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Kommentar zum Artikel: Bundesnetzagentur: Telekom enttäuscht von abgespeckter Glasfaserregulierung
Die Bundesnetzagentur will die Regulierung der Kupfernetze nicht auf die Glasfasernetze übertragen. Stattdessen reiche eine Regulierung "light" aus. Die Telekom zeigte sich von der Regulierungsbehörde enttäuscht.
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  #1  (Permalink
Alt 28.05.2019, 22:46
dslworker dslworker ist offline
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Standard Marktmacht der Telekom vs Regionalmonopol

sicherlich hat die Telekom bundesweit betrachtet eine Marktmacht.

In den Regionen wo die Telekom nicht ausbaut gibt es jedoch keine T-Marktmacht sondern ein Regionalmonopol des dortigen Wettbewerbers. Die Marktmacht ist deshalb eher eine statistische oder philosophische Betrachtungsweise.

Daher gehören alle Netze für die Wettbewerber geöffnet, damit aus Kundensicht auch ein Anbieterwettbewerb entsteht.
Der diskriminierungsfreie Zugang zum (Fernseh) Kabel ist daher überfällig.
__________________
dIe eInZIG vErNÜftiGE RecHTsChReibrefORM :
diE grOßSchReiBung geHÖrT AbGEscHaFfT
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  #2  (Permalink
Alt 28.05.2019, 23:40
Benutzerbild von robert_s
robert_s robert_s ist gerade online
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Standard AW: Marktmacht der Telekom vs Regionalmonopol

Zitat:
Zitat von dslworker Beitrag anzeigen
Daher gehören alle Netze für die Wettbewerber geöffnet, damit aus Kundensicht auch ein Anbieterwettbewerb entsteht.
...der dann aber auch nur auf bestehender Infrastruktur erfolgt. Neuausbauten kannst Du dann knicken, weil dann nur noch jeder abwartet, dass ein anderer ausbaut und man sich bei dem ins gemachte Nest setzen kann.

Ich finde Resale-Produkte auf der gleichen Infrastruktur und Technik relativ sinnfrei. Was gebraucht wird, ist ein "Ausbauwettbewerb", bei dem es sich für Netzbetreiber lohnt, eigene, neue Netze aufzubauen, weil sie dann die Gewinne selbst abschöpfen können. Und dazu ist die Öffnung der Netze für Wettbewerber der genau falsche Weg. Darf ein Anbieter sein Netz für sich behalten, dann müssen die anderen Anbieter entweder selber eigene aufbauen - oder auf Kundenpotenzial verzichten.
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  #3  (Permalink
Alt 28.05.2019, 23:54
wellmann wellmann ist offline
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Standard AW: Marktmacht der Telekom vs Regionalmonopol

Den "Ausbauwettbewerb" haben wir doch schon seit den 90ern. Das hat uns dahin geführt, wo wir jetzt sind.
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  #4  (Permalink
Alt 28.05.2019, 23:56
phonefux phonefux ist offline
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Standard AW: Marktmacht der Telekom vs Regionalmonopol

Nein, eben nicht, durch TAL-Miete, Resale, Bitstream & Co. haben wir (fast) einen reinen Preiswettbewerb. Schön billig für den Verbraucher, aber kaum neue Ausbauten.
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  #5  (Permalink
Alt 29.05.2019, 00:37
wellmann wellmann ist offline
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Standard AW: Marktmacht der Telekom vs Regionalmonopol

Außer der Telekom hätte doch jeder Glasfaser bauen und alle Gewinne selbst abschöpfen können.
Warum hat es kaum jemand gemacht? Weil da gar nicht die großen Gewinne warten, insbesondere nicht in der Höhe, daß da gleich mehrere Anbieter parallel FTTH ausbauen könnten. Fragt mal Google Fiber ...
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  #6  (Permalink
Alt 29.05.2019, 06:47
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Standard AW: Marktmacht der Telekom vs Regionalmonopol

Zitat:
Zitat von wellmann Beitrag anzeigen
Außer der Telekom hätte doch jeder Glasfaser bauen und alle Gewinne selbst abschöpfen können.
Warum hat es kaum jemand gemacht? Weil da gar nicht die großen Gewinne warten, insbesondere nicht in der Höhe, daß da gleich mehrere Anbieter parallel FTTH ausbauen könnten. Fragt mal Google Fiber ...
Du springst von der Vergangenheit in die Gegenwart, ohne mögliche Entwicklungen über die Zeit zu betrachten. Wenn Deine Aussage ist: "FTTH wird nie für irgendjemanden Gewinne abwerfen", liegst Du mit hoher Sicherheit falsch.

Stell' doch mal die Frage: "Wann wird es für einen der bestehenden Festnetzbetreiber in Deutschland teurer sein, nicht in FTTH investiert zu haben?".
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  #7  (Permalink
Alt 29.05.2019, 07:23
Benutzerbild von thom53281
thom53281 thom53281 ist offline
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Standard AW: Marktmacht der Telekom vs Regionalmonopol

Zitat:
Zitat von robert_s Beitrag anzeigen
Was gebraucht wird, ist ein "Ausbauwettbewerb", bei dem es sich für Netzbetreiber lohnt, eigene, neue Netze aufzubauen, weil sie dann die Gewinne selbst abschöpfen können.
Da wo aktuell irgendwelche Netzbetreiber mit Fördergeldern ausgebaut haben, wird wohl kaum ein zweiter in absehbarer Zeit noch ein Netz drüberbauen. Und gefördert wird nichts mehr, da ja schon ein Netz vorhanden ist. Diese Netze gehören geöffnet, da die Leute einfach sonst keine Wahl haben und mit den Tarifen/Produkten den regionalen Carriers leben müssen.

So schnell wird kein Anbieter flächendeckendes FTTH bauen, zumindest nicht da, wo bereits ein Regionalmonopol mit VDSL besteht.
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  #8  (Permalink
Alt 29.05.2019, 08:35
pufferueberlauf pufferueberlauf ist gerade online
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Standard AW: Marktmacht der Telekom vs Regionalmonopol

Die von Robert geforderte Situation für die ISPs liegt in den USA vor und hat bisher nicht zu einem Infrastrukturwettbewerb geführt. IMHO ist diese Theorie damit eigentlich widerlegt, der Hauptunterschied ist, dass in den USA der zögerliche Ausbau mit hohen Preisen einhergeht. Dann lieber zögerlichen Ausbau mit "guenstigen" Preisen, die Anführungszeichen verwende ich da IMHO die deutschen Internetpreise im europäischen Vergleich jetzt nicht Mal besonders niedrig sind.




Gruss
P.
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  #9  (Permalink
Alt 29.05.2019, 08:49
wellmann wellmann ist offline
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Registriert seit: 23.02.2000
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Standard AW: Marktmacht der Telekom vs Regionalmonopol

Zitat:
Zitat von robert_s Beitrag anzeigen
Stell' doch mal die Frage: "Wann wird es für einen der bestehenden Festnetzbetreiber in Deutschland teurer sein, nicht in FTTH investiert zu haben?".
Anscheinend erst in 10 oder 20 Jahren, so wie sich die deutschen Anbieter verhalten. Dein Anbieter ist gerade bemüht, für zweistellige Milliardenbeträge weitere Kupfernetze zuzukaufen.
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  #10  (Permalink
Alt 29.05.2019, 09:29
pufferueberlauf pufferueberlauf ist gerade online
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Registriert seit: 20.06.2013
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Standard AW: Marktmacht der Telekom vs Regionalmonopol

Zitat:
Zitat von robert_s Beitrag anzeigen
Du springst von der Vergangenheit in die Gegenwart, ohne mögliche Entwicklungen über die Zeit zu betrachten. Wenn Deine Aussage ist: "FTTH wird nie für irgendjemanden Gewinne abwerfen", liegst Du mit hoher Sicherheit falsch.

Stell' doch mal die Frage: "Wann wird es für einen der bestehenden Festnetzbetreiber in Deutschland teurer sein, nicht in FTTH investiert zu haben?".
Die grossen investieren doch alle bereits in GF, naemlich da wo es oekonomisch auch kurzfristig Sinn macht -> "Backbone" und Anschluss von Geschaeftskunden. Ob es ökonomisch ueberhaupt Sinn macht flaechendeckend* FTTH auszubauen ist eine IMHO noch nicht beantwortete Frage. Das dies aus gesellschaftlicher Sicht erstrebenswert ist bezweifle ich gar nicht, aber Deine Frage laesst sich nur aus ökonomischer Sicht beantworten. Und sowohl der FTTC-Ausbau der Telekom und der DOCSIS3.1-Ausbau der Kabler (einschliesslich des geplanten 10Gbps-Overlays ueber Coax) deuten an, dass keiner der grossen ISPs diesen Zeitpunkt schon gekommen sieht. Oder wenn man die Ankuendigung der Telekom ernst nimmt ab 2010/1 jaehrlich <= 2 Millionen FTTH-Anschluesse auszubauen, dann kan man bei ca. 40 Millionen Haushalten davon ausgehen, dass die Telekom diesen Punkt bei ca. 20 Jahren sieht.

Gruss
P.



*) Weshalb ja auch aktiv mit Fördermitteln dafür gesorgt werden muss, dass ein Ausbau überhaupt im "platten Land" stattfindet. Da drängt sich dann die Frage auf, wie Du bei Deinem "Infrastrukturwettbewerb ohne/mit wenig Regulierung" mit gefördertem Ausbau umgehen willst, soll erst der Steuerzahler den Löwenanteil der Kosten stemmen und dann der ISP dasselbe verlangen dürfen, wie in Gegenden in denen eigenfinanziert ausgebaut wurde?
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