Security

18-Jähriger infizierte eine Million Computer

Der Neuseeländer soll einen ausgeklügelten Virus entwickelt haben, der von Anti-Virus-Programmen nicht erkannt werden konnte.

01.12.2007, 14:42 Uhr
Internet© rajareddy / Fotolia.com

Ein 18-Jähriger aus Neuseeland ist unter dem Verdacht festgenommen worden, mit einem Computervirus mehr als eine Million Rechner beschädigt und zusammen mit anderen 20 Millionen Dollar (rund 13,6 Millionen Euro) gestohlen zu haben.
Der Chef der neuseeländischen Polizei für Internetkriminalität, Maarten Kleinjtes, teilte am Freitag in Wellington mit, der Junge aus dem Norden des Landes habe einen "sehr ausgeklügelten" Virus entwickelt, der von den Abwehrprogrammen der Rechner nicht entdeckt worden sei. Ein ganzer Ring von Internetkriminellen habe das zerstörerische Programm benutzt. Es habe ihnen Zugang zu Benutzerkennungen und Passwörtern sowie Kreditkarteninformationen ihrer Opfer ermöglicht.
Unterstützung des FBI
Das Netzwerk von Cyber-Kriminellen sei in Zusammenarbeit mit der US-Bundespolizei FBI aufgespürt worden, sagte Kleinjtes. Angefangen hatten die Ermittlungen nach einer Virus-Attacke, die 50.000 Computer betraf und den zentralen Server der Universität von Pennsylvania in den USA zerstört hatte. Der junge Mann, dem bis zu zehn Jahre Gefängnis drohten, sei bislang noch nicht angeklagt worden. Er habe eingewilligt, mit den Ermittlern zusammenzuarbeiten.

(Hayo Lücke)

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