Höhere Frequenzen

5G als Gesundheitsrisiko: Präsidentin des Strahlenschutz-Amtes warnt

Es klingt absurd: 5G soll kommen, die Frequenzversteigerung startet - doch die Risiken durch die 5G-Strahlenbelastung sind offenbar noch nicht in allen Bereichen erforscht. Gerade bei der Nutzung höherer Frequenzen sei noch Forschung erforderlich.

Jörg Schamberg, 19.03.2019, 08:09 Uhr (Quelle: DPA)
5G© jamesteohart/ Fotolia.com

Passau - Die Präsidentin des Bundesamtes für Strahlenschutz, Inge Paulini, hat vor dem Start der Auktionen der 5G-Mobilfunklizenzen weitere Forschungen über die gesundheitlichen Folgen versprochen. "Deutlich höhere Datenübertragungsmengen, neue und zusätzliche Sendeanlagen und höhere Frequenzen verändern aber die Strahlungsintensitäten - diese müssen untersucht werden", sagte Paulini der "Passauer Neuen Presse" (Dienstag).

Noch wenig Erkenntnisse über Risiko durch höhere Frequenzen

Der neue 5G-Standard nutze mittelfristig auch höhere Frequenzen. "Hier haben wir noch wenige Erkenntnisse und werden mittelfristig weitere Forschung betreiben." Ebenfalls ungeklärt sei, "was geschieht, wenn etwa unterschiedliche Betreiber am gleichen Ort Sendeleistung aufbauen.

Paulini: Zunächst kein Anlass zur Sorge

In ihrer Mitteilung betonte sie aber, dass zunächst kein Anlass zur Sorge bestehe. "Wenn der Aufbau der nötigen Infrastruktur umsichtig erfolgt, sind durch 5G keine gesundheitlichen Auswirkungen zu befürchten", erklärte sie. "Im ersten Schritt sind für 5G solche Frequenzbereiche vorgesehen, die schon bisher für den Mobilfunk genutzt werden. Für 5G gilt also zunächst, was auch für vorherige Mobilfunkstandards gilt: Unterhalb der geltenden Grenzwerte sind keine gesundheitlichen Auswirkungen nachgewiesen."

Derzeit werden vor allem sicherheitspolitische Aspekte im Zusammenhang mit den 5G-Auktionen diskutiert. Im Zentrum steht die Frage, ob das chinesische Unternehmen Huawei am Aufbau des 5G-Netzes in Deutschland beteiligt werden soll.

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