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Zugangsprofile bei der FRITZ!Box einrichten - so einfach geht es

Um Zugangsprofile einrichten zu können, bieten die FRITZ!Box-Modelle von AVM mehrere Optionen an. Vom Contentfilter bis hin zum Zeitbudget: So schränkt man die Nutzung des Internets in den eigenen vier Wänden ein.

02.08.2021, 16:14 Uhr
AVM Fritz!Box 7590 AXMit den Zugangsprofilen bei der FRITZ!Box kann ganz gezielt festgelegt werden, wann wer auf welchen Webseiten unterwegs sein darf.© AVM

Ein großer Teil aller Internetnutzer verwendet die FRITZ!Box des Herstellers AVM als Schnittstelle zwischen Haushalt und Internet. Die Wenigsten machen sich dabei jedoch praktische Funktionen wie die Möglichkeit zur Einrichtung von Zugangsprofilen zunutze. Dabei bieten Zugangsprofile nicht nur die Möglichkeit für das Einrichten einer Kindersicherung, sondern können auch beim Stromsparen helfen.

Kindersicherung bei der FRITZ!Box einrichten

Im Angesicht rasant steigender Zahlen von problematischer Internetnutzung oder sogar Internetabhängigkeit ist ein gewisses Maß an Kontrolle gerade beim Nachwuchs enorm wichtig. Schätzungen zufolge gelten hierzulande 560.000 bis 1,5 Millionen Menschen als onlineabhängig (Quelle: Verband Pro Psychotherapie e.V).

Unter diesem Aspekt kann das Erstellen von Nutzungsprofilen für den Nachwuchs nicht nur nützlich sondern notwendig sein. Gerade in der heutigen Zeit sind ungeeignete Inhalte im Netz leichter zu erreichen als jemals zuvor. Durch spezielle Zugangsprofile können Anwender spezifischen Geräten eigene Rechte geben und Beschränkungen auferlegen.

Dazu gehört neben dem gezielten Sperren bestimmter Seiten und Inhalte auch die Verknüpfung mit einem Zeitkonto. Über ein solches bekommt der Nachwuchs ein tägliches Zeitbudget für die Online-Nutzung. Ist dieses aufgebraucht, kann erst am Folgetag weiter gesurft werden. Gleichzeitig ist auch der Internetzugang zu bestimmten Uhrzeiten beschränkbar. Für einzelne Geräte kann der Zugang über das heimische Netzwerk auch komplett gesperrt werden.

Strom sparen mit FRITZ!Box-Zugangsprofilen

In den meisten Haushalten läuft der Router im 24-Stunden-Dauerbetrieb mit unveränderten Einstellungen. Gerade, wenn die FRITZ!Box dauerhaft auf voller Leistung funkt, kostet das unnötig Strom. Durch ein uhrzeitgesteuertes Zugangsprofil lässt sich das Problem beseitigen. Warum also nicht die Sendeleistung nachts oder bei Abwesenheit zur Arbeitszeit deutlich reduzieren oder das nicht benötigte WLAN gar ganz abschalten? Das spart je nach FRITZ!Box-Modell ordentlich Strom und damit bares Geld.

  • Zugangsprofile erstellen

    Zugangsprofil Fritz!Box

    Standardmäßig sind bereits drei unterschiedliche Nutzungsprofile verfügbar. Es können aber weitere angelegt und hier jeweils definiert werden, ob es zeitliche, inhaltliche oder sogar anwendungsspezifische Einschränkungen geben soll.

  • Netzwerkanwendungen und Inhalte einschränken

    Fritz!Box Einstellungen Zugangsprofile

    Listen für erlaubte Internetseiten und Netzwerkanwendungen, die anschließend innerhalb der Profile zugeordnet werden können, werden unter dem Reiter Listen bearbeitet. Wer die Netzwerkanwendungen innerhalb der Profile nicht findet, muss die erweiterte Ansicht über die drei Punkte ganz oben rechts aktivieren.

  • Bevorzugte Geräte und Anwendungen festlegen

    Fritz!Box Filter Priorisieren

    Neben den Vorgaben für bestimmte Zugangsprofile kann auch festgelegt werden, welche Geräte und Anwendungen im Netzwerk bevorzugt werden sollen, wenn es mal zu einer vollen Auslastung der Internetverbindung kommen sollte.

Zugangsprofile Schritt für Schritt einrichten

Die Einstellmöglichkeiten für Zugangsprofile sind umfangreich. Wer nun allerdings glaubt, dass die Einrichtung kompliziert ist, irrt sich. Das Einrichten ist auch für Technik-Laien schnell und einfach möglich. Und so geht's:

1. Einloggen im Backend der FRITZ!Box. Dieses ist über http://fritz.box im Browser aufrufbar. Mit der Eingabe des FRITZ!Box-Passworts und dem Klick auf "Anmelden" ist dieser Schritt erledigt.

2. Zu den Zugangsprofilen gelangen Nutzer über den Reiter "Internet" > "Filter". In der sich zeigenden Übersicht sind alle Geräte aufgelistet, die derzeit im Netzwerk aktiv sind oder es zuletzt waren.

3. Über den Reiter "Zugangsprofile" > "Neues Zugangsprofil" lässt sich ein neues Profil einrichten.

4. Anschließend öffnet sich ein selbsterklärendes Menü, in dem sich alle Einstellungen angefangen vom Zeitbudget bis hin zur Content-Sperre mit wenigen Klicks festlegen lassen.

5. Ist das Zugangsprofil angelegt, muss dieses nur noch einem Geräte bzw. mehreren Geräten zugeordnet werden. Dazu muss unter dem Reiter "Kindersicherung" zunächst ein Gerät ausgewählt werden. Nach der Auswahl kann dem Gerät über "Zugangsprofil" ein Profil zugeordnet werden. Mit einem Klick auf "Übernehmen" ist alles eingerichtet.

Optionen von der Zeitbeschränkung bis zum Internetfilter in der Übersicht

Die Optionen, die Hersteller AVM bei der Einrichtung von Zugangsprofilen bietet, sind vielfältig. Sie reichen von minutengenauen Zeitbeschränkungen über Content-Filter und das reduzieren der Sendeleistung bis hin zum Abschalten des WLAN-Gastzugangs.

  • Zeitbeschränkung: Durch klassische Zeitbeschränkungen lässt sich die FRITZ!Box zu bestimmten Tageszeiten vom Internet trennen. Das blockiert einerseits die Internetnutzung, spart auf der anderen Seite aber auch Sendeleistung und damit Strom. Zeiten können gezielt an bestimmten Tagen für bestimmte Zeiträume festgelegt werden.
  • Content-Filter: Über ungeeignete Inhalte müssen sich nicht nur Eltern Gedanken machen. Immerhin lauert in den Tiefen des Internets so manche Seite, auf denen es vor Trojanern und anderer Schadsoftware nur so wimmelt. Über den Content-Filter lassen sich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Bei den FRITZ!Box-Zugangsprofilen haben Anwender zwei Möglichkeiten zur Einrichtung eines Internetfilters. Dies funktioniert beispielsweise über eine Blacklist, über die explizite Seiten wie z.B. Facebook gesperrt werden können. Alternativ lässt sich per Whitelist die Anzahl der nutzbaren Seiten auf einen genau definierten Kreis einschränken.
  • Dienste beschränken: Noch weiter ins Detail können Anwender mit der Einschränkung von Diensten über den Abschnitt "Gesperrte Netzwerkanwendungen" gehen. Hier lassen sich für spezifische Geräte SSH, Telnet oder FTP-Anwendungen sperren. Das verhindert beispielsweise, dass Dienste wie BitTorrent genutzt werden können. Diese kommen häufig zur Anwendung, um auf illegalem Weg Musik, Filme und Spiele herunterzuladen. Wer im jeweiligen Zugangsprofil die ausklappbare Liste der gesperrten Anwendungen nicht finden kann, geht in der Nutzeroberflache oben Links auf die drei Punkte. Hier kann die erweiterte Ansicht aktiviert werden. Unter dem Reiter "Filter" und dem Menüpunkt "Listen" wurde bereits eine Auswahl hinterlegt, die aber natürlich ergänzt und bearbeitet werden kann.
  • Extra-Tickets: Speziell für Kinder kann sich das Einrichten von sogenannten Extra-Tickets lohnen. Über den Reiter "Tickets" können Anwender so etwa Extra-Nutzungszeit von z.B. 30 Minuten definieren. Um diese Zeit zu gewähren, lässt sich ein solches Ticket beispielsweise ausdrucken. Der dort abgebildete Code kann dann vom gesperrten Gerät aus eingegeben werden.
  • Aufteilen von ZeitbudgetGerade wenn es um den Nachwuchs geht, macht es Sinn, bei begrenztem Internetbudget dieses auf mehrere Geräte aufzuteilen. Das funktioniert bei der FRITZ!Box mit nur einem einzigen Profil gleich für mehrere Endgeräte. So ist eine kinderleichte Aufteilung auf das Smartphone, den PC und die Spielkonsole möglich.
  • Gastzugang sperren: Der WLAN-Gastzugang ist ein Einfallstor, um Profilsperren zu umgehen. Technikaffiner Nachwuchs kennt diese Schwachstelle in der Regel. Über die Zugangsprofile der FRITZ!Box ist aber auch der WLAN-Gastzugang abschaltbar.

Ein Zugangsprofil darf nicht mit dem Gastzugang verwechselt werden. Letzterer kann über den Reiter "WLAN" aktiviert werden. Besucher surfen dann zu den Bedingungen des standardmäßig vorhandenen Zugangsprofils "Gast". Wer nicht möchte, dass der Nachwuchs diese Rechte besitzt, kann in einem gesonderten Zugangsprofil den Gastzugang sperren.

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