Intelligente Gadgets

Google Nest Hub - Mehr als nur ein smarter Lautsprecher

Googles Nest Hub vereint einen smarten Lautsprecher und ein Display. Das Gerät, das wie ein Tablet aussieht, dient als multimediale Steuerzentrale im Smart Home und dank Google Assistant als digitaler Assistent.

Google Nest Hub© Google LLC

Intelligente Lautsprecher sind vielen Menschen ein Begriff und finden sich in immer mehr Wohnzimmern wieder. Es gibt allerdings noch eine weitere Gerätegattung, die den smarten Lautsprecher mit einem Bildschirm vereint. In dieser Kategorie ist neben Amazon (Amazon Echo Show) oder Lenovo auch Google mit dem Nest Hub vertreten, dessen erste Ausgabe Ende Mai 2019 in Deutschland erschienen ist.

Was kann der Google Nest Hub?

Rein äußerlich erinnert das Gerät an ein Tablet, das man auf einen Standfuß gesetzt hat. Diese Basis dient als Lautsprecher und über das Display werden Inhalte angezeigt. Den Google Nest Hub könnte man als multimediale Steuerungszentrale bezeichnen, die verschiedene Funktionen miteinander vereint. Da wäre zum einen die Steuerung von smarten Geräten in den eigenen vier Wänden, welche neben Google-Nest-Produkten auch Drittanbieter unterstützt, beispielsweise TP-Link oder Philips Hue.

Aber nicht nur für die Verwaltung des Smart Home spielt der Google Assistant eine praktische Rolle. Per Sprachsteuerung kann man auch Videos abspielen – zum Beispiel über YouTube -, seinen Lieblingssong aufrufen, sich ein Rezept anzeigen lassen oder ganz normale Alltagsfragen stellen. Hier zeigt sich wieder ein Vorteil des Displays: Fragt man den Google Nest Hub beispielsweise nach dem Wetter, dann wird die Antwort nicht nur akustisch gegeben, sondern auch auf dem Display angezeigt.

Die technische Ausstattung des Google Nest Hub

Der LCD-Bildschirm weist 7 Zoll auf und löst mit 1.024 x 600 Pixeln auf. Zur Ausstattung des Google Nest Hub gehören neben dem Breitbandlautsprecher zwei Mikrofone und ein Lichtsensor. Die Helligkeit wird somit automatisch angepasst, außerdem lassen sich die Mikrofone bei Bedarf über einen Schalter auf der Rückseite deaktivieren. Als Software kommt Android Things zum Einsatz, die Konnektivität wird durch WLAN 802.11 b/g/n/ac und Bluetooth 5.0 gewährleistet. Eine Kamera gibt es übrigens nicht, auf Videotelefonate muss man demnach verzichten. Auch den Zugang zum Play Store und einen Akku sucht man vergebens.

Der Nest Hub Max, der im Frühling 2019 vorgestellt wurde, bringt neben einem größeren Display mit 10 Zoll auch eine Kamera mit. Damit sind also auch Videotelefonate möglich und es ergeben sich weitere Möglichkeiten für eine Verwendung im Smart Home, beispielsweise in Kombination mit einer Video-Türklingel. Außerdem unterstützt der Hub damit auch Gesichtserkennung.

Schnelle Einrichtung und einfache Bedienung

Eingerichtet ist der Google Nest Hub innerhalb weniger Minuten. Man benötigt lediglich WLAN und die App "Google Home" auf seinem Smartphone. Anschließend kann der Google Nest Hub auch schon angesprochen und zum Beispiel in die Küche oder ins Schlafzimmer gestellt werden.

Bedient wird der Google Nest Hub hauptsächlich via Sprachsteuerung oder mit Wischgesten, Hardware-Elemente sind bis auf die Schalter für die Mikrofone und die Lautstärke keine vorhanden.

Google Nest Hub MaxDer Nest Hub Max bringt auch eine Kamera mit.© Google

Schneller Vergleich mit Amazon Echo Show

Beide Geräte fallen in die gleiche Kategorie und lassen sich zur Smart-Home-Steuerung verwenden. Davon abgesehen unterscheiden sie sich in einem Aspekt maßgeblich, denn sie gewähren jeweils Zugriff auf die Produkte des Herstellers. Der Käufer sollte sich also entscheiden, ob er sich eher im "Universum" von Google oder in der Amazon-Welt bewegen möchte. Im ersten Fall hat man Zugriff auf viele Google-Dienste (wie Google Maps, Kalender oder Fotos), im zweiten Fall ist man eng mit Amazon verbunden und kann beispielsweise Artikel in den Warenkorb legen. Der Google Nest Hub setzt entsprechend auf den Google Assistant, beim Amazon Echo Show ist die eigene Sprachassistentin Alexa installiert.

Darüber hinaus sollte ein Check erfolgen, welche weiteren Dienste anderer Anbieter (z.B. Streaming, smarte Hausgeräte etc.) mit dem jeweiligen Gerät kompatibel sind. Neben der unterschiedlichen Software fällt auch der Preis unterschiedlich aus. Die unverbindliche Preisempfehlung ist bei Google höher – 129 Euro gegen 90 Euro für den Echo Show 5 –, und für den Nest Hub Max muss man noch deutlich tiefer in den Geldbeutel greifen, in den USA liegt die UVP bei 229 Dollar. Ein Plus bei den Google-Geräten ist wiederum der deutlich größere Bildschirm.

Für wen eignet sich der Google Nest Hub?

Die Zielgruppe sind Menschen, die nach einem smarten Lautsprecher inklusive Display suchen und bevorzugt Google-Dienste verwenden. Der Funktionsumfang beläuft sich wie erwähnt auf die Steuerung von smarten Geräten im Privathaushalt, auf die Wiedergabe von Multimedia-Inhalten und auf die Nutzung von verschiedenen Google-Diensten mithilfe des Google Assistant. Wem sich also im Vergleich zum smarten Lautsprecher mehr Komfort und mehr Funktionen wünscht, der könnte am Google Nest Hub Freude haben.

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