Mobilfunkversorgung

4G auch in größeren Orten unzureichend ausgebaut

5G soll das mobile Internet noch viel schneller machen. Dabei weist die Versorgung mit dem Vorgänger 4G noch deutliche Lücken auf. Und das nicht nur auf dem Land: Verivox hat auch Städte ausfindig gemacht, die mangelhaft versorgt sind.

Mobiles Internet 5G© Sikov / Fotolia.com

Heidelberg – Im Frühjahr werden die Lizenzen für den nächsten Mobilfunk-Netzstandard 5G vergeben. Doch während die Zukunft geplant wird, leiden in der Gegenwart noch immer viele Bürger unter einer unzureichenden Netzversorgung: In 240 deutschen Ortschaften schneiden alle drei Netzbetreiber bei Sprachverbindungen "mangelhaft" ab. Das zeigt eine Analyse von Verivox.

Verteilung über alle Flächenländer

Bis auf die Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen finden sich in jedem deutschen Bundesland Ortschaften mit mangelhafter Sprachqualität. Die meisten liegen in Baden-Württemberg (63) und Bayern (52). In Sachsen-Anhalt schneiden nur zwei Ortschaften mangelhaft ab, in Thüringen vier. Im Vergleich zur Städtedichte eines Bundeslandes ergeben sich Prozentwerte zwischen 5,7 (Baden-Württemberg) und 0,5 (Schleswig-Holstein).

4G-Versorgung auch in größeren Orten unzureichend

"Während mit 5G der nächste Mobilfunkstandard in den Startlöchern steht, ist die Netzversorgung über 4G vielerorts unzureichend", sagt Jens-Uwe Theumer, Vice President Telecommunications bei Verivox. "Nicht nur in kleinen Dörfern oder dünn besiedelten Regionen werden häufig Telefonate unterbrochen oder Datenverbindungen erst gar nicht aufgebaut: Denn zu den mangelhaft versorgten Ortschaften gehören auch Städte mit fünfstelligen Einwohnerzahlen."

So wurde beispielsweise den niedersächsischen Städten Osterholz-Scharmbek (Postleitzahl 27711) und Bad Harzburg (PLZ 38667) eine mangelhafte Sprachqualität attestiert – die Städte haben über 30.000 bzw. 22.000 Einwohner. Bad Berleburg in Nordrhein-Westfalen (PLZ 57319, knapp 20.000 Einwohner) findet sich ebenfalls in der Liste der 240 Städte, ebenso wie ein Ortsteil von Heidelberg (Ziegelhausen, PLZ 69118).

"Das Handynetz in Deutschland ist je nach Netzbetreiber und Standort von sehr unterschiedlicher Qualität", sagt Theumer. "Das passende Netz ist daher ein wichtiges Kriterium bei der Tarifwahl."

Hinweis zur Methodik

Die Daten zur Netzabdeckung wurden von der Unternehmensberatung P3 auf Grundlage anonymer Daten von 150.000 Smartphone-Nutzern aus ganz Deutschland erhoben und von Verivox analysiert. In der Kategorie "mangelhaft" liegt die Wahrscheinlichkeit, mit der eine bestimmte Signalstärke empfangen wird, bei unter 20 Prozent.

Tipp: Per App zum besten Netz

Die Verivox Handypilot-App für Android hilft Verbrauchern durch Angaben zum Empfang, zur Netzabdeckung und Datengeschwindigkeit, jeweils vor Ort das beste Netz zu finden. Zudem zeigt der integrierte Tarifberater an, welche Tarife besonders gut zum eigenen Bedarf passen.

Melanie Zecher

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