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3D-Maus am Finger: PC-Steuerung durch Ring

Studenten aus den USA haben eine neue Form der Computersteuerung entwickelt, die MagicMouse. Die 3D-Maus wird wie ein Ring am Finger getragen und steuert den Cursor durch Fingerbewegungen.

24.05.2007, 13:31 Uhr
Datenaustausch© violetkaipa / Fotolia.com

Fünf Studenten des Worcester Polytechnic Institutes, kurz WPI, haben eine neue Form der Computersteuerung entwickelt. Die 3D-Maus mit dem Namen "MagicMouse" wird dabei wie ein Ring am Finger getragen.
Dreidimensionales Steuern
Der Cursor auf dem Bildschirm lässt sich dann durch entsprechende Fingerbewegungen steuern. Die Navigation ist dabei nicht nur nach oben, unten, rechts und links möglich, der Nutzer kann zusätzlich heran- und herauszoomen, indem er den Finger in Richtung des Monitors bewegt oder zurück zieht. So übernimmt der Maus-Ring auch die Funktion des Scroll-Rads bei herkömmlichen Mäusen und kann den Besitzer durch dreidimensionale Programme steuern.
Per Ultraschall
Um die Bewegungen des Nutzers registrieren zu können, nutzt die Maus einen Ultraschall-Sender. Die Technik heißt TDOA (time difference of arrival): Alle 16 Millisekunden erfassen fünf Empfänger die Ultraschallwellen, die der Sender abgibt und messen die Dauer der Übertragung. Mit Hilfe der Software kann so die exakte Position des Senders im der 3D-Umgebung gemessen werden.
Den Sender so klein zu gestalten, dass er in einen Ring passt, war laut Entwickler das größte Problem. Schlussendlich ist der gesamte Ring nur rund 6,5 Quadratzentimeter groß und wiegt weniger als zehn Gramm. Ein Lithium-Polymer-Akku versorgt die Maus mit Energie, die für mehr als zwei Wochen im Betrieb reichen soll. Die Herstellungskosten belaufen sich insgesamt auf 155 US-Dollar. Mögliche Anwendungsgebiete sehen die Erfinder bei 3D-Plänen, CAD-Anwendungen und auch Computerspielen.
Tastenfunktionen sollen folgen
Was der in 21 Wochen entwickelten Maus aber noch fehlt, sind die Tastenfunktionen. Daran wollen die Studenten künftig weiter arbeiten. Für alle, die die Maus in Aktion sehen möchten, steht auf der Website des Instituts ein Video bereit.

(Saskia Brintrup)

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