Netflix, Amazon & Co.

Ruckelfreies Streaming genießen - welche Mindestgeschwindigkeit ist notwendig?

Wer Filme und Serien bei Streaming-Diensten in guter Qualität und ohne Ruckeln genießen möchte, muss über eine gute Internetverbindung verfügen. Wir erläutern, welche Mindestbandbreiten erforderlich sind und was das Streamen negativ beeinflussen kann.

Streaming© William Iven / unsplash.com

Wer Kinofilme und seine Lieblingsserien streamen – also über das Internet empfangen – möchte, der hat keine Lust auf nervige Ladezeiten, Unterbrechungen und auf eine miese Bildqualität. Anbieter wie Netflix, Amazon und maxdome können aber nur die Qualität liefern, die dem Nutzer auf Basis seiner technischen Ausstattung zur Verfügung steht. Dabei gilt: Eine ausreichend schnelle Internetverbindung ist die Grundvoraussetzung. Doch von welchen Werten spricht man, wenn es um ruckelfreies Streamen geht?

Mindestbandbreiten sind je nach Anbieter unterschiedlich

GeschwindigkeitSollen HD- und Ultra-HD-Inhalte gestreamt werden, sind höhere Download-Bandbreiten erforderlich.© FotoMak / Fotolia.com

Grundsätzlich ist das Streamen auch mit nicht so schnellen Internetanschlüssen möglich:

  • Netflix spricht von mindestens 0,5 Mbit/s,
  • bei Amazon sind es 0,9 Mbit/s,
  • bei maxdome 2 Mbit/s.

Ist die jeweilige Internet-Mindestbandbreite verfügbar, dann ist der Empfang in der Regel ohne Unterbrechungen möglich. Ein anderes Thema ist dann aber die Bildqualität, denn wirklich gut ist sie in all diesen Fällen nicht. Besser ist es, wenn man sich an eine Download-Mindestgeschwindigkeit von rund 6 Mbit/s orientiert, um auch wirklich vernünftig schauen zu können. Nach oben hin gibt es selbstredend keine Grenze.

Das beste Bild liefern Netflix und Co. mit ihren 4K-Angeboten. Die vierfache Full-HD-Auflösung ist optisch ein Traum, benötigt aber auch eine entsprechend schnelle Leitung:

  • Bei Amazon sind es zum Beispiel mindestens 15 Mbit/s,
  • bei Netflix 25 Mbit/s.

Wie aber kann man die Geschwindigkeit vom heimischen Netzwerk ermitteln?

Einen Speedtest durchführen

Theorie und Praxis sind immer zwei Paar Schuhe. Dieses Motto trifft vor allem bei der Internetgeschwindigkeit zu, denn die Provider geben immer nur ein Maximum an, das aber meist gar nicht erreicht wird. Um also über seine Internetbandbreite informiert zu sein, sollte man einen beziehungsweise mehrere Speedtests in regelmäßigen Abständen durchführen.

Die Streamingdienste selbst bieten solche Geschwindigkeitstests an, man kann aber auch bei Diensten wie speedtest.net & Co. vorbeischauen. Alle Tests sind natürlich kostenlos, außerdem sollte man sich nicht nur auf ein Ergebnis verlassen, sondern die Überprüfung mehrmals durchführen. Weicht das Ergebnis stark von den im Vertrag versprochenen Konditionen ab, dann gilt es zuerst die eigene Hard- und Software zu überprüfen. Ist diese mit Updates auf dem neuesten Stand? Bringt alles keine Besserung, dann sollte der Provider um Rat gebeten werden.

Diese Faktoren können das Streamen negativ beeinflussen

LAN-KabelEine Anschluss per LAN-Kabel liefert eine schnellere und stabilere Verbindung.© shamleen / Fotolia.com

Eine ausreichend schnelle Leitung bzw. Netzverbindung ist zwar das A und O, doch auch andere Faktoren können Unterbrechungen beim Streamen auslösen. WLAN beispielsweise ist zwar bequem, doch die Verbindung zwischen Router und Endgerät sollte, wenn möglich, besser via Netzwerkkabel (LAN) erfolgen. Dadurch erreicht man einen stabileren Wert und kann Ruckeln vermeiden. Wichtig ist auch, dass der Router nicht durch zu viele Nutzer überlastet wird. Auch das führt zu einem geringeren Speed und es kann zu Unterbrechungen kommen.

Nicht zu vergessen ist die Hardware, die, vor allem auf den PC bezogen, stark genug sein muss. Beispiel: Damit die Datenmengen klein gehalten werden können, werden sie für die Übertragung komprimiert. Dafür kommen Codes wie H.265 (HEVC) und VP9 zum Einsatz. Am Rechner müssen sie dann aber wieder dekomprimiert werden, was bei modernen Prozessoren und GPUs hardwareseitig erfolgt (sie unterstützen die Codes also). Bei älteren CPUs ist das nicht der Fall und die Codes werden nicht unterstützt. Hier muss die Arbeit vom Prozessor selbst durchgeführt werden, was Beeinträchtigungen bei der Schnelligkeit und der Energieeffizienz mit sich bringt. Handelt es sich auch noch um eine höhere Datenmenge, dann kommt die CPU nicht mehr nach und es beginnt zu ruckeln.

Inhalte von Streaming-Diensten herunterladen: Geht das?

Ja, manche Streamingdienste bieten diesen Service an. Das macht beispielsweise Sinn, wenn man einen Film unterwegs schauen möchte. Fast niemand hat ein unbegrenztes mobiles Datenvolumen, sodass der Titel auf diese Weise schon vorher via WLAN gespeichert werden kann. Man muss allerdings genau hinschauen, denn in der Regel gibt es dafür eine zeitliche Begrenzung und es sind nicht alle Filme und Serien enthalten.

Streamen ohne Unterbrechung – ein kurzes Fazit zum Schluss

Netflix, Amazon, maxdome und weitere Streaming-Anbieter geben sich bereits mit wenig Speed zufrieden. Wer aber wirklich vernünftig schauen will, der sollte mindestens 6 Mbit/s bereitstellen. Bei HD-Qualität entsprechend höher. Stimmt am Ende auch die Hardware, dann steht dem Genuss spannender Kinofilme nichts im Wege.

Lesen Sie alles Wichtige von onlinekosten.de - auf Wunsch per WhatsApp direkt auf dem Handy. Whatsapp-Newsletter Wöchentlichen Newsletter
Weitere Infos zum Thema
Zum Seitenanfang