Heimnetzzentrale

Smart Home: Intelligente Funktionen der Fritz!Box

Eignet sich der WLAN-Router Fritz!Box von AVM als zentrale Schaltzentrale für Smart Home? Dank des Standards DECT und der Erweiterung ULE lassen sich über die Fritz!Box und per entsprechender App zahlreiche Smart-Home-Anwendungen nutzen.

AVM Smart Home Produkte© AVM

Fritz!Box als Smart-Home-Zentrale

Die aktuellen Fritz!Box-Router sind definitiv bereit für Smart-Home-Anwendungen und eignen sich in verschiedensten Einsatzbereichen als Smart-Home-Zentrale. Dafür verantwortlich ist der Standard DECT, den Fritz!Box-Router zur Unterstützung der seit langer Zeit verwendeten schnurlosen Telefone mit bringen. Allerdings ist DECT nur die Grundausstattung. Erst die Erweiterung namens ULE (Ultra Low Energy) verwandelt die Fritz!Box in einen smarthomefähigen Router und somit in eine Zentrale für Smart Home.

DECT und ULE der Fritz!Box - Vorteile für Smart Home

Kombiniert man DECT mit ULE, wird aus einem normalen Fritz!Box-Router eine anwenderfreundliche Smart-Home-Schaltzentrale mit zahlreichen Anwendungsmöglichkeiten. Dabei präsentiert sich vor allem DECT als wesentlich mehr als eine bewährte Technologie. Denn das DECT-Funkband liegt im exklusiv genutzten 1900 MHz-Bereich, während Nahfunktechniken wie Z-Wave, Zigbee oder Bluetooth das äußerst stark frequentierte und dadurch überfrachtete 2,4 GHz-Band nutzen. Durch die Verwendung des 1900 MHz-Bandes stellen Störungen für ULE kein Problem dar. Ein weiterer Vorteil ist die höhere Reichweite von bis zu 50 Metern innerhalb von Gebäuden und 300 Metern im Außenbereich.

Repeater sorgen für zusätzliche Reichweitenerweiterung, wodurch der Anwender komplexe Topologien mit vernetzten Basisstationen realisieren kann. Auf diese Weise ist es problemlos möglich, mehrere Terminals an einen Fritz!Box-Router anzukoppeln.

AVM Fritz!Box Smart Home Die Fritz!Box dient als Heimzentrale für Anwendungen wie Smart Home.© AVM

Fritz!Box Router als vollwertige Smart-Home-Zentrale?

Für eine Smart-Home-Zentrale mit umfangreichen Smart-Home-Funktionen muss AVM noch an verschiedensten Problemen arbeiten. Dazu zählen die Kompatibilität mit Drittanbieter-Produkten sowie vor allem die aktuell noch dürftige Auswahl an eigener Hardware. Wobei sich diesbezüglich kontinuierliche Fortschritte zeigen. Kombiniert mit AVM-Produkten ist ein moderner Fritz!Box-Router als Zentrale für kleinere Smart-Home-Installationen auf jeden Fall eine gute Lösung.

AVM Fritz!DECT 500 Auch eine dimmbare LED-Lampe lässt sich mit der Fritz!Box steuern.© AVM

Zum aktuellen Zeitpunkt (Stand September 2019) bietet AVM zwei smarthomefähige Steckdosen für automatisierte Schaltungen, einen steuerbaren Repeater, einen multifunktionellen Taster für die komfortable Smart-Home-Steuerung der Beleuchtung und andere Aktionen sowie einen Heizkörperregler. Eine dimmbare LED-Lampe, die mit anderen FRITZ!-Geräten kommuniziert, ergänzt das aktuelle AVM-Produktportfolio. Zur Steuerung der Geräte entwickelte AVM die spezielle Smart-Home-Fritz!-App, über die der Anwender über sein Smartphone Zugriff auf die Anwenderoberfläche der Smart-Home-Zentrale erhält.

Schlussendlich kommuniziert sogar die über den Stecker verbundene Waschmaschine per E-Mail mit dem Anwender. Die aktuellen Smart-Home-Funktionen sparen eindeutig Zeit und Geld und erhöhen den Komfort in den eigenen vier Wänden. Sie sollten auch keinesfalls unterschätzt werden, da sie bei genauerer Betrachtung so manches praktische Feature bieten, indem sie beispielsweise den Stromverbrauch messen und statistisch erfassen.

Intelligente Steuerung via Fritz!Box

Allerdings kann der Router noch wesentlich mehr. Dies gilt vor allem ab dem Update auf Fritz!OS 7.10 und höher. So ermöglicht die integrierte Astrofunktion die automatisierte Schaltung nach Sonnenstand und über den Google-Kalender steuert der Anwender seine smarten FRITZ!-Produkte und die daran angeschlossenen Geräte durch einen einfachen Termin-Eintrag in Form von "AN" oder "AUS".

Die unkomplizierte Verwaltung der Smart-Home-Geräte erfolgt in der übersichtlich und bedienerfreundlich gestalteten Nutzeroberfläche der Fritz!Box. Hier erstellt der Anwender individuelle Vorlagen oder nutzt bereits vorhandene. So ist es beispielsweise möglich, alle gleichen Gerätetypen zusammenzufassen und automatisiert zu steuern.

Kompatibilität von AVM Routern mit anderen Smart-Home-Geräten

Doch wie präsentieren sich die smarthomefähigen AVM-Router in der Zusammenarbeit mit Geräten von Drittherstellern? Hier löste AVM ab Fritz!OS 7 bereits einen Teil der bestehenden technischen Probleme, indem das Unternehmen das Home Area Network Functional Protokol (Han-Fun) als Schlüssel für Smart-Home-Komponenten von Drittanbietern nutzt. Han-Fun sorgt für die Kompatibilität von DECT-ULE-Geräten fremder Anbieter. Dieser Fortschritt erweitert den Anwendungsbereich der Fritz!Box-Router als Heimnetzzentrale für Smart Home & Co.

ULE als neuralgischer Knoten für Smart-Home-Anwendungen

AVM Fritz!App Smart Home Die Steuerung von Smart Home kann per Fritz!App Smart Home erfolgen.© AVM

Allerdings zeigen sich aktuell noch Probleme bei Firmware-Updates für Geräte von Drittanbietern. In der Regel sollten alle Aktualisierungen der angekoppelten Geräten direkt über den Fritz!Box-Router erfolgen. Das sehen viele Hersteller jedoch anders und lassen ausschließlich Updates über die zum Gerät gehörende Basisstation zu. Schuld daran ist nicht AVM, sondern die DECT-ULE Spezifikationen, die den Herstellern große Freiräume geben und es ihnen überlassen, wie die Geräteaktualisierung erfolgt. Diesbezüglich besteht auf jeden Fall seitens der Hersteller noch Nachholbedarf hinsichtlich einer durchdachten Update-Spezifikation.

Weitere Verständnisprobleme sind in der Anwendungsebene zu beobachten. Auch hier sind es einmal mehr die zu großzügig gestalteten Spezifikationen von ULE und Han-Fun, die den Herstellern einen zu großen Freiraum bei der Anwendungs-Implementierung geben. Häufig sind Router und ULE-Geräte zwar in der Lage, den Verbindungsaufbau herzustellen. Dann treten jedoch aufgrund der Nutzdatenformate Verständnisschwierigkeiten zwischen Fritz!Box und ULE-Gerät auf. Leider sind die Nutzdatenformate der ULE-Geräte für die Fritz!Box unverständlich, da sie als proprietäre Geräte ausschließlich mit herstellereigener Software funktionieren.

Um diese Missstände zukünftig zu vermeiden, testet AVM ULE- und Han-Fun kompatible Komponenten selbst und informiert die Anwender über alle mit der Fritz!Box kompatiblen Geräte.

Fritz!Box-Router als Smart-Home-Zentrale der Zukunft

Durch die vielfältigen Bemühungen seitens AVM erreichen Fritz!Box-Router stetig einen neuen Meilenstein auf ihrem Weg in eine Zukunft als Schalt- und Verwaltungszentrale für umfangreiche Smart-Home-Netze. Bereits heute gibt es zahlreiche kreative Lösungen, mit wenigen Produkten einen verhältnismäßig hohen Automatisierungsgrad zu erzielen. Mit dem Wegfall der aktuellen Barrieren wie den ULE-Verständnisproblemen aufgrund der proprietären Geräte und der Aktualisierungs-Problematik aufgrund zu weit definierter Spezifikationen sind Fritz!Box-Router auf dem besten Weg zur Smart-Home-Zentrale der Zukunft. Die Anwender profitieren durch die exklusive Nutzung des 1900 MHz-Bandes und eine funktionelle und intuitiv bedienbare Nutzeroberfläche.

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