Mail-Müll

Spam reduzieren - einfache Tipps helfen

Sie werben für Potenzpillen und Kredite und versuchen an unsere Daten zu kommen: Spam-Mails machen je nach Berechnung zwei Drittel bis drei Viertel aller E-Mails aus. Einige Tipps helfen bei der Reduzierung des Spam im eigenen Mailpostfach.

21.02.2020, 09:01 Uhr
Spam© Marjan Veljanoski / Fotolia.com

Spam stammt oftmals von Rechern aus den USA, Russland und China, die jedoch häufig - meist unbemerkt von den Benutzern - Teil eines Bot-Netzwerkes sind. Gegen die Versender an sich helfen nur technische Lösungen, aber einiges kann auch der Privatverbraucher tun, wenn er gegen Spam in seinem Postfach vorgehen will.

E-Mail-Adresse geheim halten

Grundregel Nummer eins ist im heutigen Internetzeitalter, mit der persönlichen E-Mail-Adresse behutsam umzugehen. Spammer schicken elektronische Suchroboter aus, die das Netz systematisch nach Adressen durchforsten. Wer also seine E-Mail-Adresse auf der eigenen Homepage, in Diskussionsforen oder auch in Gästebüchern hinterlässt, darf sich nicht wundern, wenn das eigene Postfach schon bald mit Werbung überflutet wird.

Ungewöhnliche Mailadresse wählen

Die E-Mail-Adresse sollte möglich ungewöhnlich sein und nicht dem üblichen Muster Max.Mustermann@provider-xy.de folgen. Mail-Adressen mit ungewöhnlichen Zahlen- und Ziffernfolgen wie Max_Mustermann81@provider-xy.de erschweren Spammern das erfolgreiche Versenden von unerwünschten Mails.

Zweitadresse einrichten

In diesem Zusammenhang ist es ratsam, Zweitpostfächer einzurichten – etwas bei einem der zahlreichen Freemail-Anbieter. Wird diese E-Mail-Adresse zugespamt, so kann der Nutzer sich einfach eine neue Mail-Adresse zulegen. Während man sich mit der Zweitadresse für Newsletter, Gewinnspiele oder Online-Portale anmeldet, bleibt die erste Adresse weiter für Familie und Freunde aktiv. Eine Alternative sind Wegwerfadressen. Hierunter versteht man E-Mail-Adressen, die nur kurzzeitig funktionieren. Sie leiten vorübergehend die elektronische Post an die Hauptadresse weiter, danach wird die Zweitadresse gelöscht – möglicherweise an diese Adresse gesendeter Spam läuft ins Leere. Ein Anbieter, der einen solchen Dienst anbietet, finden Sie unter www.spamgourmet.com.

Adresse tarnen

Wer seine private Adresse im Internet angeben muss, hat die Möglichkeit, diese geschickt zu tarnen. Statt dem klassischen Name@abc.de, wäre es beispielsweise eine Idee, "Name (at) abc.de" anzugeben. Internetnutzer werden diese Schreibweise verstehen, Suchroboter hingegen verstehen sie nicht ohne weiteres. Auch die Angabe der Mailadresse in Form einer Bilddatei bietet sich als Alternative an. In Online-Communities wie Facebook sollte die eigene Mailadresse verborgen und nur Freunden zugänglich gemacht werden. Dies lässt sich vielfach in den jeweiligen Datenschutz-Einstellungen anpassen.

Nie auf Spam antworten

Sollten Sie bereits Opfer einer Spam-Attacke geworden sein, gilt als oberstes Gebot: Auf keinen Fall antworten! Unseriöse Werbe-E-Mails bieten zuweilen die Möglichkeit, durch eine Antwort von künftigen Sendungen verschont zu bleiben. Wer aber eine entsprechende Nachricht abschickt, zeigt den Spammern vor allem, dass diese Adresse regelmäßig genutzt wird. Folge: Statt weniger Spam erhält man umso mehr unerwünschte Nachrichten. Die Mail also am besten einfach löschen.

Spamfilter-Einsatz

Wenn das eigene Postfach bereits unter der Zustellung zahlreicher Spam-Mails zusammenbricht, ist auch der Einsatz eines Spamfilters sinnvoll. Das ist ein Programm, das Werbenachrichten aus der elektronischen Post herausfiltern kann. Dabei ist allerdings nicht ausgeschlossen, dass auch erwünschte Mails im Spam-Mülleimer landen – Kontrolle ist also angesagt. Die Anbieter kostenloser Mailadressen wie GMX, Yahoo oder web.de bieten Spam-Filter als Gratis-Grundschutz an. Fortgeschrittene können sich zum Beispiel unter www.spampal.de ein Anti-Spam-Programm besorgen, das sie nach eigenen Wünschen erweitern und umgestalten können.

Wie Spam-Profis Geld machen

Es gibt professionelle Spammer, deren Geschäft das Ausspähen fremder E-Mail-Adressen ist. Sie durchforsten mit speziellen Suchprogrammen das Netz nach Adressen mit dem @-Zeichen, stöbern in Mailverzeichnissen und kaufen Adresslisten auf. Auch per Zufallsgenerator werden Adressen bei den großen Mail-Anbietern ausprobiert. Die gesammelten E-Mail-Adressen nutzen die Anbieter dubioser Produkte, die ihre Werbung massenhaft aussenden lassen. Wenn dann nur einer von Tausenden etwas bestellt oder seine Bankdaten preisgibt, kann sich das für die Spammer lohnen.

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