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50 Jahre alter Mikrochip könnte bei Auktion Millionen einbringen

Die Versteigerung eines 1958 von dem US-Ingenieur Jack Kilby hergestellten Prototyps eines Mikrochips könnte bei einer Auktion in New York bis zu zwei Millionen Dollar erzielen. Kilby gilt als "Vater des Mikrochips".

19.06.2014, 11:01 Uhr (Quelle: DPA)
Datenverkehr© Julien Eichinger / Fotolia.com

Ein mehr als 50 Jahre alter Mikrochip könnte bei einer Auktion in New York bis zu zwei Millionen Dollar (etwa 1,5 Millionen Euro) einbringen. Der 1958 hergestellte Prototyp sei von dem US-Ingenieur Jack Kilby (1923-2005) entworfen worden, teilte das Auktionshaus Christie's mit, das den Chip am Dienstag vorstellte. Das insgesamt nur rund 50 mal 50 Millimeter große Stück besteht aus einem Germanium-Mikroplättchen und einigen Kabeln, die auf zwei Glasplatten montiert sind. Die Auktion ist für den 19. Juni angesetzt.

Grundstein für Computerzeitalter

Auch wenn einige andere Ingenieure ebenfalls an ähnlicher Technik gearbeitet hatten, gilt Kilby heute als "Vater des Mikrochips". Er ließ sich den integrierten Schaltkreis später patentieren und bekam für seine Erfindung im Jahr 2000 den Nobelpreis. Mit dem ersten kommerziellen Mikrochip wurde der Grundstein für das Computerzeitalter gelegt.

Update vom 20. Juni, 11:30 Uhr: Kein Käufer gefunden

Der mehr als 50 Jahre alte Mikrochip hat bei der Versteigerung in New York zunächst keinen Käufer gefunden. Das Minimalgebot sei nicht erreicht worden, teilte das Auktionshaus Christie's, das den Preis für den Chip auf bis zu zwei Millionen Dollar (etwa 1,5 Millionen Euro) geschätzt hatte, am Donnerstag (Ortszeit) in New York mit. Der Mikrochip werde nun möglicherweise bei einer weiteren Auktion versteigert oder privat verkauft.

(Jörg Schamberg)

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