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50.000 Euro Bußgeld wegen unerlaubter Telefonwerbung

Das Unternehmen hatte wiederholt gegen das Verbot der unerlaubten Telefonwerbung verstoßen. Geworben wurde für Hausalarmanlagen mit der dazugehörigen Technik sowie deren Installation. Der Bußgeldbescheid ist allerdings noch nicht rechtskräftig.

17.03.2014, 13:01 Uhr
Internet© Anterovium / Fotolia.com

Das Telefon klingelt, und schon wieder ist jemand dran, der einem etwas verkaufen möchte. So einfach geht das aber nicht, denn Telefonwerbung ist nur in gewissen Grenzen erlaubt. Weil sich ein Unternehmen in Nordrhein-Westfalen nicht daran gehalten hat, wurde von der Bundesnetzagentur (BNetzA) nun ein Bußgeld in Höhe von 50.000 Euro verhängt.

Durchsuchungen im Call Center

Das Unternehmen hatte wiederholt gegen das Verbot der unerlaubten Telefonwerbung verstoßen. Geworben wurde für Hausalarmanlagen mit der dazugehörigen Technik sowie deren Installation. Der Bußgeldbescheid ist allerdings noch nicht rechtskräftig. Im Jahr 2013 hatte die Bundesnetzagentur insgesamt über 500.000 Euro Bußgelder festgesetzt.

Im aktuellen Fall hatten sich mehrere Angerufene bei der Bundesnetzagentur beschwert, dass sie zu Werbezwecken unter Anzeige einer - nach Ermittlungen der Bundesnetzagentur - nicht zugeteilten Rufnummer angerufen worden seien. Daraufhin wurden im November 2013 die Wohn- und Geschäftsräume verschiedener Gesellschaften durchsucht, um Unterlagen und Dokumente über die erfolgten Anrufe zu sichern.

So beschweren sich genervte Anschlussinhaber

Mit den sichergestellten Material und diversen Zeugenaussagen konnte dem Unternehmen nachgewiesen werden, dass es sich um unerlaubte Telefonwerbung handelte, weil zum Beispiel die Rufnummer des Anrufers unterdrückt wurde. Die Bundesnetzagentur stellte auch fest, dass das Unternehmen die Rufnummern der Angerufenen aus öffentlichen Telefonverzeichnissen nahm und über keine Einwilligungserklärungen verfügte.

Wer sich mit einer Beschwerde an die Bundesnetzagentur wendet, sollte 1. das Datum des Anrufs, 2. den Namen des Anrufers und falls möglich dessen Rufnummer, 3. den Namen des Unternehmens, in dessen Auftrag der Anruf erfolgt ist, und 4. den Grund des Anrufs mitteilen. Unter bundesnetzagentur.de/unerlaubtetelefonwerbung kann dies auch online geschehen, zudem steht ein Formblatt als PDF-Datei bereit.

(Peter Giesecke)

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