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12.000 Telekom-Mitarbeiter streiken

Begleitet von bundesweiten Warnstreiks sind heute die Verhandlungen über die Zukunft der Service-Beschäftigten in die nächste Runde gegangen. An den Protesten in 15 Bundesländern beteiligen sich unter anderem Beschäftigte aus Call Centern und Kundendienst.

16.04.2007, 16:00 Uhr
Telekom Zentrale© Deutsche Telekom AG

Begleitet von bundesweiten Warnstreiks von rund 12.000 Telekom-Mitarbeitern sind am Montag die Verhandlungen über die Zukunft der Service-Beschäftigten des Konzerns in die nächste Runde gegangen. An den Protesten in 15 Bundesländern beteiligten sich unter anderem Beschäftigte von Call Centern und des Kundendienstes, wie die Gewerkschaft Verdi in Berlin mitteilte.
Es wird weiter verhandelt
Zugleich kamen Konzernspitze und Gewerkschaft in Bonn zur vierten und womöglich vorentscheidenden Gesprächsrunde über die Arbeitsbedingungen der etwa 50.000 Telekom-Mitarbeiter zusammen, die in Servicegesellschaften ausgelagert und dort zu schlechteren Bedingungen beschäftigt werden sollen. Verdi will am Dienstagvormittag in Bonn Einzelheiten zum Verhandlungsstand mitteilen.
Die Gewerkschaft rief zugleich für Dienstagnachmittag ihre große Tarifkommission zusammen. Das Gremium soll bei seiner Sitzung in Göttingen das Ergebnis der bisherigen Verhandlungen bewerten und über das weitere Vorgehen beraten. In dem Tarifstreit fordert Verdi unter anderem den Erhalt der bisherigen Arbeitsbedingungen der betroffenen Mitarbeiter und einen Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen.
"Eskalation nicht auszuschließen"
Verdi-Verhandlungsführer Lothar Schröder äußerte im Vorfeld der vierten Gesprächsrunde die Erwartung, dass der Telekom-Vorstand seine "Hinhalte-Taktik" aufgebe und sich bereit erkläre, einen für alle Beteiligten gangbaren Weg zu beschreiten. "Ansonsten ist eine weitere Eskalation der Auseinandersetzung nicht länger auszuschließen", warnte der Gewerkschafter.
Der Bonner Telekommunikationsriese hatte dagegen zuletzt wiederholt auf ein Angebot des Unternehmens von Anfang April verwiesen, das die Sicherheit der betroffenen Arbeitsplätze garantiere. Bei den geplanten Servicegesellschaften gehe es darum, bestimmte Aufgaben innerhalb des Konzerns neu zu bündeln, wie es mit Zustimmung von Verdi bereits bei der T-Punkt Vertriebsgesellschaft und dem T-Mobile Kundenservice geschehen sei.

(Denise Bergfeld)

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