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Kommentar zum Artikel: EnBW bietet jetzt auch DSL-Tarife an: Neun Monate zum Sparpreis
Der Energieversorger EnBW hält neben Energie nun auch DSL-Tarife mit Surfgeschwindigkeiten von bis zu 250 Mbit/s bereit. Neukunden sparen in den ersten neun Monaten und können sich zudem bis zu 160 Euro Wechselbonus sichern.
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Alt 26.04.2021, 15:05
h00bi h00bi ist offline
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Standard EnBW bietet jetzt auch DSL-Tarife an

Wäre interessant zu wissen ob es hierbei um ein Privatkundenangebot des Plusnet Portfolio handelt.
Das basiert ja auf dem ehemaligen QSC Netz und ist auch heute noch top.
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  #2  (Permalink
Alt 26.04.2021, 15:22
talk talk ist gerade online
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Standard AW: EnBW bietet jetzt auch DSL-Tarife an

Hallo zusammen,

Zitat:
Zitat von h00bi Beitrag anzeigen
Wäre interessant zu wissen ob es hierbei um ein Privatkundenangebot des Plusnet Portfolio handelt.
Das basiert ja auf dem ehemaligen QSC Netz und ist auch heute noch top.
Meiner Ansicht nach basiert EnBW DSL auf der Telekom-DSL-Plattform mit Routing über das Plusnet-Backbone (vermutlich L3-BSA, vielleicht auch L2-BSA).

Man hat bislang über Fonial bereits ein eigenes DSL-Endkundenangebot vermarktet, wobei es dort auch DSL 16 gab, welches zumindest teilweise über das Plusnet-eigene DSL-Zugangsnetz (also mit eigenen DSLAMs im Telekom-HVt) geschaltet wurde. Bei EnBW DSL fehlt diese DSL 16-Variante, es wird nur VDSL 50 / 100 / 250 angeboten. Diese Geschwindigkeiten können ja wegen Vectoring nur über das Telekom-Netz realisiert werden und nicht über das eigene DSL-Zugangsnetz.

Die guten Erfahrungen mit QSC/Plusnet aus der Vergangenheit dürften sich vermutlich meist auf das damals von QSC aufgebaute eigene DSL-Netz beziehen. Damals hat Bitstream über die Telekom nach meiner Erinnerung noch keine große Rolle bei QSC gespielt. Später wurde zwar VDSL immer wichtiger, aber dann gab es keine Privatkundenprodukte mehr bei QSC. Und das noch relativ junge Fonial DSL ist ja relativ exotisch, da gibt es wenige Erfahrungsberichte.

Im Grunde muß QSC/Plusnet seine DSL-Infrastruktur in den Jahren auch ziemlich umgebaut haben, mit einem zunehmenden Fokus weg vom eigenen DSL-Zugangsnetz hin zu Bitstream DSL über die Telekom.

Da wäre es interessant zu wissen:

- ... inwiefern man L2-BSA oder L3-BSA einsetzt

- ... an welchen / wievielen Standorten man an die Telekom DSL-Plattform angebunden ist

- ... ob man das eigene DSL-Backbone entsprechend ausgebaut hat, um jetzt wieder zunehmend auch Privatkunden versorgen zu können - und das auch noch mit schnelleren Anschlüssen als früher.

cu talk
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  #3  (Permalink
Alt 26.04.2021, 19:43
powerschwabe powerschwabe ist offline
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Standard AW: EnBW bietet jetzt auch DSL-Tarife an

Wiso läßt man es nicht einfach auch auf Netcom-BW laufen?
__________________
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ab 2015 - Telekom Hybrid S mit DSL384
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Alt 26.04.2021, 20:17
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rezzler rezzler ist offline
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Standard AW: EnBW bietet jetzt auch DSL-Tarife an

Zitat:
Zitat von talk Beitrag anzeigen
Da wäre es interessant zu wissen:

- ... inwiefern man L2-BSA oder L3-BSA einsetzt
L2-BSA würd ich ausschließen, da man dafür doch ein recht flächiges Gf-Netz bräuchte. Hab ich bis jetzt noch nicht gesehen. Und die alte Technik läuft in der Regel über Fremd-Glasfasern.
__________________
"Mehr als 80 Prozent der Anschlüsse im Projektgebiet werden nach Ende der Maßnahme (Ende 2024) mit 100 Mbit/s oder mehr versorgt." (LK SLF-RU)

Also Ende 2024 noch knapp 20% der Anschlüsse unter 100 MBit/s. Geil.
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  #5  (Permalink
Alt 26.04.2021, 22:44
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Standard AW: EnBW bietet jetzt auch DSL-Tarife an

Zitat:
Zitat von powerschwabe Beitrag anzeigen
Wiso läßt man es nicht einfach auch auf Netcom-BW laufen?

Mit den Netcom-BW-Preisen macht man keinen Stich im Wettbewerb und mit den EnBW-Preisen würden die Monopolgewinne im Netcom-BW-Gebiet verloren gehen. Technisch und rechtlich hat das EnBW-DSL-Angebot außerdem nichts mit NetcomBW zu tun.
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  #6  (Permalink
Alt 27.04.2021, 08:59
Benutzerbild von fruli
fruli fruli ist offline
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Standard AW: EnBW bietet jetzt auch DSL-Tarife an

sieht so aus @ Lesezeichen

Hier ist beides verfügbar.

Das EnBW-DSL wird i.ü. in einen etwaig vorhandenen Energieversorgungs-Kundendatensatz eingepflegt, NetCom BW läuft davon unabhängig.
__________________
So long.
fruli
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  #7  (Permalink
Alt 27.04.2021, 11:35
talk talk ist gerade online
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Standard AW: EnBW bietet jetzt auch DSL-Tarife an

Hallo zusammen,

Zitat:
Zitat von rezzler Beitrag anzeigen
L2-BSA würd ich ausschließen, da man dafür doch ein recht flächiges Gf-Netz bräuchte. Hab ich bis jetzt noch nicht gesehen. Und die alte Technik läuft in der Regel über Fremd-Glasfasern.
Wenn man "fremde" und "eigene" Glasfasern voneinander abgrenzen will, landet man bei der berühmten Frage: Wann ist ein Netz ein "eigenes" Netz? Nur wenn einem das Kabel gehört (nur in eigenem oder auch in fremden Leerrohr?), oder auch wenn man Dark Fiber angemietet hat (nur mit IRU oder auch bei einfachem Mietvertrag?) oder auch wenn man einfach eine Wellenlänge oder Bandbreite bei irgendeinem Carrier gebucht hat (bei dem sich dann ebenfalls die Frage der Realisierung stellt)?

Die Netzkarten auf den diversen Anbieter-Websites schweigen sich zu solchen technischen Details meist aus, dabei sind auch internationale Carriernetze oftmals aus verschiedenen Realisierungsvarianten (selbstverlegt, angemietete Fasern, angemietete Wellenlängen, angemietete Bandbreite, etc.) zusammengesetzt.

QSC/Plusnet und Telefonica dürften im Kernnetz vermutlich Dark Fiber von einem der gängigen LWL-Carrier haben. Die diversen DSLAM-Standorte in den Regionen (die Plusnet noch hat, Telefonica hingegen nicht mehr) könnten je nach Bedarf und verfügbaren Vorlieferanten über Dark Fiber oder Wellenlängen oder Bandbreiten angebunden sein. Warum sollte man dieses Prinzip für eine L2-BSA-Erschließung nicht genauso beibehalten?

Wenn z.B. Vodafone einen HVt- bzw. BNG-Standort im Ort X erschließen will und mit "eigenen" oder sagen wir mal "bereits bestehenden" Leitungen z.B. bis zum Bahnhof kommt, wird man ja auch die restliche Strecke im Ort irgendwie überbrücken müssen und hierfür nicht immer selbst den Bagger rausholen, sondern den "letzten Kilometer" evtl. bei der Telekom oder einem lokalen Carrier anmieten? Wobei sich dann natürlich auch die Frage stellt, ob es einen geeigneten Übergabepunkt gibt (in diesem Fall am Bahnhof oder schon "weiter vorne" in der Strecke) oder ob Telekom bzw. der lokale Carrier selbst noch eine Anbindung zu einer eigenen Trasse verlegen müssen.

Für viele BNG-Standorte müßte Plusnet inzwischen die Wahl zwischen Telekom, Vodafone, evtl. auch Versatel und/oder regionalen Carriern als Leitungslieferant haben. Dort kann man dann im einfachsten Fall halt eine GbE- oder 10GbE-Leitung zu einem halbwegs zentralen POP in den großen Rechenzentren bestellen. Soooo teuer ist das heutzutage doch nicht mehr? Da könnte manche HVt-Erschließung für ISDN oder einen ATM-DSLAM (mit 155 MBit/s) Ende der 90er oder in den 2000er Jahren unlukrativer gewesen sein?

Und wenn manche BSA-Standorte völlig abseits des restlichen Netzes liegen und/oder man in einer Region kaum Kunden hat, kann man solche Gebiete ja auch ersatzweise erstmal über L3-BSA statt L2-BSA versorgen und evtl. irgendwann nachträglich und nachfragegerecht ausbauen.

cu talk

Geändert von talk (27.04.2021 um 11:40 Uhr)
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  #8  (Permalink
Alt 27.04.2021, 20:49
Benutzerbild von rezzler
rezzler rezzler ist offline
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Standard AW: EnBW bietet jetzt auch DSL-Tarife an

Zitat:
Zitat von talk Beitrag anzeigen
Wenn man "fremde" und "eigene" Glasfasern voneinander abgrenzen will, landet man bei der berühmten Frage: Wann ist ein Netz ein "eigenes" Netz? Nur wenn einem das Kabel gehört (nur in eigenem oder auch in fremden Leerrohr?), oder auch wenn man Dark Fiber angemietet hat (nur mit IRU oder auch bei einfachem Mietvertrag?) oder auch wenn man einfach eine Wellenlänge oder Bandbreite bei irgendeinem Carrier gebucht hat (bei dem sich dann ebenfalls die Frage der Realisierung stellt)?
Spannende Frage. Solang man eigentlich irgendwas angemietet hat, also von irgendwem abhängig ist, ist das meiner spontanen Meinung nach Fremdnetz. Eigenes Kabel in fremden Rohr wäre aber da wohl diskussionswürdig.

Noch spannender: Eigenes Kabel in fremder Trasse mit fremden Wartungsvertrag...

Zitat:
Zitat von talk Beitrag anzeigen
Die diversen DSLAM-Standorte in den Regionen (die Plusnet noch hat, Telefonica hingegen nicht mehr) könnten je nach Bedarf und verfügbaren Vorlieferanten über Dark Fiber oder Wellenlängen oder Bandbreiten angebunden sein. Warum sollte man dieses Prinzip für eine L2-BSA-Erschließung nicht genauso beibehalten?
Ich sprech jetzt natürlich aus bayrischer Sicht: Es sind halt nicht alle Kollo-Räume L2-BSA-Standorte und jenseits von 1&1, VF und o2 stellt sich eher die Frage, weshalb man überhaupt mit BSA anfangen sollte.

Zitat:
Zitat von talk Beitrag anzeigen
Wenn z.B. Vodafone einen HVt- bzw. BNG-Standort im Ort X erschließen will und mit "eigenen" oder sagen wir mal "bereits bestehenden" Leitungen z.B. bis zum Bahnhof kommt, wird man ja auch die restliche Strecke im Ort irgendwie überbrücken müssen und hierfür nicht immer selbst den Bagger rausholen, sondern den "letzten Kilometer" evtl. bei der Telekom oder einem lokalen Carrier anmieten?
Lokaler Carrier ja, Telekom nein bzw. noch nicht begegnet. Scheint sich aber nicht zu lohnen, wenn man für L2-BSA komplett neue Standorte/Kollo-Räume aufzieht und mit Gf anbindet.. Alternativ holt man halt nicht den Bagger, sondern die Spülbohrmaschine für 3km eigene Leitung.

Zitat:
Zitat von talk Beitrag anzeigen
Wobei sich dann natürlich auch die Frage stellt, ob es einen geeigneten Übergabepunkt gibt (in diesem Fall am Bahnhof oder schon "weiter vorne" in der Strecke) oder ob Telekom bzw. der lokale Carrier selbst noch eine Anbindung zu einer eigenen Trasse verlegen müssen.
Das ist dann Verhandlungsmasse und/oder von den lokalen Gegebenheiten abhängig.

Zitat:
Zitat von talk Beitrag anzeigen
Für viele BNG-Standorte müßte Plusnet inzwischen die Wahl zwischen Telekom, Vodafone, evtl. auch Versatel und/oder regionalen Carriern als Leitungslieferant haben.
Naja, seh ich nicht so optimistisch. VF gibt sich hier in Bayern für L2-BSA schon viel Mühe, aber andere Netzbetreiber seh ich bestenfalls in Großstädten wie Nürnberg.

Zitat:
Zitat von talk Beitrag anzeigen
Und wenn manche BSA-Standorte völlig abseits des restlichen Netzes liegen und/oder man in einer Region kaum Kunden hat, kann man solche Gebiete ja auch ersatzweise erstmal über L3-BSA statt L2-BSA versorgen und evtl. irgendwann nachträglich und nachfragegerecht ausbauen.
Aber das stellt sich dann die Frage wieso man nicht gleich alles auf L3-BSA laufen lässt oder halt wirklich mal Geld in die Hand nimmt und alle 899 Standorte mit Gf erschließt.
__________________
"Mehr als 80 Prozent der Anschlüsse im Projektgebiet werden nach Ende der Maßnahme (Ende 2024) mit 100 Mbit/s oder mehr versorgt." (LK SLF-RU)

Also Ende 2024 noch knapp 20% der Anschlüsse unter 100 MBit/s. Geil.
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  #9  (Permalink
Alt 28.04.2021, 08:37
h00bi h00bi ist offline
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Standard AW: EnBW bietet jetzt auch DSL-Tarife an

Hier mal 3 schneller traces von einem plusnet Anschluss aus BW, evtl. hilft das bei der L2 oder L3 Beurteilung.
Klar, kann bei Privatkunden anders aussehen.

Routenverfolgung zu heise.de [193.99.144.80]
1 <1 ms <1 ms <1 ms [lokal]
2 <1 ms * <1 ms port-xxx-xxx-xxx-xxx.static.as20676.net [xxx.xxx.xxx.xxx]
3 32 ms 16 ms 31 ms srbfra32.as20676.net [213.148.133.236]
4 10 ms 10 ms 10 ms crmfra21-et-10-0.as20676.net [87.234.14.133]
5 11 ms 13 ms 11 ms te0-0-2-3.c350.f.de.plusline.net [80.81.193.132]
6 12 ms 12 ms 11 ms 82.98.102.3
7 11 ms 11 ms 11 ms 82.98.102.40
8 13 ms 10 ms 17 ms 82.98.102.65
9 10 ms 10 ms 10 ms 212.19.61.13
10 35 ms 51 ms 59 ms redirector.heise.de [193.99.144.80]

Routenverfolgung zu google.de [142.250.185.195]
1 <1 ms <1 ms <1 ms [lokal]
2 * <1 ms * port-xxx-xxx-xxx-xxx.static.as20676.net [xxx.xxx.xxx.xxx]
3 9 ms 10 ms 10 ms srbfra32.as20676.net [213.148.133.236]
4 10 ms 10 ms 10 ms crmfra21-et-10-0.as20676.net [87.234.14.133]
5 11 ms 10 ms 10 ms ipv4.de-cix.fra.de.as15169.google.com [80.81.193.108]
6 11 ms 12 ms 11 ms 108.170.252.65
7 10 ms 10 ms 10 ms 142.250.225.77
8 53 ms 23 ms 10 ms fra16s52-in-f3.1e100.net [142.250.185.195]

Routenverfolgung zu dns.google [8.8.8.8]
1 <1 ms 1 ms <1 ms [lokal]
2 <1 ms * 2 ms port-xxx-xxx-xxx-xxx.static.as20676.net [xxx.xxx.xxx.xxx]
3 10 ms 10 ms 10 ms srbfra32.as20676.net [213.148.133.236]
4 10 ms 10 ms 10 ms crmfra21-et-10-0.as20676.net [87.234.14.133]
5 10 ms 10 ms 10 ms ipv4.de-cix.fra.de.as15169.google.com [80.81.193.108]
6 43 ms 11 ms 11 ms 108.170.252.1
7 16 ms 18 ms 20 ms 142.250.234.19
8 12 ms 12 ms 26 ms dns.google [8.8.8.8]
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  #10  (Permalink
Alt 28.04.2021, 15:05
talk talk ist gerade online
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Standard AW: EnBW bietet jetzt auch DSL-Tarife an

Hallo zusammen,

Zitat:
Zitat von rezzler Beitrag anzeigen
Spannende Frage. Solang man eigentlich irgendwas angemietet hat, also von irgendwem abhängig ist, ist das meiner spontanen Meinung nach Fremdnetz. Eigenes Kabel in fremden Rohr wäre aber da wohl diskussionswürdig.
Dann sind aber praktisch alle Carrier in irgendeiner Form von irgendjemand anderem abhängig. Unsere Diskussion neulich über das Netz von VF/Bahn hier im Forum hat ja auch gezeigt, daß es evtl. gar nicht so einfach ist, gemeinsam genutzte Infrastrukturen genau voneinander abzugrenzen.

Selbst die Telekom greift ja nun zunehmend auf fremde Infrastrukturen (Leerrohre, Fasern, BSA) zurück...

Zitat:
Zitat von rezzler Beitrag anzeigen
Ich sprech jetzt natürlich aus bayrischer Sicht: Es sind halt nicht alle Kollo-Räume L2-BSA-Standorte und jenseits von 1&1, VF und o2 stellt sich eher die Frage, weshalb man überhaupt mit BSA anfangen sollte.
Die Frage wäre, ob man Produkte wie "WIA Gate" von der Telekom oder vergleichbare Produkte anderer Netzbetreiber (z.B. Telefonica bot IIRC doch früher auch mal etwas ähnliches an), wo man sich den Traffic aus ganz Deutschland einsammeln und an wenigen zentralen Übergabepunkten zuführen läßt, auch noch zu BSA im weitesten Sinne dazuzählen möchte oder nicht.

BSA oder "verwandte" Produkte wie eben "WIA Gate" dürften ja für jeden Provider interessant sein, der sich Traffic aus "fremden" Zugangsnetzen auf sein Backbone zuführen lassen möchte und nicht nur einfach einen Komplett-Resale machen will.

Aber es wird natürlich nicht jeder ISP ein umfangreiches Zugangsnetzwerk aufbauen können, sondern evtl. alles bequem in FFM und vielleicht noch ein, zwei weiteren ausgewählten Standorten übergeben bekommen wollen. Gerade für eine solche Art "Transit-BSA" könnte / kann sich ein Carrier wie Plusnet und Versatel gut positionieren.

Zitat:
Zitat von rezzler Beitrag anzeigen
Lokaler Carrier ja, Telekom nein bzw. noch nicht begegnet. Scheint sich aber nicht zu lohnen, wenn man für L2-BSA komplett neue Standorte/Kollo-Räume aufzieht und mit Gf anbindet.. Alternativ holt man halt nicht den Bagger, sondern die Spülbohrmaschine für 3km eigene Leitung.
Bei Carriern wie Vodafone/Arcor stellt sich die Erschließungsfrage ja schon seit den HVt-Ausbauten vor 15-20 Jahren (damals halt für ISDN und evtl. auch schon erste ADSL-Produkte). Ich kenne hier in BW relativ kleine Ortsnetze, die von Arcor vermutlich deshalb erschlossen wurden, weil sie wohl an einer Bahntrasse mit vorhandener LWL lagen. Lokale City-Carrier gibt es da nicht - würdest Du vermuten, daß man in solchen Fällen dann vom Bahn-LWL-Abzweig zum Telekom-HVt einfach selbst eine LWL-Verbindung verlegt hat?

Die Alternative wäre dort wohl höchstens die Telekom gewesen und die dürfte zur damaligen Zeit (vor der umfangreichen Erschließung von Outdoor-DSLAMs und Telekom-Mobilfunkstationen mit LWL) evtl. auch keine passende LWL-Strecke im Bestand parat gehabt haben und sich den Bau einer solchen evtl. mit einem entsprechenden Baukostenzuschuß bezahlen lassen (was dann wiederum die eigene Kabelverlegung rentabler machen würde)...

Zitat:
Zitat von rezzler Beitrag anzeigen
Aber das stellt sich dann die Frage wieso man nicht gleich alles auf L3-BSA laufen lässt oder halt wirklich mal Geld in die Hand nimmt und alle 899 Standorte mit Gf erschließt.
L2-BSA kann gegenüber L3-BSA in zweierlei Hinsicht interessant sein:

- Man hat schon ein mehr oder weniger dichtes Netz in die Region und kann durch den günstigeren L2-BSA und die Zuführung auf (teilweise) schon vorhandene eigene Infrastruktur Geld sparen. Das ist dann aber wiederum abhängig vom Bestandsnetz und der Kundenstruktur.

- Man will auf dem IP-Layer von der Telekom unabhängig sein und die (angeblich?) besseren Möglichkeiten zur eigenen Produktgestaltung nutzen, z.B. mit speziellen Angeboten für Geschäftskunden. Wobei man sich da dann fragen müßte, ob es wirklich Dienste gibt, die mit L2-BSA möglich sind und mit L3-BSA nicht (oder zumindest nicht so gut, flexibel,...). Vielleicht in Richtung QoS oder dergleichen...(?)

Ich könnte mir vorstellen, daß es dem Markt aktuell hauptsächlich um den ersten Punkt geht und ein lokaler / regionaler L3-BSA auch nachgefragt werden würde, wenn es ihn gäbe. Im Grunde ist das eine ähnliche Thematik wie beim Ausbau alternativer Telefonienetze von Call-by-Call-Anbietern und anderen Carriern im guten alten PSTN. Da mußte man auch abwiegen, ob man sein Netz in die Regionen hinein ausbauen will (mit entsprechenden Kosten für Mietleitungen und evtl. auch zusätzliche Kollokationen auf der einen Seite, aber auch geringeren minutenabhängigen IC-Kosten bei lokaler Gesprächsübergabe auf der anderen Seite).

Mal sehen, wie sich das bei Vodafone, Versatel und auch Plusnet noch in den nächsten Jahren entwickelt...

Zitat:
Zitat von h00bi Beitrag anzeigen
Hier mal 3 schneller traces von einem plusnet Anschluss aus BW, evtl. hilft das bei der L2 oder L3 Beurteilung.
Klar, kann bei Privatkunden anders aussehen.
Wir hatten neulich im Forum einen Nutzer aus BW mit Fonial DSL (auf Basis eines Plusnet-DSLAMs), in dessen Traceroutes war ein Routing über Stuttgart zu erkennen.

Stammt der Anschluß, dessen Traceroutes Du jetzt gepostet hast, zufällig aus der Vorwahl-Region 06xxx? Das könnte dann erklären, warum da das Routing offenbar gleich über Frankfurt erfolgt und nicht über Stuttgart.

Ob L2-BSA oder L3-BSA (oder gar ein Plusnet-eigener DSLAM) genutzt wird, kann man da meines Erachtens nicht erkennen, dafür wäre eher der Breitband-POP interessant, den man z.B. in der Fritzbox unter "System" > "Ereignisse" bei den erfolgreichen Einwahlen nachschauen kann.

Ist es denn ein ADSL- oder ein VDSL-Anschluß?

cu talk
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