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2013: Bundestagswahl geht online

In der "Internet-Agenda 2015" prognostiziert der eco Verband, dass im Jahr 2013 erstmals (auch) online gewählt werden kann.

18.09.2005, 16:16 Uhr
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Deutschland im Wahlfieber: Während sich nach ersten Umfragen eine hohe Wahlbeteiligung in allen Bundesländern abzeichnet, sorgt der eco Verband der deutschen Internetwirtschaft, mit einer neuen Studie für Aufsehen. Sollte hinsichtlich des Termins nichts Außergewöhnliches mehr passieren, wird die Wahl zum Deutschen Bundestag im Jahr 2013 erstmals über das Internet stattfinden, so der Verband unter Berufung auf die "Internet-Agenda 2015".
Experten einig
Bei einer Expertenbefragung äußerte weit über die Hälfte (57 Prozent) der Fachleute die Überzeugung, dass der Gang zur Wahlurne in acht Jahren zumindest teilweise durch den Klick mit der Computermaus ersetzt wird. Fast ein Fünftel (19 Prozent) der von eco kontaktierten Experten halten sogar eine generelle Verlagerung der Wahl ins Internet für wahrscheinlich. 38 Prozent meinen allerdings, dass die Online-Wahl nur in Einzelfällen – etwa als Ersatz für die Briefwahl – möglich sein wird.
Die Mehrzahl der von eco befragten Experten (71 Prozent) ist indes sicher, dass das Internet in acht bis zehn Jahren eine stärkere Bedeutung bei der politischen Willensbildung haben wird als im aktuellen Wahlkampf. Ein Drittel sind fest überzeugt, dass die Informationen via Internet künftig zu einer mündigeren und lebhafteren Demokratie führen werden.
"Es besteht die Hoffnung, dass die Bürgerinnen und Bürger durch moderne Kommunikationsformen wie beispielsweise Chat stärker und vor allem aktiver in die politischen Diskussionen einbezogen werden statt sich nur passiv den Fernsehbildern hinzugeben", erklärt Harald A. Summa, Geschäftsführer des eco Verbandes der deutschen Internetwirtschaft.
Auch Steuererklärung online
Der Bundesfinanzminister des Jahres 2015 – gleich welcher Partei – wird die Steuererklärungen "seiner" Bürgerinnen und Bürger überwiegend per Internet in Empfang nehmen, lautet eine weitere Erkenntnis der "eco Internet-Agenda 2015". Über die Hälfte der Experten (52 Prozent) prognostizieren, dass die elektronische Steuererklärung bis dahin für Privatpersonen der einzige Weg zum Finanzamt sein wird.

(Hayo Lücke)

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