Powerbank
Powerbank mit KabelnDie Kapazität einer Powerbank wird in Milliamperestunden angegeben. Das ist aber bei weitem nicht der einzige wichtige Wert.© REDPIXEL / Fotolia.com

Powerbank: Stromversorgung für unterwegs

Die Powerbank ist für viele kaum noch wegzudenken. Wer vor der Anschaffung steht, könnte durch Angaben zu Kapazität, Anschlüssen und Ladegeschwindigkeit schnell verwirrt sein. Welche Größen und Merkmale spielen bei einer Powerbank eine Rolle?

Im digitalen Zeitalter möchte kaum ein Mensch auf ein Tablet oder Smartphone verzichten. Allerdings kann es unterwegs schwierig werden, den Akku aufzuladen, sobald er leer ist. Hierbei hilft eine Powerbank, die im Grunde genommen ein mobiler Akku ist und unterwegs andere Geräte aufladen kann.

Grundlagenwissen zur Powerbank

Eine Powerbank ist ein Energiespeicher, um mobile Geräte mit Strom zu versorgen, selbst wenn keine Steckdose in der Nähe zu finden ist. Sie besteht aus einem Gehäuse, einer Entlade- und Ladesteuerung, einer Inputeinheit (Ladeeingang), einer Outputeinheit (Anschlüsse) und einem Akkumulator. Ist die Powerbank selbst aufgeladen, lassen sich über ihre Anschlüsse (häufig USB, Micro-USB und Rundbuchse) zum Beispiel Notebooks, Tablets, Digitalkameras, GPS-Geräte, MP3-Player und Drohnen aufladen.

USB-C-KabelUSB Power Delivery (PD) kann die per USB erhältliche Energiemenge auf bis zu 100 Watt steigern.© Niphon Subsri / Fotolia.com

Welche Anschlüsse sind wichtig?

Wer mehrere Geräte gleichzeitig laden möchte, sollte beim Kauf der Powerbank darauf achten, dass auch mehrere Anschlüsse vorhanden sind, die zu den entsprechenden Geräten passen. Notebooks benötigen zum Beispiel eine Rundbuchse. Um das Lightning-Kabel bei iPhones zu koppeln, ist ein USB-A-Anschluss erforderlich. USB-C-Anschlüsse sind zum Beispiel bei manchen Laptops notwendig und können für beschleunigtes Aufladen - auch bei Android-Smartphones und iPhones - sorgen. Es gibt sogar Powerbanks mit regulärer Steckdose. Damit können sogar größere Geräte aufgeladen und betrieben werden. Wer beim Kauf einen Anschluss außer Acht gelassen hat, kann aber mit entsprechenden Adaptern etc. Glück haben. Sogar Kabel für die Verbindung von USB-C auf DC (Rundbuchse) sind im Handel erhältlich.

Missverständnisse bei der Kapazität

Die Kapazität einer Powerbank wird in Milliamperestunden (mAh) angegeben und sagt aus, wie viel Energie der jeweilige Akku speichern kann. Hat ein Smartphone beispielsweise einen Akku mit einer Kapazität von 3.000 mAh, muss die Mindestkapazität für das einmalige Aufladen mit der Powerbank deutlich darüber liegen. Warum sind es nicht genau 3.000 mAh?

Die Kapazität und die Häufigkeit, mit der ein Smartphone aufgeladen werden kann, führt oft zu Missverständnissen. Das liegt daran, dass oftmals außer Acht gelassen wird, dass Smartphones und Powerbanks mit unterschiedlichen Netzspannungen arbeiten und bei der Spannungsumwandlung Energie verloren geht.

Wie lange muss eine Powerbank laden?

Wie schnell das Smartphone mit Hilfe einer Powerbank oder der Energiespeicher selbst wieder aufgeladen kann, erkennt man an Angaben zur Ladegeschwindigkeit in Ampere (A). Unter Output finden sich Angaben dazu, wie schnell ein angeschlossenes Gerät aufgeladen werden kann. Input verrät wiederum, wie schnell die Powerbank selbst wieder aufgeladen werden kann. Bei einer Ampere-Angabe von 0,5 dauert das Aufladen entsprechend lange. Bei mehr als 4,5 Ampere sieht das deutlich besser aus. Bei einer Kapazität von 20.000 mAh, hängen die Geräte in der Regel mindestens sechs Stunden an der Steckdose, bis sie wieder voll aufgeladen ist. Für eine hohe Ladegeschwindigkeit wird aber auch ein entsprechendes Netzteil benötigt.

Ampere berechnen

Zusammenhang von Watt, Volt Hab Volt gefunden und Ampere

Ampere ist aber nicht die einzige physikalische Größe, die für die Geschwindigkeit beim Laden wichtig ist. Hinzu kommen noch Watt (W) und Volt (V). Ampere beschreibt die Stromstärke, Volt die Spannung und Watt bezeichnet die Leistung. Mit folgender Formel wird die Leistung errechnet:

Watt = Volt x Ampere

Wird also für den USB-Ausgang die Angabe von 5 Volt gemacht und das Smartphone kann mit 2,4 Ampere geladen werden, liegt die Ladeleistung bei 12 Watt.

Umgekehrt ist natürlich auch die Volt-Angabe der Powerbank für deren Ladegeschwindigkeit wichtig. Bei vielen Powerbanks werden z.B. Angaben wie "Micro-USB-Input: 5V/2A, 9V/2A" gemacht. Die jeweilige Volt-Angabe muss dann vom Netzteil unterstützt werden. In diesem Beispiel liegt die maximale Leistung bei 18 Watt.

Wie schnell laden leistungsstarke Powerbanks Geräte wieder auf?

Eine Powerbank mit einer Ausgangsleistung von 18 Watt kann andere Geräte schneller aufladen, als eine Powerbank mit 12 Watt Ausgangsleistung. Volt und Ampere unterscheiden sich aber von Gerät zu Gerät. Wie schnell ein Gerät dann aufgeladen werden kann, das an eine Powerbank angeschlossen wurde, hängt also von mehreren Komponenten ab. Auch das Verbindungskabel und die Ladeleistung vom Handy spielen eine Rolle. Eine Powerbank, die über USB-C (PD) superschnelles Laden bietet, kann nicht ihre maximale Leistung erbringen, wenn das Smartphone das schnelle Laden nicht unterstützen kann. Mehrere Powerbank-Hersteller arbeiten aber daran, unterschiedliche Techniken zusammenzuführen. Beispiele sind hier Anker mit "PowerIQ" oder Ravpower mit "ismart".

Welche unterschiedlichen Größen gibt es?

Powerbanks lassen sich in drei Formate einteilen, die jeweils mit unterschiedlichen Kapazitäten ausgestattet sind:

Kleine Powerbank:

Die kleinsten Powerbanks wiegen nur 100 g und sind nicht sehr groß, sodass sie bequem in die Hosentasche passen. Manche sind so groß wie ein Lippenstift. Meist ist mit ihnen nur ein einmaliges Aufladen möglich. Ihre Kapazität beträgt weniger als 1.000 mAh.

Mittlere Powerbank:

Mit mittleren Powerbanks ist ein Aufladen zwischen 7 und 10 Mal möglich, je nach Kapazität. Mittlere Powerbanks haben die Größe eines Taschenbuchs. Ihre Kapazität beträgt 1.000 bis 30.000 mAh.

Große Powerbank:

Die größten Powerbanks gehören zum Profi-Equipment. Sie können 10 Mal und häufiger mobile Endgeräte aufladen und bringen ca. 1 kg oder mehr auf die Waage. Je nach Model können sie sogar mehrere Geräte gleichzeitig aufladen. Ihre Kapazität beträgt mehr als 30.000 mAh.

Wie lagere ich die Powerbank richtig?

Wird die Powerbank für einen längeren Zeitraum nicht verwendet, ist es empfehlenswert, sie nicht mit einem bis oben hin aufgeladenen Akku einzulagern. Sie sollte zumindest teilweise entladen sein. Darüber hinaus ist ein trockener, kühler und vor Licht geschützter Ort für die Aufbewahrung der Powerbank erforderlich. Das kann zum Beispiel ein unbeheizter Abstellraum oder der Keller sein. Eine Raumtemperatur von 16 bis 18 Grad Celsius ist hierbei optimal.

Eine Powerbank sollte jedoch nicht über viele Monate hinweg eingelagert werden, da sich ansonsten der Akkumulator nach einiger Zeit allein entlädt.

Welche Faktoren können das Aufladen beeinflussen?

Das Aufladen kann durch das Alter der Powerbank, der Temperatur des Akkus, den aktuellen Ladezustand und der Außentemperatur beeinflusst werden.

Welche Powerbank-Systeme gibt es?

Beispiele wären hierbei:

  • Outdoor-Powerbanks
  • USB-Powerbanks
  • Dynamo-Powerbanks
  • Solar-Powerbanks
  • Powercase-Powerbanks
Zum Seitenanfang