VATM TK-Marktstudie 2019

59 Prozent aller aktiven SIM-Karten ohne Zugriff auf LTE und 5G

Sowohl der Mobilfunkumsatz, der Datenverbrauch und die Zahl der aktiven SIM-Karten steigen in Deutschland bis Ende 2019 laut der aktuellen VATM TK-Marktstudie weiter an. Nur 41 Prozent der SIM-Karten ermöglichen die Nutzung von 4G bzw. 5G.

SIM-Karten© chere / Fotolia.com

Köln - Ende 2019 sollen in Deutschland laut Schätzungen des Branchenverbandes VATM voraussichtlich 140,8 Millionen aktivierte SIM-Karten der Netzbetreiber im Umlauf sein. Das wäre ein Anstieg um 3,8 Millionen gegenüber dem Vorjahr. Rechnerisch kämen damit 1,7 SIM-Karten auf einen Einwohner. Auf jeden der drei Netzbetreiber entfällt rund ein Drittel der SIM-Karten: An der Spitzenposition ist Vodafone Deutschland mit 50,3 Millionen (35,7 Prozent), gefolgt von Telefónica Deutschland mit 43,3 Millionen SIM-Karten (32,2 Prozent) sowie der Deutsche Telekom mit 44,2 Millionen Mobilfunkkarten (32,1 Prozent). Dies geht aus der von VATM und Dialog Consult am Mittwoch veröffentlichten "TK Marktstudie 2019" hervor.

41 Prozent der SIM-Karten für 4G- und 5G-Netze

Mit 57,5 Millionen aktiven SIM-Karten (41 Prozent) lassen sich LTE- sowie 5G-Netze nutzen. Der Großteil der SIM-Karten, 83,3 Millionen bzw. 59,2 Prozent, ermöglichen dagegen nur den Zugriff auf 2G- und 3G-Netze. Viele Kunden nutzen noch alte Verträge ohne LTE. Unter den Karten für 2G und 3G würden viele auch für die Machine-to-Machine-Kommunikation genutzt, da dafür keine hohe Bandbreite benötigt wird.

2,5 GB durchschnittliches Datenvolumen pro Monat

Das verbrauchte mobile Datenvolumen wird in Deutschland bis Ende 2019 im Vergleich zum Vorjahr voraussichtlich um 62,2 Prozent auf 4,2 Milliarden GB ansteigen. Das durchschnittlich pro SIM-Karte in einem Monat genutzte Datenvolumen liegt 2019 laut den Schätzungen der VATM-Studie bei 2,5 GB. Ein Zuwachs um 58,6 Prozent gegenüber 2018.

Fast ein Drittel des gesamten Mobilfunkumsatzes entfällt auf die Telekom

Die Mobilfunkumsätze in Deutschland steigen 2019 auf geschätzt insgesamt 25,6 Milliarden Euro. Das sind 500 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Den meisten Umsatz erzielt der Mobilfunknetzbetreiber Deutsche Telekom mit 8,2 Milliarden Euro (32 Prozent). Auf Platz zwei folgt Telefónica Deutschland mit einem Mobilfunkumsatz von 6,6 Milliarden Euro (25,8 Prozent), dahinter positioniert sich Vodafone Deutschland mit 5,3 Milliarden Euro (20,7 Prozent). Freenet belegt beim Umsatz mit 2,6 Milliarden Euro (10,2 Prozent) den vierten Platz vor 1&1 Drillisch. Der Anbieter verzeichnet 2019 einen Umsatz von geschätzt 2,3 Milliarden Euro (9 Prozent). Insgesamt entfällt auf von Netzbetreibern unabhängige Service Provider wie Freenet und 1&1 zusammen ein Umsatzanteil von 21,5 Prozent.

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Jörg Schamberg

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