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10-Cent-Tarife im Vergleich

Keine Grundgebühr, zehn Euro Mindestumsatz im Monat und rund um die Uhr für zehn Cent zu allen deutschen Anschlüssen telefonieren. Das verspricht nicht nur E-Plus, sondern auch callmobile, klarmobil.de und simply. Doch worin unterscheiden sich die vier neuen Tarife? onlinekosten.de hat für Sie verglichen.

14.02.2007, 18:08 Uhr
SMS© TristanBM / Fotolia.com

Unbeschwert mit dem Handy zu telefonieren ist heutzutage in den meisten Mobilfunk-Tarifen noch nicht möglich. Hohe Minutenpreise, insbesondere bei netzübergreifenden Gesprächen, machen es den Mobilfunkkunden meist nicht einfach und belasten den Geldbeutel. E-Plus, callmobile, klarmobil.de und simply möchten daran etwas ändern. Nach der Einführung der Zehnsation von E-Plus bietet ab sofort auch callmobile einen 10-Cent-Tarif. klarmobil.de wird morgen nachziehen, ebenso simply. Doch sind die Angebote wirklich so identisch, wie es auf den ersten Blick scheint? onlinekosten.de hat sich die Tarifstrukturen ganz genau angesehen und alle drei 10-Cent-Tarife miteinander verglichen.
Die Grundelemente der Zehnsation von E-Plus, des clever & entspannt-Tarifs von callmobile, der 10Cent-Aktion von klarmobil.de und simply ten sind identisch. Bei einer Vertragslaufzeit von zwei Jahren wird keine Grundgebühr erhoben, sehr wohl aber ein Mindestumsatz in Höhe von zehn Euro monatlich erwartet. Gespräche in das deutsche Festnetz und zu allen deutschen Mobilfunkanschlüssen kosten rund um die Uhr zehn Cent pro Minute. SMS kosten 20 Cent das Stück.
Welches Netz?
Der erste große Unterschied wird bei einem Blick auf das gewählte Netz sichtbar. Während E-Plus selbstverständlich auf die eigene Netzinfrastruktur zurückgreift, setzen die drei Discounter auf das Netz von T-Mobile. Insbesondere in ländlichen Regionen gilt das T-Mobile-Netz als deutlich besser ausgebaut als jenes von E-Plus.
Abrechnungstakt beachten
Das klarmobil.de-Angebot unterscheidet sich darüber hinaus in puncto Abrechnungstakt von den beiden Wettbewerbern. Während bei der Zehnsation im clever & entspannt-Tarif sowie bei simply ten nur Verbindungen in das Ausland sowie Roaming-Verbindungen minutengenau abgerechnet werden, gilt dies bei der 10Cent Aktion auch bei allen nationalen Gesprächen. E-Plus simply und callmobile.de gewähren hier eine deutlich kundenfreundlichere 60/1-Taktung. Das heißt, ab der zweiten Gesprächsminute wird sekundengenau abgerechnet. Vergleichsweise teuer sind bei allen Tarifen Verbindungen aus Deutschland ins Ausland. E-Plus verlangt je nach Gesprächsziel zwischen 69 Cent und 1,79 Euro. Bei callmobile werden zwischen 1,50 Euro und 1,90 Euro fällig, klarmobil.de berechnet zwischen 99 Cent und 1,99 Euro. Bei simply werden günstigstenfalls 1,59 Euro pro Minute fällig, maximal gilt sogar ein Minutenpreis in Höhe von 2,19 Euro.
Unterschiede beim MMS-Versand
Leichte Unterschiede gibt es auch bei den Preisen, die für den Versand einer Multimedia-Nachricht, kurz MMS, anfallen. E-Plus, simply und klarmobil.de berechnen pro MMS, die an deutsche Handys verschickt wird, 39 Cent. callmobile verlangt 40 Cent. Deutlich unterschiedlicher fallen die Preise beim MMS-Versand aus dem Ausland aus. E-Plus berechnet pro 50-Kilobyte-Block je nach Aufenthaltsort zwischen 59 und 99 Cent. Auch simply unterscheidet je nach Größe der zu verschickenden MMS. Pro Nachricht werden je nach zu verschickendem Foto zwischen 1,09 Euro und 2,19 Euro fällig. Bei callmobile werden pauschal zwischen 1,50 und 2,50 Euro je MMS berechnet, klarmobil.de verlangt zwischen 1,29 und 1,69 Euro.
Anmeldegebühren beachten
Der Einstieg ist normalerweise weder bei E-Plus noch bei callmobile oder klarmobil.de kostenlos möglich. E-Plus und klarmobil.de berechnen im Normalfall 25 Euro für die Einrichtung, allerdings läuft aktuell bei beiden Anbietern eine Sonderaktion bei der die Einrichtungsgebühr erlassen wird.
callmobile verfolgt ein anderes Konzept: Zwar kostet die SIM-Karte 16 Euro, allerdings wird gleichzeitig ein Gesprächsguthaben in Höhe von 10 Euro gewährt. Rechnerisch werden also nur 6 Euro fällig. Zu beachten ist auch, dass bei der Talkline-Billigmarke immer wieder Sonderaktionen starten, bei der wahlweise mehr Gesprächsguthaben gewährt oder eine geringere Anschlussgebühr berechnet wird.
SIM-Pfand bei simply
Grundsätzlich kostenlos ist der Einstieg bei simplytel. Allerdings muss der Kunde einen Pfand für die SIM-Karte in Höhe von 29,65 Euro zahlen. Dieser Betrag wird von simply nur zurückgezahlt, wenn die SIM-Karte durch den Kunden spätestenes drei Wochen nach Vertragsende unbeschädigt zugrückgesandt wird. Mobilfunkkunden, die häufiger Klingeltöne auf ihr Handy laden, sollten auch die GPRS-Kosten im Auge behalten. Und auch da sind bei den drei Angeboten markante Unterschiede zu verzeichnen. Zwar wird grundsätzlich in 10-Kilobyte-Schritten abgerechnet, der Preis pro 10-Kilobyte-Block differenziert sich von Angebot zu Angebot allerdings doch recht stark.
Während simply 19 Cent pro Datenblock abrechnet, sind es bei callmobile nur zwölf Cent. Noch etwas weniger berechnet klarmobil.de mit neun Cent je angefangener zehn Kilobyte. Hinzu kommt ein Tagesnutzungsentgelt in Höhe von neun Cent bei klarmobil.de und in Höhe von zwölf Cent bei callmobile.de. simply erwartet sogar 19 Cent, während E-Plus auf eine Tagesgebühr verzichtet.
callmobile mit Prepaid-Verfahren
Last but not least ist auch ein Blick auf die Art und Weise der Abrechnung durchaus lohnenswert. Während bei E-Plus, simply und klarmobil.de jeden Monat - wie bei einem Vertrag üblich - der fällige Gesamtbetrag nachträglich abgerechnet wird, setzt callmobile auf eine Prepaid-Abrechnung.
Der einfachste Weg, im Prepaidverfahren zu telefonieren, ist die automatische Aufladung des Guthabens. Erreicht der Kontostand einen Betrag von zwei Euro, wird das Guthaben automatisch per Lastschrift um den Betrag aufgeladen, der bei der Anmeldung oder im persönlichen Bereich auf der callmobile-Homepage festgelegt wurde. Über die Aufladung wird der Kunde nach callmobile-Angaben per E-Mail und SMS informiert. Alternativ ist auch ein manuelles Aufladen möglich - das allerdings jeweils 20 Cent extra kostet.
Abschließend haben wir für Sie noch einmal die wichtigsten Daten in einer Tabelle zusammengetragen.

(Hayo Lücke)

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