MMS
Smartphone© andreaxt / Fotolia.com

MMS: Multimedia-Nachrichten auf dem Handy

MMS waren vor Whatsapp & Co. das Mittel der Wahl, wenn man vom Handy aus Bilder oder Videos verschicken wollte. Heute ist die Nutzung von MMS wie auch die von SMS stark rückläufig. Kein Wunder, sind sie doch meist richtig teuer.

Die Abkürzung MMS steht für "Multimedia Messaging System". Mit diesem System lassen sich Multimedia-Nachrichten über das GPRS-Netz an andere Mobiltelefone oder E-Mail-Adressen versenden. Im Vergleich zum Versand von SMS wurden MMS schon immer seltener verschickt, was sicherlich auch mit relativ hohen Preisen im Vergleich zu den einfachen SMS zu tun hat.

Der Versand von MMS ist in Deutschland weiterhin rückläufig. Während 2013 noch rund 5,4 Millionen Deutsche regelmäßig MMS verschickt haben, waren es 2016 nur noch rund 2,2 Millionen. Die Zahl der Nutzer hat sich in wenigen Jahren also mehr als halbiert.

Was kann mit einer MMS verschickt werden?

Eine MMS kann grundsätzlich beliebig groß sein und aus diversen Anhängen bestehen. So lassen sich Audiodateien, Videos und Textnachrichten miteinander verbinden und in einer Nachricht anzeigen. In der Praxis gibt es allerdings eine Größenbeschränkung durch die Netzbetreiber, die die maximale Größe einer MMS auf 300 Kilobyte festlegen. Größere MMS sind bei einigen Anbietern möglich, verursachen aber höhere Kosten.

Welche Mobiltelefone unterstützen MMS?

Nahezu alle Mobiltelefone, die seit 2002 hergestellt wurden, unterstützen den MMS-Standard, wenn die korrekten Einstellungen für den Empfang im Gerät hinterlegt wurden. In der Regel erhalten Kunden, die ein neues Gerät erstmalig nutzen, automatisch eine Konfigurations-SMS mit den korrekten Einstellungen für den MMS-Empfang. Weitere Eingaben durch den Benutzer sind im Normalfall nicht erforderlich. Abhängig vom jeweiligen Gerät kann der MMS-Empfang auch nur eingeschränkt möglich sein.

Was kostet der Versand einer MMS?

Der Versand von MMS kostet bei den meisten Mobilfunkprovidern etwa 30 bis 40 Cent. Diese vergleichsweise hohen Kosten machen den MMS-Versand im Gegensatz zum Datenversand über Messengerdienste wie Whatsapp, den Facebook Messenger oder Threema uninteressant. Auf dem deutschen Markt sind auch MMS-Flatrates nicht zu finden, allenfalls vereinzelte "Quasi-Flatrates" als Zubuchoption (etwa bei Vodafone). Das liegt vermutlich auch an der mangelnden Nachfrage für dieses Angebot.

Was sind die Alternativen zum MMS-Versand?

So gut wie alle aktuellen Smartphones unterstützen Messengerdienste, mit denen sich Video- und Audiodateien ganz ohne Zusatzkosten versenden lassen. Voraussetzung dafür ist nur eine bestehende Internetverbindung und im Idealfall eine Datenflatrate für den Versand von unterwegs. Für einfache Handys, die keine App-Installation erlauben, sind MMS aber nach wie die einzige Möglichkeit, um Bilder oder kurze Videos über das Mobilfunknetz zu verschicken.

Zum Seitenanfang