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Passwort-Manager im Vergleich: Passwörter sicher verwalten

Mit einem Passwort-Manager kann man für all seine Accounts unterschiedliche, sichere Passwörter wählen, ohne sie sich alle merken zu müssen. Wie sieht ein sicheres Passwort aus, was macht ein Passwort-Manager und welche sind empfehlenswert?

Internetsicherheit© xiaoliangge / Fotolia.com

Jeder Internetnutzer hat in der Regel mehrere Accounts. Sei es für soziale Netzwerke, für E-Mail-Konten oder um in Online-Shops einkaufen zu können. Ein fester Bestandteil bei der Erstellung eines Accounts ist das Passwort, denn mit dessen Hilfe soll sich am Ende tatsächlich nur die richtige Person einloggen können.

Kommt es allerdings im Laufe der Zeit zu mehreren Konten, dann muss man sich auch immer mehr Kombinationen merken. Es sei denn, man verwendet das gleiche Passwort für mehrere Accounts, wovon sämtliche Experten natürlich abraten. Das Problem ist mit einem Passwort-Manager besser gelöst. Ein solcher Passwort-Safe ist auch dann interessant, wenn man bei der Vergabe meist zu sehr einfachen Zahlen und Buchstaben greift, obwohl man weiß, dass man das besser vermeiden sollte.

So generiert man ein sicheres Passwort

Bei jeder Suche nach einem Passwort ist die Verlockung groß, dass man eine einfach Kombination, wie das Geburtsdatum oder den Vornamen, verwendet. Viele nehmen es dann auch gleich für mehrere Accounts, sodass Hacker im Ernstfall ein leichtes Spiel haben. Das gilt es jedoch zu verhindern und auf sichere Passwörter zu setzen. Grundsätzlich sollte ein sicheres Kennwort aus mindestens acht Zeichen bestehen und Buchstaben, Zahlen und Sonderzeichen beinhalten. Logische Kombinationen, wie "12341234" sind genauso ein No-Go wie Wörter, die man im Wörterbuch finden kann.

Eine Strategie für ein sicheres Passwort ist, sich einen Satz auszudenken und zum Beispiel jedes erste Zeichen davon zu benutzen. Beispiel: "Morgen werde ich 8 Liegestütze machen und 3 Käsebrote essen". Als Passwort sähe das dann so aus: "Mwi8Lmu3Ke". Am Ende kann man zusätzlich noch Sonderzeichen integrieren, um noch besser abgesichert zu sein. Und keine Sorge, man muss sich die Kombinationen nicht merken, denn diese Aufgabe nimmt einem der Passwort-Manager ab.

Diese Aufgaben und Vorteile hat ein Passwort-Manager

Mit einem Passwort-Safes muss sich der Nutzer keine komplizierten Kennwörter mehr merken. Stattdessen übernimmt das der Passwort-Manager, wobei das Grundprinzip immer gleich ist. Man erstellt bei der Einrichtung ein Master-Passwort und fügt anschließend alle eigenen Kennwörter in die Software ein. Viele Programm arbeiten zudem eng mit verschiedenen Browsern zusammen, sodass die Daten beim Einloggen automatisch ausgefüllt werden. Möchte man Zugriff auf die Passwörter haben, dann muss man sich einfach nur mit seinem Master-Passwort einloggen und schon kann man alle Details einsehen.

Der größte Vorteil eines Passwort-Managers ist, dass man sich am Ende nur mehr ein einziges Master-Kennwort merken muss. Das Passwort aufzuschreiben ist an sich auch nicht verkehrt, nur der Aufbewahrungsort muss stimmen. Selbstverständlich sollte man sein Master-Kennwort nicht an andere weitergeben.

Ein weiterer Vorteil ist, dass viele Passwort-Manager nicht nur für den Computer, sondern beispielsweise auch für das Smartphone zur Verfügung stehen. Sie arbeiten also plattformübergreifend, was den Komfort erhöht. Zu guter Letzt kann man mithilfe der Software komplexere Kombinationen bei der Account-Erstellung wählen und man hat alle Passwörter an einem Ort.

LastPass Passwort-Manager

LastPass: "LastPass" zählt zu den bekanntesten Passwort-Managern und setzt unter anderem auf eine einfache Einrichtung. Das heißt, man muss im Browser einfach nur die Erweiterung installieren und schon erfolgt der Einrichtungsprozess. Ein separates Programm ist nicht notwendig. LastPass speichert die Zugangsdaten für Internetseiten und für Apps, auch ein Formularassistent ist vorhanden. Neben dem Zufallsgenerator, der zur Erstellung komplexer Kennwörter dient, ist auch der Notfallzugriff interessant. Damit kann man quasi einer vertrauten Person einen Zweitschlüssel überreichen. Der Passwort-Safe ist kostenlos, kann aber durch einen Premium-Account (3 Dollar/Monat) um weitere Funktionen erweitert werden.

Dashlane Passwort-Manager

Dashlane: Alternativ kann man sich für den Passwort-Manager "Dashlane" entscheiden. Die Software kann problemlos mit den anderen mithalten und punktet mit einem hilfreichen Tutorial nach erfolgter Installation. Der etablierte Dienst speichert unter anderem Passwörter und Profile, gearbeitet wird wie auch bei den anderen hier vorgestellten Passwort-Managern, mit der AES-256-Verschlüsselung. Die Bedienung ist so einfach wie bei LastPass, bei Nutzung auf nur einem Gerät gibt es das Basispaket kostenlos. Sind mehrere Geräte vorhanden oder sollen mehr als 50 Passwörter gespeichert werden, dann ist ein Griff zur Premiumvariante für 3,33 Euro im Monat (Stand April 2019) notwendig.

1Password Passwort-Manager

1Password: Der Passwort-Manager "1Password" wird gern von Apple-Nutzern verwendet, es gibt ihn aber für alle wichtigen Browser und Betriebssysteme. Optisch ist der Passwort-Safe sehr gelungen, der Funktionsumfang ist dem von LastPass sehr ähnlich, etwa mit dem Passwort-Generator und dem automatischen Hinzufügen von Passwörtern aus Apps oder Webseiten. Eine Besonderheit ist, dass man den Passwort-Safe nicht nur mit einem Master-Passwort entsperren kann, sondern je nach Gerät auch mit dem Fingerabdruck. Testen kann man "1Password" 30 Tage lang, bei dauerhafter Nutzung wird jedoch ein monatlicher Betrag von rund 3 Dollar fällig.

Drei beliebte Passwort-Safes im Vergleich

Grundsätzlich ähneln sich viele Passwort-Manager sowohl vom Aussehen her als auch, was den Funktionsumfang betrifft. Wer jedoch eine kostenlose Verwendung bevorzugt, der ist mit "LastPass" gut bedient. Beschränkt sich die Geräteanzahl auf eines, dann ist auch "Dashlane" eine Option. "1Password" ist besonders für Apple-Nutzer interessant.

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