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1 Million Dollar Strafe für Spammer - die USA rüsten auf

24.09.2003, 14:42 Uhr
Datenübertragung© envfx / Fotolia.com

In den USA, genauer gesagt im Bundesstaat Kalifornien, kann man ab Anfang 2004 Spammer zivilrechtlich belangen und ihnen eine Strafe von bis zu einer Million Dollar aufbrummen.
Neues Gesetz
Das kalifornische Parlament hat ein Gesetz verabschiedet, das die zivilrechtliche Verfolgung von Spammern vereinfacht. Ab dem 1. Januar 2004 müssen die Versender von ungewollten Werbebotschaften mit hohen Strafen rechnen.
So soll die Strafe bis zu 1.000 Dollar pro Mail betragen, eine ganze Mailserie kann mit bis zu einer Million Dollar belangt werden. Mit diesen harten Strafen versucht Kalifornien die stark wachsende Werbemail-Flut in den Griff zu bekommen, die bereits etwa 50 Prozent aller E-Mails ausmacht.
Kundendaten
Anders als bei ähnlichen Gesetzen ist das Versenden von Werbemails grundsätzlich verboten. Firmen dürfen allein Kunden, die sich auf eine Liste eingetragen haben, derartige Mails zukommen lassen. Dabei stehen die Firmen in der Beweispflicht, dass der Empfänger auch tatsächlich dem Mailempfang zugestimmt hat.
Wer in Kalifornien daher eine ungewollte Werbemail bekommt, der kann sich ab Anfang 2004 an die Behörden wenden, um die entsprechenden Firmen anzuzeigen. Sollten diese Firmen jedoch auf den Cayman Islands sitzen, so dürfte wohl auch das neue Gesetz ins Leere laufen.

(Alexander Moritz)

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