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1&1: Keine offizielle Entwarnung

Offiziell gibt es von 1&1 noch keine Entwarnung. Auch am Wochenende kann es beim E-Mail-Empfang noch zu Verzögerungen kommen.

E-Mail© a2 studio / Fotolia.com

In 1&1-Postfächern herrscht seit Tagen Chaos. Seit dem vergangenen Montag klagen 1&1-Kunden über massive Probleme beim Nachrichtenempfang über E-Mail-Konten der United Internet Tochter. Zeitweise waren die elektronischen Postfächer nicht erreichbar und E-Mails kamen entweder mit mehreren Stunden Verspätung oder überhaupt nicht an, meldeten uns betroffene Leser.

Update der Server-Software

Auf Anfrage der Redaktion teilte 1&1-Sprecherin Ingrun Senft mit, dass die Probleme durch ein Update der Mailserver-Software verursacht wurden. Durch einen erforderlichen Neustart der Systeme seien die Zwischenspeicher noch leer gewesen, was die Zugriffszeiten verlangsamte und letztlich bei der Auslieferung der E-Mails zu zeitlichen Verzögerungen führte. Mit dem Aufbau des Zwischenspeichers sollten sich die Wartezeiten verkürzen, so Senft am vergangenen Mittwoch. Zu diesem Zeitpunkt befanden sich laut Kundenhotline noch rund 14 Millionen E-Mails im System, die noch ausgeliefert werden mussten. Senft betonte aber auch, dass "die zwischengespeicherten Mails ohne Verluste zugestellt werden".

Genau dies scheint aber nicht der Fall gewesen zu sein, denn verärgerte Leser teilten uns heute mit, es gebe weiterhin Probleme beim Empfang und E-Mails seien definitiv nicht angekommen. Grund für uns, erneut bei der United Internet Tochter nachzufragen. Laut Andreas Maurer, Sprecher Business-Produkte bei 1&1, kam es am vergangenen Montag kurzzeitig zu weiteren technischen Störungen. Einige Mailstorage-Server waren ausgefallen, wodurch ein Fehler in der Software entdeckt wurde. Durch den Hardware-Austausch und Software-Updates kam es zu Verzögerungen beim Ausliefern der Mails. Die dadurch entstandene Warteschleife müsse nun erst einmal abgebaut werden. Am heutigen Nachmittag befanden sich nach Angaben von Maurer aber weniger als 300.000 Mails in Warteposition, am Vormittag waren es immerhin noch rund vier Millionen gewesen.

Noch keine Entwarnung

Trotzdem gibt es von 1&1 noch keine offizielle Entwarnung. "Durch geplante Hardware- und Software-Updates können auch in den kommenden Tagen bei der E-Mail-Zustellung und beim Abruf von E-Mails erneut Beeinträchtigungen auftreten", so Maurer. Der Empfang der Nachrichten sei aber nicht eingeschränkt, da sie zuverlässig in der Warteschleife zwischengespeichert werden. Bei der Auslieferung erhalten Spam-Mails darüber hinaus eine niedrigere Priorität, versicherte der 1&1-Sprecher.

(Nam Kha Pham)

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