Anleitung

Zeitschaltung bei der Fritz!Box aktivieren und Strom sparen

WLAN abschalten und so den Stromverbrauch reduzieren. Dazu besitzen viele Fritz!Box-Modelle von AVM eine WLAN-Zeitschaltung. Wir zeigen, wie Sie die Funktion aktivieren und korrekt verwenden.

06.08.2021, 16:08 Uhr
AVM Fritz!Box 7590 und 7530© AVM Computersysteme Vertriebs GmbH

Ein Router ist in der Regel immer an und verbraucht ununterbrochen Strom. Es kann daher sinnvoll sein, ihn in Zeiten, in denen kein Internet benötigt wird, auszuschalten. Dafür sprechen auch weitere Argumente. Regelmäßig den Router ausschalten kann jedoch ebenso Nachteile mit sich bringen. Eine Alternative ist es, lediglich das WLAN zu deaktivieren.

Das dient folgenden Zwecken:

  • Stromkosten senken
  • nächtlichen Hackerangriffen vorbeugen
  • Strahlenbelastung senken

Was spricht dagegen, den Router auszuschalten?

Wenn Sie den Router regelmäßig nachts oder bei Abwesenheit ganz ausschalten beziehungsweise den Stromstecker ziehen, ist dies die effektivste Methode, Strom zu sparen. Router sind allerdings für den Dauerbetrieb konzipiert und das regelmäßige Aus- und wieder Einschalten erhöht den Verschleiß.

Dagegen spricht auch, dass am Router angeschlossene Telefone vorübergehend nicht funktionieren. Es gehen keine Anrufe ein und aus, in einem Notfall müssten Sie den Router erst wieder hochfahren, damit Sie wieder telefonieren können. Diagnosetools der Provider überwachen außerdem fortwährend den Netzbetrieb ihres Verantwortungsbereiches, um etwaige Störungen frühzeitig zu registrieren. Je nach Provider und dessen Überwachungssystem könnte ein immer wieder ausgeschalteter Router zu einer Fehlinterpretation und unerwünschter Maßnahme wie etwa der Drosselung der Bandbreite führen.

Softwareaktualisierungen erfordern eine Verbindung

Oft sind Router so eingestellt, dass sie nachts automatisch nach Updates suchen und installieren. Die Aktualisierungen sind wichtig, da die Nutzung veralteter Software zu Betriebsfehlern und ungewünschten Sicherheitslücken führen kann.

Ist der Router nachts ausgeschaltet, sollten daher die Updatezeiten angepasst werden - sofern der Provider und die Gerätekonfiguration es ermöglichen. Andernfalls bleibt Ihnen nur die regelmäßige manuelle Überprüfung der Software-Aktualität.

WLAN deaktivieren umgeht Probleme

Sie umgehen diese potenziellen Probleme, indem Sie einfach das WLAN deaktivieren, statt den Router auszuschalten. Dadurch bleiben Sie telefonisch erreichbar, da an den Router angeschlossene Telefone weiterhin funktionieren. Die Deaktivierung des WLANs löst auch beim Provider keinen potenziellen Fehlalarm aus. Ebenso bleibt die Softwareaktualität bei automatischer nächtlicher Überprüfung erhalten.

Je nach Einstellung ist es lediglich möglich, dass beispielsweise die nächtliche Updatesuche angeschlossener Geräte wie dem Smartphone nicht mehr funktioniert. Hier müssen Sie wiederum die Einstellungen der mobilen Geräte ändern - entweder die zeitliche Konfiguration, die Updatesuche über das Mobilnetz zu erlauben oder auf eine manuelle Überprüfung wechseln.

WLAN ausschalten - so funktioniert's

Um das WLAN einer Fritz!Box auszuschalten, können Sie entweder direkt am Router mithilfe der WLAN-Taste das heimische Funknetzwerk de- und aktivieren oder Sie rufen über die Benutzeroberfläche die WLAN-Zeitschaltung auf und konfigurieren die gewünschten Zeiten, in denen das WLAN ausgeschaltet werden soll.

Das Deaktivieren zu festen Zeiten eignet sich vor allem dann, wenn Sie das WLAN immer zu festen Tages- und Nachtzeiten deaktivieren wollen. Der Zeitplan ist hingegen hilfreich, wenn sich etwa Arbeits- und nächtliche Ruhezeiten unterscheiden. Am Wochenende könnte eine zu frühe Deaktivierung des WLANs nicht ideal sein, wenn im Haus etwa noch gestreamt oder gespielt wird.

  1. Rufen Sie per Browser die Benutzeroberfläche der Fritz!Box über http://fritz.box auf.
  2. Wählen Sie im linken Menü "WLAN" > "Zeitschaltung" an. Wenn Sie eine ältere Fritz!Box besitzen, finden Sie den entsprechenden Eintrag unter "System" > "Nachtschaltung".
  3. Aktivieren Sie die WLAN-Zeitschaltung, indem Sie einen Haken bei "Zeitschaltung für das WLAN-Funknetz verwenden" setzen.
  4. Entscheiden Sie nun, ob sich das WLAN täglich zu identischen Zeiten deaktivieren soll oder zu unterschiedlichen Zeiten. Für Letzteres nutzen Sie die Zeitplan-Funktion.
  5. Geben Sie nun die Zeiten ein, in denen das WLAN abgeschaltet werden soll.
  • Zeitschaltung aktivieren

    AVM Fritz!Box Zeitschaltung

    Die Zeitschaltung des WLANs ist standardmäßig deaktiviert. Über die Benutzeroberfläche der Fritz!Box können Sie die Funktion aktivieren und dabei unterscheiden, ob Sie das WLAN täglich zu festen Zeiten deaktivieren wollen oder nach unterschiedlichen Zeiten mithilfe des Zeitplans.

  • Zeitplan konfigurieren

    AVM Fritz!Box Zeitschaltung

    Wenn Sie sich für den Zeitplan entschieden haben, können Sie für jeden einzelnen Tag der Woche individuelle Zeiten festlegen, in denen das WLAN aktiv oder abgeschaltet werden soll.

Tipp: Ganz exakt lassen sich die täglichen Aktivitäten im Internet nicht immer absehen. Damit das WLAN nicht automatisch deaktiviert wird, während noch Internetaktivitäten stattfinden, ist bei der Fritzbox-Konfiguration eine gesonderte Einstellungsmöglichkeit gegeben. Ist diese in der Benutzeroberfläche aktiviert, wird das Funknetz erst ausgeschaltet, wenn kein angeschlossenes Gerät mehr aktiv ist.

Router ausschalten bei Abwesenheit

Bei längerer Abwesenheit können Sie abwägen, ob der Router für diesen Zeitraum nicht ganz abgeschaltet oder vom Stromnetz getrennt werden sollte. Zu berücksichtigen ist, dass in diesem Fall ein eventuell angeschlossener Anrufbeantworter nicht mehr funktioniert. Anders als beim täglichen Aus- und wieder Einschalten dürfte das durch providerseitige Diagnosesysteme weniger als Störung der Verbindung beziehungsweise schwankende Funktionalität registriert werden.

Alternativ bietet es sich zur Reduzierung des Stromverbrauchs wiederum an, stattdessen nur das WLAN zu deaktivieren und zusätzlich in dem Zeitraum nicht benötigte Telefone vom Gerät zu trennen. Dasselbe gilt auch für eventuell angeschlossene USB-Geräte wie etwa Speichersticks, Festplatten und Drucker.

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