#1  (Permalink
Alt 15.07.2012, 22:51
Baghee Baghee ist offline
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Registriert seit: 02.04.2008
Beiträge: 1.248
Standard Schon im Ansatz falsche Umfrage - und falsche Schlussfolgerung.

Wenn ich 2000 INTERNET-NUTZER befrage, bekomme ich keine Antworten von Leuten, die die Musik gar nicht erst über Internet empfangen können oder wollen.

Als Nächstes stellt sich die Frage, wie die Umfrage-Teilnehmer ausgewählt wurden. Wurde die Umfrage möglicherweise nur über die Websites der Streaming-Anbieter durchgeführt?

Das würde das Ergebnis der Umfrage natürlich vollkommen ad absurdum führen.

Und last but not least wird sich das Streaming von Musik erst dann wirklich als Alternative zum Besitz von Offline-Musik-Medien anbieten, wenn

1. mobiles Internet überall (auch indoor, z. B. im Supermarkt und im Hochhaus-Fahrstuhl) in ausreichender Geschwindigkeit verfügbar ist

2. Datentarife mit ausreichendem Highspeed-Traffic zu Schleuderpreisen verfügbar sind. Denn zu den Preisen für den Streaming-Dienst müssen noch die Kosten für den Datentransfer kalkuliert werden.

Bis dahin bleibt Musik-Streaming wohl ein Nischenprodukt, das nicht wirklich in Konkurrenz zur guten alten CD oder MP3-Datei treten kann.

Und nur, weil ein paar technophile Freaks und Fachmagazin-Redakteure jetzt einen Hype um das Musik-Streaming lostreten, heisst das noch lange nicht, dass das Medium auch tatsächlich massentauglich ist.
__________________
Those who would give up essential Liberty to purchase a little temporary Safety, deserve neither Liberty nor Safety. Benjamin Franklin, 1775
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  #2  (Permalink
Alt 16.07.2012, 10:52
mathek mathek ist offline
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Registriert seit: 30.04.2009
Beiträge: 61
Standard AW: Schon im Ansatz falsche Umfrage - und falsche Schlussfolgerung.

@Baghee

1) Wie wahrscheinlich ist es, dass eine auf Medien ausgerichtete Unternehmensberatung diese Anfängerfehler macht, die du beschreibst?
So etwas lernt man schließlich in den ersten Wochen von Marketing.

2) Jop ist es. Ich finde nur der Witz an dem Ganzen ist, dass man einen Unterschied macht ob ich eine Datei "besitze" oder "nur" per streaming hören kann. Ziemlich naive Vorstellung in einer digitalen Welt. Ich sehe da (praktisch) keinen Unterschied (juristische Interpretationen könnt ihr euch sparen ^^).
Die Internetverfügbarkeit ist natürlich entscheidend, aber es gibt schließlich auch einen Tarif bei dem man sich die Songs aufs Gerät downloaden kann, s.d. die Nachteile objektiv gesehen gar keine mehr sind!

Ich kann mich noch an viele andere Skeptiker erinnern: "Gibt es das Internet immer noch?"
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  #3  (Permalink
Alt 16.07.2012, 11:40
Baghee Baghee ist offline
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Registriert seit: 02.04.2008
Beiträge: 1.248
Standard AW: Schon im Ansatz falsche Umfrage - und falsche Schlussfolgerung.

Du unterstellst unabsichtliche Anfängerfehler - ich würde eher bewusste Manipulation des Ergebnisses durch die Vor-Auswahl der Befragten vermuten.

Denn auch das lernt man "in den ersten Wochen im Marketing": "Wie bekomme ich in einer Umfrage mein Wunschergebnis?"

Und für mich persönlich ist die (DRM-)Abo-Sklaverei keine Alternative zum Besitz von Träger-Medien - sei es eine CD oder eine MP3-HDD.

Zumal es zu den Streaming-Angeboten ja auch schon recht clevere Alternativen gibt, die für das gleiche Geld (ca. 10 Euro / mtl.) rechtlich problemlos nicht DRM-verkrüppelte, aber trotzdem qualitativ hochwertige und jederzeit offline verfügbare MP3s liefern.
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