News

3GSM: Kostenlos mobil telefonieren mit barablu

Aus London kommt eine neue Lösung, um VoIP auf dem Handy zu nutzen. barablu verspricht dabei, Gespräche auch nahtlos zwischen WLAN und Mobilnetz übergeben zu können.

13.02.2007, 12:23 Uhr
SMS schreiben© Andres Rodriguez / Fotolia.com

Auf dem momentan in Barcelona stattfindenden 3GSM World Congress zeigt die Branche, was sie an technischen Raffinessen für die mobile Kommunikation zu bieten hat. Das Zusammenwachsen von Mobilfunk und VoIP ist da natürlich ein wichtiges Thema. So gibt die Wi-Fi Alliance, der internationale Wirtschaftsverband für eine weltweit einheitliche WLAN-Standardisierung, anlässlich des 3GSM bekannt, dass seit 2004 fast 100 WLAN-Telefone von ihr zertifiziert wurden, davon 82 Dual-Mode-Handys. Die Analysten von ABI Research prognostizieren, dass im Jahre 2011 mehr als 325 Millionen konvergente Wi-Fi Mobiltelefone vertrieben werden. Von diesen rosigen Zukunftsaussichten will auch die britische Firma barablu profitieren und zeigt in Barcelona ihre Lösung für mobiles VoIP per Handy.
Softphone für unterwegs
Um den Service von barablu nutzen zu können, muss zunächst die Software der Briten aufs Handy geholt werden. Dazu meldet sich der Interessent kostenlos auf der barablu-Website an und erhält die Anwendung dann per SMS zugesandt. Die Software steht sowohl für WLAN-fähige Handys zur Verfügung, wie auch für Pocket PCs. Zusätzlich kann der Service stationär am Computer genutzt werden. Sobald ein Nutzer dann in Reichweite eines WLAN-Netzes ist, kann er per VoIP telefonieren. Gespräche innerhalb des barablu-Nutzerkreises sind dabei kostenlos, Telefonate ins deutsche Festnetz werden mit 1,18 Cent pro Minute inklusive Mehrwertsteuer in Rechnung gestellt. Die inländischen Mobilfunknetze sind für 20,96 Cent pro Minute erreichbar.
Nahtloser Übergang
Durch den Verbindungsaufbau über WLAN fallen keine zusätzlichen Kosten durch den Mobilfunknetzbetreiber an. Lediglich eventuelle Einwahlkosten müssen auf die Gesprächsrechnung aufgeschlagen werden. Verlässt der barablu-Kunde während eines Gesprächs das WLAN-Netz, soll die Verbindung ohne Unterbrechung ins GPRS-Netz übergeben werden. Dabei fallen dann natürlich zusätzlich die Kosten für die mobile Datenverbindung an.
Über barablu können aber nicht nur Gespräche geführt werden. Auch kostenlose SMS und ein kostenloser Anrufbeantworter sollen zur Verfügung stehen. Zudem bietet barablu seinen Kunden auch die Möglichkeit, aus anderen Netzen erreichbar zu sein. Auf Wunsch kann dazu nach der Anmeldung eine eigene Rufnummer aus dem Festnetz bestellt werden. Allerdings ist die Auswahl der verfügbaren Ortsnetze noch stark eingeschränkt: Bislang stehen nur Rufnummern aus London oder New York zur Verfügung, französische Rufnummern sollen in Kürze folgen. Die Zahlung erfolgt bei barablu im Prepaid-Verfahren.

(Aleksandra Leon)

Kommentieren Forum

Dieser Artikel wurde noch nicht kommentiert. Schreiben Sie uns Ihre Meinung!

Zum Seitenanfang