Kabelfernsehen
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Kabelfernsehen im Umbruch: Ausbau des HD-Angebots

Das klassische Kabelfernsehen ist im Wandel. Die großen Kabelnetzbetreiber setzen auf digitale Kabelanschlüsse und die Ausweitung des HD-Angebots. Zudem wartet Kabel-TV mit flexiblen Empfangsformen auf: Zeitversetztes Fernsehen oder mobiler TV-Empfang.

Vodafone Kabel Deutschland und PŸUR: HD-Angebot wächst

Die Zahl der HD-Sender bei den Anbietern Vodafone Kabel Deutschland (in allen 16 Bundesländern aktiv) sowie PŸUR (Schwerpunkt im Osten Deutschlands) nimmt stetig zu. Die öffentlich-rechtlichen HD-Sender sowie einige andere Sender sind frei verfügbar, andere HD-Programme sind dagegen meist Bestandteil eines kostenpflichtigen Programmpakets. Für einen digitalen Kabelanschluss fallen, zusätzlich zu den Kosten für das gewählte TV-Paket, jeweils monatliche Kabelanschlussgebühren von bis zu knapp 21 Euro im Monat an. Dieser Preis gilt bei Abschluss eines Einzelnutzervertrags. Häufig sind die Kabelanschlussgebühren bei Mietwohnungen bereits über die Nebenkosten abgedeckt.

Die Kabelnetzbetreiber stellen ihren Kunden die zum Empfang von Kabelfernsehen erforderlichen Receiver oder Recorder je nach Anbieter und abonniertem TV-Paket kostenlos oder zur monatlichen Miete zur Verfügung. Die Empfangsgeräte sind in der Regel fit für HD, Recorder bieten dank integrierter Festplatte Features wie zeitversetztes Fernsehen - unabhängig von den festen Zeiten der TV-Sender.

Video on Demand und Online-Videotheken erweitern klassisches Kabelfernsehen

Hinzu kommt eine Ausweitung des Kabelfernsehangebots: Nicht nur die Zahl der Sender hat sich dank digitaler Anschlüsse in den vergangenen Jahren stetig erhöht. Auch neue Angebote wie Video on Demand sowie Online-Videotheken sind bei den Anbietern von Kabelfernsehen verfügbar. Produkte wie die Plattform GigaTV von Vodafone verknüpfen über eine Set-Top-Box lineare Inhalte sowie Online-Content aus dem Internet. Da die Kabelnetzbetreiber inzwischen äußerst leistungsfähige schnelle Internetanschlüsse mit Download-Geschwindigkeiten von bis zu 1 Gbit/s anbieten, können sie entsprechende Online-Angebote aus einer Hand realisieren. In Form von Triple Play ermöglichen die Kabelnetzbetreiber den Kunden neben dem klassischen Kabelfernsehen auch die Nutzung von Internet und Telefonie.

Dank des Booms von Smartphones und Tablets findet das Kabelfernsehen zunehmend seinen Weg auch auf mobile Geräte - per WLAN oder auch unterwegs per Mobilfunk. Damit wächst das Kabelfernsehen über seine eigentliche Reichweite hinaus.

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