Messenger

WhatsApp-Alternativen im Überblick

Werbe-Clips für den Facebook Messenger sind bereits offiziell auf dem Weg, in WhatsApp sollen sie gerüchteweise auch kommen. Für alle, die werbefrei chatten möchten, ist es höchste Zeit, sich nach Alternativen umzuschauen.

Studententarife© nenetus / Fotolia.com

Berlin - Viele Apps geben Nutzerdaten weiter, sammeln Kommunikations-Metadaten wie Verbindungsdetails oder blenden Werbung ein. Wen so etwas schon in anderen Anwendungen stört, wird das in seinem Messenger schon gar nicht tolerieren. Muss man auch nicht. Denn es gibt viele quelloffene Messenger mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und einem pfleglichen Umgang mit Nutzerdaten, die auch problemlos parallel ausprobiert oder genutzt werden können - etwa wenn sich im Freundeskreis noch kein eindeutiger Trend zur Nutzung eines alternativen Messengers abzeichnet. Fünf App-Tipps:

Briar mit Tor-Netzwerk

Der kostenlose Messenger (nur Android) bietet den Experten zufolge höchste Sicherheit, weil über das anonyme Tor-Netzwerk kommuniziert wird und bei der Nutzung auch keinerlei Metadaten anfallen. Die Sicherheitsvorkehrungen machen die Anwendung im Alltag aber eher unkomfortabel.

Kontalk wertet keine Nutzerdaten aus

Unabhängigkeit hat sich dieser Gratis-Messenger (Android und Desktop) auf die Fahnen geschrieben, der von Freiwilligen aus aller Welt entwickelt und unterstützt wird, womit etwa ein Interesse an der Auswertung von Nutzerdaten entfällt.

Signal: "Mutter aller Krypto-Messenger"

Gilt als "Mutter aller Krypto-Messenger". Den von der nichtkommerziellen Organisation Open Whisper Systems betriebenen, kostenlosen Messenger (Android, iOS und Desktop) gibt es schon ein Jahrzehnt - und er war der erste mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Signals Verschlüsselungsprotokoll nutzen auch andere Messenger wie WhatsApp.

Threema für drei Euro

Dieser Messenger (Android, iOS und Desktop) von Schweizer Entwicklern speichert keine Metadaten, ist bei Bedarf auch anonym nutzbar und genießt einen tadellosen Ruf - auch wenn der Quellcode nicht offenliegt. Die App kostet rund drei Euro.

Wire mit vielen Extras

Hauptsitz des entwickelnden Unternehmens ist ebenfalls in der Schweiz, programmiert wird den Angaben nach in Berlin. Den Experten gefallen unter anderem die vielen Extras sowie die Benutzeroberfläche des Gratis-Messengers (Android, iOS, Desktop und Browser).

Marcel Petritz / Quelle: DPA

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