Ericsson-Studie

2020 nutzt die Hälfte der Zuschauer TV- und Videoinhalte mobil

Fernseher werden immer größer, doch bis 2020 schauen sich immer mehr Verbraucher TV- und Videoinhalte auf mobilen Geräten wie dem Smartphone an. Das ist eines der Ergebnisse aus einem TV- und Medienreport von Ericsson.

Jörg Schamberg, 09.10.2017, 11:55 Uhr
Handy Videos© Cybrain / Fotolia.com

Düsseldorf – Die Nutzung des Fernsehens ist im Umbruch. Schon 2020, also in drei Jahren, soll Video on Demand mit linearem Fernsehen gleichauf liegen. Zudem würden TV- und Videoinhalte bis 2020 bereits zu 50 Prozent auf mobilen Endgeräten geschaut. Davon entfällt etwa die Hälfte auf Smartphones. Dies sind Ergebnisse des aktuellen 8. ConsumerLab TV- und Medienreports von Ericsson. Die Studie basiert auf rund 20.000 Online-Interviews mit Personen im Alter von 16 bis 69 Jahren in Brasilien, Kanada, China, Deutschland, Indien, Italien, Russland, Südkorea, Spanien, Schweden, Taiwan, Großbritannien und den Vereinigten Staaten.

Video-on-Demand wächst kräftig - jeder Dritte nutzt bis 2020 Virtual Reality

Bis 2020 werde der Anteil abrufbarer Fernsehinhalte (On-Demand) auf fast 50 Prozent steigen. Das Smartphone nimmt beim TV-und Videokonsum, trotz des relativ kleinen Displays, eine stetig wachsende Bedeutung ein. 2020 soll rund ein Viertel der Bewegtbilder über Smartphones abgerufen werden. Dies entspricht laut Ericsson einem Anstieg von fast 160 Prozent seit 2010. Fast ein Viertel der Befragten habe bereits Zugang zu einem Ultra-HD-Fernseher. Ein weiteres Drittel plane die Anschaffung eines 4K-TV-Geräts. Großen Aufschwung sieht die Studie auch für Virtual Reality. In drei Jahren soll jeder Dritte die virtuelle Realität nutzen. Die Mehrheit (55 Prozent) der befragten Studienteilnehmer wünsche sich aber günstigere Headsets.

Pro Woche verbringen die Menschen inzwischen 30 Stunden mit Fernsehen und Videokonsum. Bei Jugendlichen im Alter von 16 bis 19 Jahren liegt die Nutzung sogar bei 33 Stunden pro Woche. Für die Suche von Inhalten werde durchschnittlich fast eine Stunde täglich benötigt. Denn je mehr Inhalte verfügbar sind, umso schwieriger werde auch das Auffinden der gewünschten Inhalte. Die Inhaltssuche sei für 60 Prozent der Konsumenten ein sehr wichtiges Argument bei der Entscheidung für ein Abonnement eines Dienstes.

Zuschauer setzen zunehmend auf Bezahlinhalte

Ein Trend scheint unaufhaltsam: Knapp 60 Prozent der Zuschauer setzen lieber auf On-Demand-Inhalte statt auf das reguläre TV-Programm. Zwei von fünf Verbrauchern würden aktuell bereits für On-Demand-Fernsehen und Videodienste zahlen. Ein wichtiger Faktor sei auch die Ortsunabhängigkeit durch die Möglichkeit der mobilen Nutzung der Dienste.

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