Android
AndroidGoogle entwickelt sein Betriebssystem Android immer weiter. Den Start in Deutschland machte Version 1.5 (Cupcake).© Google

Android: Googles freies Smartphone- und Tablet-OS

Android ist eines der beliebtesten und am weitesten verbreiteten Smartphone-Systeme der Welt. Googles OS ist quelloffen und wird daher von zahlreichen Smartphone-Herstellern eingesetzt, die ihre jeweiligen Oberflächen über das System legen.

Filmfans erinnert der Begriff Android(e) vermutlich zuerst an den aus Star Trek bekannten Maschinenmenschen Data. Im Mobilfunkbereich bezeichnet der so futuristisch anmutende Name allerdings die quelloffene Smartphone- und Tablet-Plattform des Suchmaschinengiganten Google. Ein wenig Science-Fiction darf es dann aber doch sein, denn das offizielle Android-Logo weist einige Ähnlichkeit zu dem aus Star Wars bekannten Roboter R2D2 auf.

Die Geschichte des Betriebssystems von Google

T-Mobile G1Das T-Mobile G1 war das erste Handy, bei dem das Betriebssystem Android vorinstalliert war. ©

Android ist eine Plattform und ein Betriebssystem von Google. Der Suchmaschinenriese hat die Software aber nicht selbst erfunden oder gar neu entwickelt. Erfinder war nämlich Andy Rubin (Softwareentwickler), der Ende 2003 Android als Firma gegründet hat. Im Fokus stand damals eine Software, die auf Digitalkameras laufen und für deren Bedienung verantwortlich sein sollte. Auch dabei handelte es sich nicht um eine vollständige Neuentwicklung, sondern um bestehende Komponenten, die miteinander vereint wurden. Das Fundament bildet ein Linux-Kernel (Betriebssystemkern). Mitte 2005 entschloss sich Google, Android zu kaufen. Ende 2007 gab man die Weiterentwicklung des mobilen Betriebssystems bekannt, das seither die Firma Open Handset Alliance, ein Tochterunternehmen des Webgiganten, durchführt.

Am 21. Oktober 2008 ging die erste Android-Version offiziell an den Start, das dazu passende Gerät war das HTC Dream. In den USA wurde es als T-Mobile G1 vermarktet, der Release war am 22. Oktober 2008.

Heute gibt es insgesamt 10 "Haupt"-Versionen von Android, von 1.x bis 10. Das "x" steht für die "Zwischen"-Versionen, zum Beispiel 1.1 und 1.5. Anfang 2020 wurde Android 10 frei gegeben. Die Version wird im Herbst von Android 11 abgelöst.

Android bleibt ungeschlagener Marktführer

Hat man nicht gerade ein iPhone, dann ist auf nahezu jedem Smartphone das offene Android (Open Source) installiert. Bereits zu Anfangszeiten setzten viele Handyhersteller sehr schnell auf das freie OS, so etwa Samsung, HTC, Motorola, LG oder Sony Mobile (ehemals Sony Ericsson). Ein Grund für den Android-Boom war von Anbeginn vor allem auch der rasant wachsende Android Market, seit März 2012 unter dem Namen "Google Play". Die Handelsplattform für Android-Software und Apps avancierte innerhalb kürzester Zeit nach Apples App Store zur zweitgrößten ihrer Art weltweit.

In der Vergangenheit haben selbstverständlich einige (wie Microsoft mit Windows Phone) versucht, den Marktführer zu stürzen. Das war bisher aber nicht von Erfolg gekrönt. Und es ist davon auszugehen, dass Google noch lange Marktführer sein wird. Ende 2019 betrug der Marktannteil von Android in Deutschland 75,8 Prozent, iOS (Betriebssystem von Apple) kam hingegen auf 23,7 Prozent (Quelle: Statista). Weltweit hält Android demnach beim Absatz von Smartphones einen Anteil von über 89 Prozent inne.

Android-Versionen im Überblick

Die ersten in Deutschland verfügbaren Geräte trugen die Versionsnummer 1.5 (Codename: Cupcake). Ab Version 1.6 (Donut) gibt es die kostenlose Navigation, die zum Kartendienst Google Maps gehört. Ab Version 2.0 (Eclair) unterstützen die Androiden die Exchange-Infrastruktur, die viele Unternehmen für ihr Mailsystem nutzen. Zudem ermöglicht die Software die Verwendung einer LED-Leuchte als Blitz für die eingebaute Kamera.

  • Android 2.2 - "Froyo"
    Version 2.2 - benannt nach der amerikanischen Spezialität Frozen Yogurt (Froyo) - bedeutete einen großen technologischen Sprung. Die Software unterstützt im Unterschied zu den mobilen Apple-Geräten die Flash- Technologie von Adobe. Per Kabel oder WLAN kann das Gerät zum Modem für den PC oder Laptop werden. Außerdem lassen sich Smartphones mit Android 2.2 als WLAN-Hotspot einsetzen, also als Funkstation, über die Computer ins Netz kommen.
  • Android 2.3 - "Gingerbread"
    Version 2.3 Gingerbread unterstützt diverse Standards, die beim Abspielen von Multimedia-Inhalten im Netz helfen. Auch die Nahfunk-Technologie Near Field Communication (NFC) wird damit unterstützt - sie soll zum Beispiel beim bargeldlosen Zahlen mit dem Handy zum Einsatz kommen, erste Pilotprojekte laufen bereits.
  • Android 3.0 - 3.0 "Honeycomb"
    Anfang 2011 kam zudem ein auf Tablet-Computer zugeschnittenes Android auf den Markt. Version 3.0 - Codename Honeycomb (Honigwabe) - ist extra für den Einsatz auf einem größeren Bildschirm ausgelegt. Zudem soll das System Grafik deutlich schneller verarbeiten und somit für mehr Spaß beim Spielen sorgen.
  • Android 4.0 - "Ice Cream Sandwich"
    Android 4.0 heißt Ice Cream Sandwich - also Waffeleis. Sie führt die Software-Varianten für Smartphones und Tablet-Computer wieder zusammen. Ein nachgeschobenes Update mit der Versionsnummer 4.1 Jelly Bean sorgt mit einer besseren Performance, einer überarbeiteten Spracherkennung und Benutzeroberfläche für mehr Komfort. Mit Version 4.2 wurde es erstmals möglich, Benutzerkonten einzurichten. Außerdem wurden die Sicherheitseinstellungen verbessert. Das jüngste Update auf Version Android 4.3 ("Jelly Bean") bringt unter anderem Nutzerkonten mit beschränkten Nutzungsrechten und Open GL-Support für bessere Grafikleistungen.
  • Android 4.4 - "KitKat"
    Im Oktober 2013 stieß Android 4.4 ("Kitkat") zur Süßspeisen-Parade. Das Betriebssystem hatte unter anderem eine Schlankheitskur hinter sich: Nur noch 512 Megabyte sind erforderlich, um den Schokoriegel zum Laufen zu bringen, so dass auch Low Budget Geräte davon profitieren können. Außerdem sind Drucker leichter einzubinden und Google schiebt seine Dienste stärker in den Vorderund: So ist GDrive standardmäßig vorinstalliert und Google Now wird als eigener Homescreen prominenter platziert. Auch die SMS-Funktion ist verschwunden: Textnachrichten werden jetzt über "Hangouts" verschickt. Auf Wunsch können in der Telefon-App häufig genutzte Gesprächspartner als erstes angezeigt werden.
  • Android 5.0 - "Lollipop"
    Mit Android 5.0 ("Lollipop") hat Google das Design seines Betriebssystems überarbeitet. Neue Farben und Animationen traffen auf eine effizientere Akkunutzung und neue Sicherheitsfunktionen. Eine davon war Samsung Knox. Knox ermöglichte die private und berufliche Nutzung auf dem einem Gerät; beide Bereiche konnten getrennt werden, sodass Samsung-Smartphones sich immer besser auch als Business-Smartphones eignete. Mit Android 5.0 wuchs auch das System für Smartphones und Tablets mit dem für Android-Smartwatches, Android Wear, zusammen.
  • Android 6.0 - "Marshmallow"
    Android 6.0 trägt den Namen Marshmallow. Mit dieser Version konnten Nutzer erstmals mithilfe eines Berechtigungs-Managements installierten Apps manuell Rechte, wie die Nutzung der Kamera oder des Standortes, zuweisen. Zusätzlich gab es nun eine Funktion namens “Android Pay“, die zunächst in den USA eingeführt wurde. Diese ermöglichte die Hinterlegung von Kreditkartendaten, welche bei einem Kauf nicht an den Händler weitergegeben wurden. Zahlungen konnten nur durch Apps ausgelöst werden, die Android Pay integriert hatten. Die Akkulaufzeit und der Fingerabdrucksensor wurden ebenfalls mit Android 6.0 verbessert. Auch “Google Now“ sollte mit einem neuen Feature namens "Now on Tap“ noch schlauer gestaltet werden.
  • Android 7 "Nougat"
    Android 7 wurde im August 2016 veröffentlicht. Zunächst versah Google aber nur seine eigenen Smartphones, die Nexux-Reihe, mit dem neuen Betriebssystem. Dier Version brachte unter anderem den Download von Sicherheitsupdate im Hintergrund und eine neue Grafik-API mit sich. Eine weitere Neuerung war die Einführung des Mehrfenstermodus.
  • Android 8 "Oreo"
    Mit Android 8 versprach Google für längere Akkuzeiten zu sorgen. Das wollte das Unternehmen erreichen, indem es den Datenhunger der Apps in die Schranken verweist. Auch Hintergrund-Apps wurde eine Aktivitätsbeschränkung auferlegt. Zum ersten Mal bot Android systemweit die Möglichkeit an, das Eingabefelder automatisch fertig ausgefüllt werden. Mit Android 8 ist außerdem Google Play Protect als Sicherheitsapp mit an Bord.
  • Android 9 "Pie"
    2018 ging Android 9 an den Start. Erneut sind längere Akkulaufzeiten ein Versprechen von Google. Außerdem sollte die Version intelligente Funktionen mit sich bringen und durch die Analyse des Nutzungsverhaltens Vorschläge für weitere passende Anwendungen machen. Ein Beispiel: Markiert der User einen Ort in einer Textpassage, bot sich Google Maps mit bereits vorgefertigter Ortseingabe zur weiteren Verwendung an. Zudem konnte das Programm in Messenger-Chat automatisch kontextbezogene Antworten liefern.
    Android 10
  • Seit Android 10 verzichtet Google auf Tradition mit den Süßigkeiten als Namenserweiterung, angeblich, um eine global verständliche Namensgebung zu erzielen und Missverständnisse zu vermeiden. Das automatische Antworten, das bereits in der 9er-Version verfügbar war, wurde bei der neuen Version deutlich weiterentwickelt. Außerdem bietet Android 10 einen Dark Mode, mit dem nicht nur der Stromverbrauch gedrosselt, sondern auch die Augen geschont werden können. In Sachen Datenschutz gibt es beispielsweise die Neuerung, dass die Erlaubnis der Standort-Abfrage nur während der aktiven Nutzung einer App zulässig ist.

Welche Version ist am eigenen Gerät installiert?

Die auf dem eigenen Gerät installierte Version kann man ganz einfach herausfinden. Hierfür ruft man die Einstellungen auf und tippt auf den Menüpunkt: "Über das Telefon" beziehungsweise auf "Telefoninfo". Je nach Hersteller wird jetzt die Android-Version angezeigt, andernfalls ist noch ein weiterer Klick nötig. Bei einigen Samsung-Modellen zum Beispiel muss nach "Telefoninfo" noch zusätzlich "Softwareinformationen" ausgewählt werden.

Tipp: Verfügt die Einstellungen-App über eine Suchleiste, dann kann auch diese verwendet werden.

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