Quartalszahlen

1&1 Drillisch: DSL-Geschäft stagniert - Wachstum mit mobilem Internet

Trotz Vorteilsangeboten und Sparaktionen: Mit DSL- und VDSL-Tarifen konnte 1&1 Drillisch im dritten Quartal keine neuen Breitbandkunden hinzugewinnen. Kundenwachstum wies der Anbieter lediglich bei mobilem Internet aus.

Jörg Schamberg, 12.11.2019, 10:54 Uhr (Quelle: DPA)
1&1Unter anderem die Marke 1&1 gehört zu 1&1 Drillisch.© 1&1

Ein schleppender Verkauf von Handys und anderen Geräten hat das Wachstum des Telekommunikationsunternehmens 1&1 Drillisch abgebremst. Der Gesamtumsatz zog in den ersten neun Monaten 2019 nur um 1,3 Prozent auf knapp 2,8 Milliarden Euro an, wie die Firma am Dienstag in Maintal mitteilte. Das war deutlich weniger als vor einem Jahr, als noch ein Plus von 12,7 Prozent verbucht wurde. Teilweise liegt der Unterschied an unterschiedlichen Bilanzierungsregeln, zum großen Teil aber am allgemein härteren Wettbewerb auf dem Telekommunikationsmarkt.

1&1 Drillisch muss mehr für Nutzung von Telefónica-Netzen zahlen

Während 1&1 Drillisch im Hardware-Geschäft in den ersten neun Monaten 2019 ein Minus hinnehmen musste, zog der Service-Umsatz an. Das Betriebsergebnis (Ebit) sank um 4,3 Prozent auf 409 Millionen Euro. Hauptgrund hierfür war, dass die Firma mehr Geld zahlen muss für die Nutzung von Telefónica-Netzen als ursprünglich geplant. 1&1 Drillisch hat seine Zentrale im hessischen Maintal bei Frankfurt. Die Firma gehört zum aufstrebenden Konzern United Internet aus Montabaur in Rheinland-Pfalz, der auch Webseiten wie gmx.de und web.de betreibt. Firmenchef ist Ralph Dommermuth.

Kein Wachstum mit DSL - 200.000 neue Mobilfunkkunden

1&1 Drillisch verzeichnete zum Ende des dritten Quartals Ende September 2019 insgesamt 14,12 Millionen Kundenverträge. Die Zahl der Kundenverträge für mobiles Internet legte im dritten Quartal um 200.000 auf 9,78 Millionen zu. Kein Wachstum erzielte der Anbieter jedoch mit seinen DSL- und VDSL-Anschlüssen. Deren Zahl blieb im dritten Quartal unverändert bei 4,34 Millionen.

United Internet wiederum legte - inklusive 1&1 Drillisch - beim Umsatz in den ersten drei Quartalen im Vorjahresvergleich um 1,7 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro zu. Das Ebit lag bei 588 Millionen Euro und damit bei nur einem schwachen Plus von 0,8 Prozent. 1&1 Drillisch will neben der Deutschen Telekom, Vodafone und Telefónica zum vierten deutschen Mobilfunk-Netzbetreiber werden, die eigenen Antennen sollen 2021 in Betrieb gehen.

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