Zeittarif
Langsames Internet© Calado / Fotolia.com

Was ist ein Zeittarif?

Immer schneller, immer leistungsfähiger - mit diesen Schlagworten lässt sich die preisliche und qualitative Entwicklung der Internettarife in den vergangenen Jahren zusammenfassen. Die Ära der Zeittarife ist sowohl im Mobilfunk als auch beim DSL vorbei.

Zeittarife sind ein einfaches Tarifmodell - schließlich kennt man das Internetsurfen mit einer Modem- oder ISDN-Verbindung noch von früher. Sie kaufen jeden Monat eine bestimmte Anzahl an Stunden und können diese "versurfen". In Zeiten von Flatrates gibt es Tarife, die nach Zeit abrechnen, kaum noch, und das genannte Modell gar nicht mehr. Man findet eine Abrechnung nach Zeit im Festnetzbereich quasi nur noch im Internet by Call.

Wie funktionieren Zeittarife?

Zeittarife berechnen sich - wie der Name schon sagt - nach der Zeit, die Sie online sind. Berechnet wird also die Verbindungsdauer mit dem Online-Provider. Dabei ist es in der Regel egal, wie viele Daten Sie während dieser Zeit abrufen - sie können theoretisch also beliebig viele Dateien (MP3, Filme, Software etc.) und Internetseiten downloaden bzw. abrufen. In der Praxis wird das kaum eine Rolle spielen, denn Internet by Call erlaubt nur sehr geringe Downloadraten.

Zeittarife eignen sich demnach nur für Surfer, die ganz gelegentlich mal online gehen und keine aufwändigen Dienste nutzen. Da heutzutage DSL und Kabelinternet oder auch LTE weit verbreitet und die Tarife erschwinglich sind, nimmt die Bedeutung immer weiter ab. Beim Internetzugang mit ISDN oder Modem muss man also auf die Uhr schauen, um die Verbindungsentgelte kontrollieren zu können. Eine permanente Internetverbindung ist innerhalb eines Zeittarifs also ungünstig, zumal sich auch die Preise zwischenzeitlich ändern können.

Zeittarife im Mobilfunk

Bei Tarifen für Handys und Smartphones wird die Internetverbindung ebenfalls nicht nach Zeit abgerechnet. Hat man keine Flatrate gebucht, kommt in der Regel auch kein Zeittarif zum Tragen, sondern es wird das Volumen berechnet. Als Nachfolger klassischer Zeittarife könnte man vielleicht noch Prepaid-Tarife für mobiles Internet nennen. Mit dem Laptop kann man sich teilweise statt Monatsflatrates sehr kurze Zeitabschnitte von 30 Minuten oder einer Stunde buchen. Ähnlich verfahren auch manche Hotels oder Kreuzfahrtschiffe. Weiter gibt es Tagesflatrates, die dann erst aktiviert werden, wenn man zu surfen beginnt. Auch das könnte als eine Art Zeittarif betrachtet werden, obwohl dennoch auch das Volumen in diesen Fällen begrenzt ist.

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