WLAN-Netzwerk

WLAN richtig einrichten: Das ist zu beachten

Notebooks, Smartphones, Smart-TVs und andere internetfähige Geräte greifen zuhause auf WLAN zu, um eine Verbindung mit dem Internet zu erhalten. Wie man ein WLAN-Netzwerk einrichtet und was dabei zu beachten ist, zeigt unser Ratgeber.

Netzwerk© rukanoga / Fotolia.com

Zu Hause und im Büro ist WLAN das Maß aller Dinge, um Geräte untereinander und mit dem Internet zu verbinden. Bevor das passiert, muss jedoch die Einrichtung der WLAN-Verbindung erfolgen - und wie das im Detail funktioniert, erklärt dieser Ratgeber.

WLAN einrichten: die ersten Schritte

Gehen wir davon aus, dass es sich um einen brandneuen, WLAN-fähigen Router handelt. Der Hersteller spielt in diesem Fall keine Rolle, da der Weg zu funktionsfähigem WLAN im Grunde immer gleich aussieht. Bestenfalls liefert natürlich der Hersteller oder der Mobilfunker eine Installationsanleitung mit. Zuerst sind die folgenden Schritte auszuführen:

  1. Jedes technische Gerät braucht Strom - sodass der Router zwangsweise in der Nähe einer Steckdose installiert werden muss. Da über den Router (zumindest in Privathaushalten) meist auch die Verbindung mit dem Internet realisiert wird, sollte das Gerät auch in der Nähe des Telefon- oder Kabelanschlusses montiert werden.
  2. Nach der Verbindung mit dem Stromnetz schaltet sich der Router ein. Einen separaten Ein- und Ausschalter haben moderne Router nicht - sie sind rund um die Uhr in Betrieb.
  3. Ein Router kann nicht sofort alle Funktionen bereitstellen. Das Gerät wird einige Minuten brauchen, bevor WLAN, Internet, Telefonie & Co. bereitstehen. Dies wird der Router mit einigen am Gerät installierten LEDs signalisieren. Im Handbuch des Routers wird genau beschrieben sein, wann der Router einsatzbereit ist.

Ob WLAN zur Verfügung steht oder nicht, hängt ein wenig vom genauen Modell ab. Einige Router schalten WLAN einfach standardmäßig ein, deaktivieren lässt es sich nicht. Andere wiederum bieten einen Knopf am Gerät. Nach Betätigen des WLAN-Knopfes dauert es mitunter wieder einige Momente, bevor das Netzwerk aufgebaut ist.

Zugriff auf die WLAN-Verbindung

WLAN RouterAktives WLAN zeigen WLAN-Router meist über eine eigene LED an.© Andre Bonn / Fotolia.com

Nun muss die WLAN-Verbindung eingerichtet und damit für andere Systeme bereitgestellt werden. Hier existieren zwei Optionen:

  • Der Router wird mit einem Ethernet-Kabel mit einem Notebook oder Desktop-PC verbunden. Von dort erfolgt die weitere Einrichtung.
  • Der Router wird direkt via WLAN mit einem Gerät wie einem Notebook, Tablet, Smartphone oder Desktop-PC verbunden.

Erstere Möglichkeit ist ein wenig leichter umzusetzen, da nur eine Kabelverbindung notwendig ist - fertig. Wer sich für Option Nummer 2 entscheidet, muss einen anderen Weg gehen.

Dazu gilt es, das Gerät - also etwa ein Notebook - einzuschalten. In Windows 10 werden verfügbare WLAN-Verbindungen unten rechts angezeigt. Nach einem Klick auf das Netzwerksymbol sind alle in der Nähe befindlichen Geräte sichtbar. Der Router trägt normalerweise einfach seinen Gerätenamen. Ist das eigene Gerät identifiziert, öffnet ein Klick darauf ein Feld, um das Passwort für die WLAN-Verbindung einzugeben. Das im Auslieferungszustand vergebene Passwort befindet sich für gewöhnlich direkt am Gerät (etwa auf einem Aufkleber an der Seite oder unter dem Router) oder im Handbuch. Nach Eingabe des Passwortes wird die Verbindung aufgebaut und die weitere Einrichtung kann folgen.

WLAN einrichten und freigeben

Um auf die Oberfläche des Routers zuzugreifen und WLAN einzurichten, ist ein Browser notwendig. In der Adresszeile müssen nun bestimmte URLs eingegeben werden, die vom Hersteller des Routers abhängig sind. Bei der Telekom ist es beispielsweise http://speedport.ip, bei AVM handelt es sich um http://fritz.box. Nach Eingabe der Adresse erfolgt eine Aufforderung zur Eingabe des Gerätepasswortes (das ebenfalls direkt am Gerät auf einem Aufkleber oder im Handbuch zu finden ist).

In der nun folgenden Benutzeroberfläche des Routers ist auch eine Einstellung für WLAN-Verbindungen zu finden. Hier darf und sollte der Nutzer folgende Einstellungen vornehmen:

WLAN-RouterPer WLAN erhalten Geräte wie Notebooks, Smartphones & Co. drahtlosen Zugriff auf das Internet.© Ronen / Fotolia.com

Änderung des Namens der WLAN-Verbindung

Es ist zu empfehlen, den Namen der WLAN-Verbindung zu ändern, um das Netzwerk in Zukunft einfacher zu identifizieren. Der Fachbegriff für diesen Namen lautet SSID, gelegentlich verstecken einige Router den Namen hinter dieser Bezeichnung.

Änderung des WLAN-Passwortes

Unbedingt sollten Anwender das Passwort ändern, denn das am Gerät befindliche Passwort lässt sich mit einem Blick auf den Router sehr leicht herausfinden. Es sollte ein komplexes Passwort zu vergeben sein, das im besten Fall aber noch immer relativ einfach zu merken ist. Auf keinen Fall sollten Passwörter wie "abc123" zum Einsatz kommen.

Kontrolle weiterer WLAN-Einstellungen

Die Signalstärke sollte immer auf 100 % eingestellt sein, um eine bestmögliche Verbindungsgeschwindigkeit zu garantieren. Bei Routern, die sowohl das 2,4- als auch 5,0-GHz-Frequenzband unterstützen, sollten beide Optionen eingeschaltet werden. So können moderne Geräte wie Notebooks und Smartphones, die 5,0 GHz unterstützen, mit höherer Geschwindigkeit auf den Router zugreifen und untereinander kommunizieren.

Wo diese Einstellungen genau zu finden sind, unterscheidet sich leider von Router zu Router. Das WLAN-Netzwerk ist im Anschluss vollständig eingerichtet.

Verbindungsaufbau mit anderen Geräten

Sollen nun andere Geräte, wie zusätzliche Computer, Notebooks, Tablets, Smartphones, Smart-TVs oder Konsolen mit dem Netzwerk verbunden werden, muss in der Software dieser Geräte das passende WLAN-Netzwerk ausgewählt werden. Den entsprechenden Namen haben wir im vorherigen Schritt vergeben. Weiterhin notwendig ist das vergebene Passwort. Sobald diese Informationen eingeben wurden, sollte der Verbindungsaufbau sofort erfolgen und gelingen.

Achtung: WLAN-Passwörter unterscheiden zwischen Groß- und Kleinschreibung. "Beispiel" ist also nicht dasselbe Passwort wie "beispiel". Sollte das Gerät wiederholt ein falsches Passwort melden, kann die Kontrolle der Groß- und Kleinschreibung oft die Lösung sein.

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