Frequenzversteigerung

5G-Auktion: 1&1 Drillisch nach erster Woche ohne 2-GHz-Frequenzen

Nach vier Tagen steht bei der 5G-Auktion eine Pause durch das Wochenende an. Die vier Teilnehmer Telekom, Vodafone, Telefónica Deutschland und 1&1 Drillisch kämpfen um die 41 Frequenzblöcke. Wir ziehen eine Zwischenbilanz der Frequenzversteigerung.

5G© Natalia Merzlyakova / Fotolia.com

Mainz - Die am Dienstag im Mainz gestartete 5G-Frequenzauktion der Bundesnetzagentur hat sich am Freitagnachmittag nach Abschluss der Auktionsrunde 44 in das Wochenende verabschiedet. Für die 41 im Rahmen der Auktion angebotenen Frequenzblöcke lagen zum Ende des vierten Auktionstages am Freitag Gebote in Höhe von insgesamt fast 663 Millionen Euro vor.

So ist der Stand der 5G-Auktion nach 44 Runden

Wie schon zu Beginn am ersten Auktionstag zeigt sich auch zum Ende der ersten Auktionswoche, dass der Neuling 1&1 Drillisch unbedingt 5G-Frequenzen ersteigern will. Die Strategie von 1&1 Drillisch: Gleich mit hohen Geboten einsteigen und die anderen drei Mobilfunknetzbetreiber Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica Deutschland unter Druck setzen. Diese hatten für einzelne Frequenzblöcke zunächst nur Mindestgebote von 1,7 Millionen bis hin zu 5 Millionen Euro geboten. 1&1 Drillisch dagegen trieb den Preis für einzelne Frequenzblöcke direkt hoch und legte Gebote von bis zu 25 Millionen Euro vor.

Wie sieht nun die Lage am Ende von Runde 44 aus? Von den zwölf Frequenzblöcken im Frequenzbereich 2 GHz halten die Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica Höchstgebote für je vier Frequenzblöcke. Hatte 1&1 Drillisch in Runde 43 hier noch für zwei Frequenzblöcke jeweils 27,797 Millionen Euro geboten, so überbot Vodafone in Runde 44 beide Gebote mit Beträgen von jeweils 30,576 Millionen. Nach aktuellem Stand kommt 1&1 Drillisch vorerst im 2-GHz-Frequenzbereich nicht zum Zuge, doch die Aktion ist noch lange nicht am Ende.

Telekom kann sich bislang die meisten Frequenzen im 3,6-GHz-Bereich sichern

Bei den 29 Frequenzblöcken im 3,6-GHz-Frequenzbereich sieht die Situation etwas anders aus. Hier hält 1&1 Drillisch momentan Höchstgebote für fünf Frequenzblöcke. Darunter befindet sich auch ein Gebot von zwei Millionen Euro für einen Frequenzblock (1x20 MHz konkret), der bisher bei den anderen Mitbietern kein Interesse gefunden hatte. Die Telekom verzeichnet Höchstgebote für neun Frequenzblöcke, Telefónica Deutschland konnte sich bislang bei acht Frequenzblöcken vorläufig an die Spitze setzen. Auf Vodafone entfallen sieben Höchstgebote im 3,6-GHz-Frequenzbereich.

Wie viel haben die vier Anbieter inzwischen insgesamt geboten?

2-GHz-Frequenzbereich (Höchstgebote nach Runde 44 am 22. März 2019):

  • Telekom: vier Frequenzblöcke, gesamte Gebotshöhe: 111,54 Millionen Euro
  • Vodafone: vier Frequenzblöcke, gesamte Gebotshöhe: 114,78 Millionen Euro
  • Telefónica Deutschland: vier Frequenzblöcke, gesamte Gebotshöhe: 95,38 Millionen Euro
  • 1&1 Drillisch: keine Frequenzblöcke

3,6-GHz-Frequenzbereich (Höchstgebote nach Runde 44 am 22. März 2019):

  • Telekom: neun Frequenzblöcke, gesamte Gebotshöhe 57,49 Millionen Euro
  • Vodafone: sieben Frequenzblöcke, gesamte Gebotshöhe: 91,81 Millionen Euro
  • Telefónica Deutschland: acht Frequenzblöcke, gesamte Gebotshöhe: 93,76 Millionen Euro
  • 1&1 Drillisch: fünf Frequenzblöcke, gesamte Gebotshöhe: 98,08 Millionen Euro

Vodafone bislang mit höchsten Gesamtgeboten

Insgesamt ergibt sich damit folgende Zwischenbilanz: Die Telekom bietet für insgesamt 13 Frequenzblöcke 169,03 Millionen Euro, bei Vodafone kommen für elf Frequenzblöcke Gebote von insgesamt 206,59 Millionen Euro zusammen. Für vorläufig zwölf Frequenzblöcke würde Telefónica Deutschland 189,14 Millionen Euro zahlen. Und 1&1 Drillisch ist bislang nur bei fünf Frequenzblöcken und Geboten von 98,08 Millionen Euro erfolgreich.

In der kommenden Woche wird die 5G-Auktion wohl die Milliardengrenze knacken. Am Schluss der vermutlich noch einige Woche laufenden Aktion dürften Erlöse von drei bis fünf Milliarden Euro zusammenkommen.

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Jörg Schamberg

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