei 5,372 Milliarden Euro. Dann ging Telefónica Deutschland in Runde 226 zum Angriff über und überbot 1&1 Drillisch gleich bei fünf Frequenzblöcken. Vodafone reichte zudem ein höheres Gebot für einen bislang von der Telekom gehaltenen Frequenzblock ein. Diese Aktionen erhöhten die gesamten bisherigen Auktionserlöse auf 5,385 Milliarden Euro.

Bis in der nächsten Runde 227 schließlich 1&1 Drillisch zum teuren Gegenangriff ansetzte und sich die zuvor von Telefónica eroberten Frequenzblöcke wieder zurückholte. Am Ende von Runde 227 schnellte die Summe aller Gebote dadurch auf die Marke von 5,517 Milliarden Euro. Runde 228 blieb dann wieder recht ruhig: Die Telekom sicherte sich einen Frequenzblock von Vodafone, den sich Vodafone in der Folgerunde jedoch wieder zurückholte. Kurz nach 13 Uhr wies die Bundesnetzagentur für die Runde 229 die Summe von 5,521 Milliarden Euro aus. Innerhalb weniger Runden sind die Erlöse am Mittwoch also um 149 Millionen Euro gestiegen.

Knackt die 5G-Auktion noch die Marke von 6 Milliarden Euro?

Auch nach fast sechs Wochen geht den vier Teilnehmern der 5G-Frequenzauktion offenbar noch nicht die Puste aus. Solche Ausreißer nach oben wie am Mittwoch zeigen, dass die Mobilfunker ihre Ziele und Strategien offenbar noch nicht erreicht haben. Ob aber auch noch die Marke von 6 Milliarden Euro geknackt wird, ist derzeit ungewiss. Die Frequenzversteigerung ist jetzt schon teurer als die ursprünglich von Experten erwarteten maximalen Erlöse von bis zu 5 Milliarden Euro.

Jörg Schamberg

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