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1&1: De-Mail-Registrierung für Firmenkunden startet

Nach der Deutschen Telekom hat nun auch 1&1 einen ersten De-Mail-Tarif für Geschäftskunden vorgestellt. Eine Registrierung ist ab sofort möglich; starten soll das Angebot in der zweiten Jahreshälfte. Im Vergleich zur Telekom ist die Offerte aus Montabaur monatlich zwar günstiger, hat aber auch ihre Tücken.

1&1© 1&1

Nach der Deutschen Telekom hat nun auch United-Internet-Tochter 1&1 die De-Mail-Vermarktung für Geschäftskunden gestartet. Unternehmen haben dabei ab sofort die Möglichkeit, eine De-Mail-Adresse auf Basis ihrer aktuellen Domain zu reservieren. Starten soll der Dienst in der zweiten Jahreshälfte nach erfolgreicher Akkreditierung des Anbieters beim zuständigen Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Der monatliche Preis für das Einstiegsangebot steht dennoch bereits fest – und liegt unter der seit März verfügbaren Telekom-Offerte.

De-Mail bei 1&1 und Telekom im Vergleich

So ist das Paket "1&1 De-Mail Business 50" mit De-Mail-Domain und 50 monatlichen Inklusiv-Mails für 9,99 Euro pro Monat netto (11,89 Euro brutto) erhältlich – zuzüglich einer einmaligen Einrichtungsgebühr von 8 Euro netto (9,52 Euro brutto). Für das ebenfalls mit 50 De-Mails angebotene Telekom-Pendant "Business De-Mail 50" werden mit Start des Berechnungszeitraum zum 1. September monatlich 14,24 Euro netto (16,95 Euro brutto) fällig; die Bereitstellungskosten liegen bei 8,36 Euro netto (9,95 Euro brutto). Derzeit sind sämtliche Leistungen jedoch noch entgeltfrei nutzbar; zudem ist das Telekom-Portfolio mit drei weiteren Tarifoptionen bisher wesentlich umfangreicher.

Im Direktvergleich beider 50er-Tarife fallen derweil weitere Unterschiede ins Auge - etwa in Sachen Speicherplatz: Während 1&1 hier 1 Gigabyte (GB) zur Verfügung stellt, müssen sich Kunden des Bonner Konkurrenten mit der Hälfte begnügen. Im Gegenzug können diese günstiger aufrüsten: 1 GB zusätzliche Ablagefläche, verteilt auf 10 x 100 Megabyte für je rund 25 Cent, schlagen bei der Telekom monatlich mit 2,51 Euro netto (0,29 Cent brutto pro 100 Megabyte, 2,99 Euro brutto pro 1 GB) zu Buche. Bei 1&1 wird es pro angefangenem GB mit 3,99 Euro netto (4,75 Euro brutto) deutlich teurer. Auch beim Thema Mindestvertragslaufzeit gibt sich die Telekom kulanter: Statt ein Jahr wie 1&1 bindet sie Nutzer nur sechs Monate. Identisch sind wiederum die Preise pro De-Mail-Nachricht, die abseits des enthaltenen Kontingents versendet wird. Hier werden einheitlich 33 Cent netto (39 Cent brutto) berechnet. Die seit 2010 am Markt etablierte De-Mail-Alternative "E-Postbrief" der Deutschen Post ist mit jeweils 55 Cent wesentlich teurer, wird aber bereits von mehr als 100 Großkunden eingesetzt. Bis Ende des Jahres will zudem auch der Logistikriese eine Zertifizierung nach De-Mail-Standard vorweisen.

De-Mail-Angebote von 1&1 und Telekom auf ähnlichem Niveau

Trotz aller Differenzen bei Kosten und Konditionen dürfte sich zumindest die Verfügbarkeit und Qualität der Dienste bei Telekom und 1&1 auf einem ähnlichen Niveau bewegen. So haben beide Anbieter bereits vereinbart, bei Infrastruktur und Weiterentwicklung des De-Mail-Kernsystems zu kooperieren und Synergieeffekte zu nutzen. Auch andere De-Mail-Merkmale sind bei allen durch das BSI zugelassenen Providern gleich. So werden sämtliche Nachrichten dieser Klasse generell als rechtsverbindlich angesehen und lassen sich etwa zur sicheren Kommunikation mit Behörden einsetzen.

De-Mails bieten zudem Schutz gegen Einsicht und Änderungen ihres Inhaltes sowie eine Manipulation von Metadaten wie Absenderadresse, Versandzeit oder Übermittlungsoptionen. Inhaber von .de-Domains haben darüber hinaus noch bis Ende 2012 einen durch das BSI gewährleisteten Anspruch auf die Verwendung ihrer URL im Rahmen der De-Mail-Registrierung. Aus der Domain www.meine-firma.de wird daher bei 1&1 und Telekom die Adresse meine-firma.de-mail.de, da sich beide De-Mail-Anbieter bereits auf die Standardendung .de-mail.de geeinigt haben.

(Christian Wolf)

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