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Kommentar zum Artikel: BREKO: FTTH-Glasfasernetze verbrauchen weniger Strom als Kupfernetze
Echte FTTH-Glasfasernetze ermöglichen nicht nur Gigabit-Internet, sondern sollen laut BREKO auch deutlich stromsparender sein als kupferbasierte Netze für VDSL und Vectoring. Das bestätigte jetzt ein wissenschaftliches Gutachten.
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  #1  (Permalink
Alt 28.05.2020, 12:19
phonefux phonefux ist offline
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Standard Da fehlt doch was in diesem bestellten Gutachten

Nämlich FTTB, was ja von den Breko-Unternehmen auch verbaut wird. Im Gutachten selber wird das zwar als eine Zugangsvariante aufgeführt, dann aber "zufällig" nicht mit untersucht.

Das wäre nämlich hochinteressant wie es da mit dem Stromverbrauch im Vergleich zu FTTC aussieht. Wenn ich mir ansehe, wieviele VDSL-Mini-DSLAMs und G.Fast-DPUs hier im Netcologne-Netz laufen und Strom verbrauchen, ohne das ein Anschluss drauf läuft oder vielleicht nur einer, würde ich diese Werte gerne einmal sehen. Ich könnte mir vorstellen, dass die mehr fressen als ein FTTC-Setup, wo in der Regel die Auslastung der MSANs höher sein dürfte. Das würde sich dann natürlich auch auf die Bilanz kombinierter FTTH-/FTTB-Netze auswirken.

Passt natürlich nicht in das Konzept des Lobbyverbandes hier, deshalb lässt man es gleich ganz aus der Betrachtung raus.
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  #2  (Permalink
Alt 28.05.2020, 13:23
Benutzerbild von robert_s
robert_s robert_s ist offline
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Standard AW: Da fehlt doch was in diesem bestellten Gutachten

Das entscheidende wie offenbarende steht doch drin:
Zitat:
Verglichen wurde der Stromverbrauch pro Bitrate.
Also wenn dann 250Mbit/s SVDSL gegen 1000Mbit/s FTTH gestellt wird, und beide pro Anschluss gleich viel Strom verbrauchen, kommt dabei raus, dass ersterer 3 mal mehr Strom pro Bitrate verbraucht

Sinnfrei, denn DSL-Anschlüsse lassen sich ja nicht auf Gigabit beschleunigen...
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  #3  (Permalink
Alt 28.05.2020, 15:57
dslworker dslworker ist offline
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Standard AW: Da fehlt doch was in diesem bestellten Gutachten

Guten Tag zusammen,
beim Vectoring braucht der Multiplexer am Strassenrand Strom
beim Glasfaseranschluß braucht jeder Kunde eine Optical Network Unit welche das optische Singal in Ehternet umwandelt. Ein seltsames Gutachten.
https://www.elektronik-kompendium.de...om/2401161.htm
__________________
dIe eInZIG vErNÜftiGE RecHTsChReibrefORM :
diE grOßSchReiBung geHÖrT AbGEscHaFfT
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  #4  (Permalink
Alt 29.05.2020, 00:36
NokDar NokDar ist offline
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Standard AW: Da fehlt doch was in diesem bestellten Gutachten

Zitat:
Zitat von dslworker Beitrag anzeigen
... beim Glasfaseranschluß braucht jeder Kunde eine Optical Network Unit welche das optische Singal in Ehternet umwandelt.
Welcher u.U. etwas weniger Energie verbraucht als ein entsprechendes xDSL-Modem (was wiederum jeder Kunde mit xDSL-Anschluss benötigt). Zudem entfällt bei FTTH auch noch der Energiebedarf für die (zahlreicheren) OutdoorDSLAM/MSANs, welche bei FTTC notwendig sind (dafür dann der OLT in der VSt. bei FTTH, welcher aber u.a. auch wesentlich mehr Kunden bedienen kann/könnte als ein üblicher OutdoorDSLAM). Also so seltsam ist das Gutachten diesbzgl. dann wohl doch nicht (zumindest wenn man die FTTB-Problematik außer Acht lässt)...

Geändert von NokDar (29.05.2020 um 00:41 Uhr)
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  #5  (Permalink
Alt 29.05.2020, 21:17
Benutzerbild von rezzler
rezzler rezzler ist offline
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Standard AW: Da fehlt doch was in diesem bestellten Gutachten

Zitat:
Zitat von dslworker Beitrag anzeigen
Guten Tag zusammen,
beim Vectoring braucht der Multiplexer am Strassenrand Strom
beim Glasfaseranschluß braucht jeder Kunde eine Optical Network Unit welche das optische Singal in Ehternet umwandelt.
Was natürlich wegfällt, wenn man gleich einen passenden Router hinstellt.

Zitat:
Zitat von NokDar Beitrag anzeigen
Welcher u.U. etwas weniger Energie verbraucht als ein entsprechendes xDSL-Modem (was wiederum jeder Kunde mit xDSL-Anschluss benötigt).
Und halt oft genug eins ist mit dem Router. Bei FTTH ist es halt ein zusätzliches Gerät.

Zitat:
Zitat von NokDar Beitrag anzeigen
Zudem entfällt bei FTTH auch noch der Energiebedarf für die (zahlreicheren) OutdoorDSLAM/MSANs, welche bei FTTC notwendig sind
Naja, in der Summe bzw. bei großen MSAN würd ich durchaus vermuten (!) das die FTTC-Variante vom absoluten Stromverbrauch her besser ist. Ich hab da aber auch schon lange nicht mehr draufgeschaut
__________________
"Mehr als 80 Prozent der Anschlüsse im Projektgebiet werden nach Ende der Maßnahme (Ende 2024) mit 100 Mbit/s oder mehr versorgt." (LK SLF-RU)

Also Ende 2024 noch knapp 20% der Anschlüsse unter 100 MBit/s. Geil.
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  #6  (Permalink
Alt 29.05.2020, 22:03
NokDar NokDar ist offline
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Standard AW: Da fehlt doch was in diesem bestellten Gutachten

Zitat:
Zitat von rezzler Beitrag anzeigen
Und halt oft genug eins ist mit dem Router. Bei FTTH ist es halt ein zusätzliches Gerät.
Oft genug != Immer. Von daher müsste man das u.U. sogar noch nicht einmal berücksichtigen (auch wenn das aktuell in der Masse bei FTTH noch anders gegenüber FTTC gehandhabt wird).

In der Anfangsphase von ADSL und später VDSL sah es auch nicht anders aus, auch da war DSL-Modem und Router (sofern überhaupt vorhanden) getrennt und mit der Zeit wird das auch bei FTTH in der Masse im IAD mit integriert sein (spätestens wenn irgendwann einmal in der Masse ausgerollt und auch erst dann kommt ein entsprechender Energiebedarfsvergleich dieser Art wirklich zum Tragen).
Von daher sollte man es bei solchen Berechnungen imo auch nicht mit berücksichtigen denn wenn es sich in der Masse etabliert, gibt es diesen Unterschied dann auch nicht mehr und kann dann so imo auch nicht mehr als prinzipieller Nachteil herangezogen werden.

Zudem es z.B. mit den FritzBoxen 5490, 5491, 5530 oder 5550 ggf. auch entsprechende Alternativen gibt bzw. absehbar geben wird (auch wenn die 549x-Modelle aufgrund der veralteten Plattform (7490) weniger attraktiv sind, diesen Nachteil könnte dann aber die 55xx-Reihe ausgleichen).

Ich würde daher z.B. schon eher den Energiebedarf eines eigenständigen xDSL-Modem (z.B. eines Vigor 165) mit dem Energiebedarf eines ONT (z.B. den neuen Sercomm ONT der Telekom) vergleichen und ich glaube, da sieht es eher schlecht aus für das DSL-Modem (wobei man zugeben muss, dass man den Vigor 165 bei Bedarf auch als Router verwenden könnte was mit dem o.g. ONT nicht geht).

Aber selbst wenn es separate Geräte mit FTTH sind und bei FTTC nicht, meine derzeit eingesetzte 7580 hat mit deaktiviertem xDSL-Modem einen niedrigere Leistungsaufnahme (und somit übrigens auch eine spürbar geringere Wärmeentwicklung) als mit aktiviertem xDSL-Modem und die Differenz ist ungefähr das, was der separate ONT benötigt. Also bei mir letztlich eher ein Nullsummenspiel bzgl. Energiebedarf (aber es bleiben zumindest die Vorteile bzgl. Energiebedarf beim Netzbetreiber im Vergleich zu FTTC oder gar FTTB).

Hinzu kommt, dass die derzeitige Anschlussgeschw. meines FTTH-Anschlusses (500Mb/s DS, 200Mb/s US) wohl eher kaum mit FTTC basierten erfüllt werden könnte. Also spätestens wenn man mit W/Mb/s rechnet ist man dann definitiv auch auf Kundenseite wieder im Vorteil gegenüber FTTC.

Bei einigen Kunden (die z.B. nur 50 oder 100Mb/s Anschlüsse mit FTTH haben) konnte ich sparsamere Fritzbox-Modelle mit etwas geringem Energiebedarf einsetzen wie z.B. die 4040 oder 7272 (anstatt bspw. 7490). Nur die (sparsame) 7412 geht nicht immer da meistens wenigstens ein LAN-Port benötigt wird. Aber ich kenne auch einen FTTH-Anschluss wo tatsächlich eine 7412 eingesetzt wird (dort wird eben nur WLAN und DECT verwendet).
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  #7  (Permalink
Alt 30.05.2020, 09:08
Silver2 Silver2 ist offline
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Standard AW: Da fehlt doch was in diesem bestellten Gutachten

Ich denke das wird sich nie bis ins letzte berechnen lassen.
Ist auch nicht nötig, solange es keine wirklich gravierenden Unterschiede gibt. Kommt noch dazu, dass es einem das ja auch durchaus Wert sein kann.

Was man bei xVDSL auch noch sehen muss ist, dass dort ja zusätzlich zu den MSAN vor Ort, ein gewisser Teil der aktiven Glasfaserstruktur zusätzlich läuft, denn die MSAN werden mit Glasfaser versorgt und das kommt auch nicht aus dem Nichts.

Aber wie schon gesagt, würde ich die Technologien nicht primär über den Stromverbrauch definieren.
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  #8  (Permalink
Alt 30.05.2020, 10:03
A1B2C3D4 A1B2C3D4 ist offline
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Standard AW: Da fehlt doch was in diesem bestellten Gutachten

Zitat:
Zitat von Silver2 Beitrag anzeigen
Ich denke das wird sich nie bis ins letzte berechnen lassen.
Da brauche ich nicht groß rechnen. FTTH < FTTC < FTTB
Zitat:
Zitat von Silver2 Beitrag anzeigen
Was man bei xVDSL auch noch sehen muss ist, dass dort ja zusätzlich zu den MSAN vor Ort, ein gewisser Teil der aktiven Glasfaserstruktur zusätzlich läuft, denn die MSAN werden mit Glasfaser versorgt und das kommt auch nicht aus dem Nichts.
Die Anbindung ins Internet brauchst du bei FTTB/H genauso.
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  #9  (Permalink
Alt 30.05.2020, 10:44
Silver2 Silver2 ist offline
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Registriert seit: 30.06.2000
Beiträge: 2.091
Standard AW: Da fehlt doch was in diesem bestellten Gutachten

Naja, je nach Netzstruktur eben nur bedingt...
Vom backbone oder tatsächlichen Zugang zum Internet / Carriern muss man nicht reden, da ist ja jeder Provider seines eigenen Glückes Schmid...

Aber bei xVDSL scheint es mir doch in etwa so zu sein:
- Endkunde: Verbrauch spielt keine Rolle, da grundsätzlich von eingesetzten Komponenten des Endkunden abhängig.
- MSAN: Braucht in Summe auf die Anschlüsse gerechnet den meisten Stromanteil
- Vermittlungsstelle (oder wo das dann eben angesiedelt ist): Aktive Komponenten, die wiederum den MSAN versorgen.

Bei der Telekom wird es wohl auch mit Rollout von FTTH so bleiben, da man wohl die dezentralen MSAN weiter nutzen möchte oder sogar noch zusätzliche, neue Kästen daneben stellt.

FTTH kenne ich hier in Schleswig-Holstein eher so:
- Endkunde
- PoP (quasi Vermittlungsstelle) mit aktiven Komponenten.
Das wars. Da gibt es keine Kästen mit aktiven Komponenten alle paar hundert Meter.
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  #10  (Permalink
Alt 30.05.2020, 10:55
NokDar NokDar ist offline
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Standard AW: Da fehlt doch was in diesem bestellten Gutachten

Zitat:
Zitat von Silver2 Beitrag anzeigen
Bei der Telekom wird es wohl auch mit Rollout von FTTH so bleiben, da man wohl die dezentralen MSAN weiter nutzen möchte oder sogar noch zusätzliche, neue Kästen daneben stellt.
Das wäre mir neu, entspricht auch nicht der bisherigen Praxis (OLT weiterhin in der VSt.). Neue Kästen ggf. ja (NVt.) aber die sind passiv, benötigen keine Energie.
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