200. Auktionsrunde

5G-Auktion bei 5,3 Milliarden Euro: Ende naht

Bei der 5G-Frequenzversteigerung der Bundesnetzagentur ist ein Ende absehbar, da es bei den letzten Auktionsrunden kaum noch Bewegung gab. Mit Erlösen von derzeit rund 5,3 Milliarden Euro sind die Erwartungen von Experten übertroffen worden.

5G© Natalia Merzlyakova / Fotolia.com

Mainz - Die Versteigerung der 5G-Mobilfunkfrequenzen hat vier Wochen nach ihrem Start an Fahrt verloren. Nach der 200. Auktionsrunde summierten sich die Höchstgebote am Dienstagmorgen auf 5,32 Milliarden Euro, wie aus der Webseite der Bundesnetzagentur hervorgeht. Damit liegen die Erlöse für den Staat bereits deutlich höher als in den vorangegangenen großen Auktionen: 2010 waren es 5,08 Milliarden Euro und 2015 nur 4,39 Milliarden Euro. Mit dem Geld soll der Glasfaser-Ausbau auf dem Land gefördert werden. Externe Fachleute waren vor Auktionsbeginn von Einnahmen zwischen drei und fünf Milliarden Euro ausgegangen.

Nur noch wenige neue Höchstgebote

Das aufwendige Verfahren am Mainzer Technik-Standort der Bundesnetzagentur könnte bald zu Ende gehen. Dafür spricht, dass in den vergangenen Runden nur wenige neue Höchstgebote dazukamen. Sicher ist das aber keineswegs, die Auktion könnte auch wieder anziehen.

Teilnehmer sind die drei bisherigen Netzbetreiber Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica (O2) sowie der Neueinsteiger Drillisch. Die Ausbauauflagen für die Netzbetreiber sind streng. Bis Ende 2022 sollen 98 Prozent der Haushalte sowie Autobahnen und andere Strecken mit schnellem mobilen Internet versorgt werden.

Zahl der Höchstgebote der vier Anbieter nach Runde 200

2-GHz (12 Frequenzblöcke)

  • Deutsche Telekom: Höchstgebote für 4 Frequenzblöcke
  • Vodafone: Höchstgebote für 4 Frequenzblöcke
  • Telefónica Deutschland: Höchstgebote für 2 Frequenzblöcke
  • 1&1 Drillisch: Höchstgebote für 2 Frequenzblöcke

3,6-GHz (29 Frequenzblöcke)

  • Deutsche Telekom: Höchstgebote für 8 Frequenzblöcke
  • Vodafone: Höchstgebote für 8 Frequenzblöcke
  • Telefónica Deutschland: Höchstgebote für 7 Frequenzblöcke
  • 1&1 Drillisch: Höchstgebote für 6 Frequenzblöcke
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Jörg Schamberg / Quelle: DPA

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