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Alt 19.10.2016, 13:50
sony sony ist offline
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Standard Breitbandausbau Gemeinde Lindlar

Hallo,

ich möchte hier im Thread alle Informationen zum geplanten Breitbandausbau der Gemeinde Lindlar (Oberbergischer Kreis) zusammentragen.

Aktueller FTTC-Ausbau der Telekom:
-Lindlar-West
-Falkenhof

Für das gesamte Gemeindegebiet ist ein Ausbau nach Bundesförderprogramm in Arbeit. Die Markterkundung, sowie das Interessensbekundungsverfahren sind abgeschlossen.

Zusammen mit einigen Nachbarkommunen wird bis Ende Oktober der Förderantrag gestellt.

Folgende Ortsteile sind im IBV für einen Ausbau vorgesehen:
-Lindlar (Kern) - zum größten Teil
-Altenrath-Böhl
-Bolzenbach-Schümmerich
-Brochhagen
-Eichholz
-Hartegasse
-Hommerich
-Horpe
-Kapellensüng
-Remshagen

Es ist ein Kommunaler-Eigenanteil von 360.000 € vorgesehen - womit für den Ausbau eine Fördersumme von rund 3,6 Mio € zur Verfügung stehen würde.

Sobald es weitere Informationen und Neuigkeiten gibt, wird der Post aktualisiert.

Falls jemand etwas ergänzen möchte -- bitte posten

Und nun hoffen wir auf einen positiven Förderentscheid!
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  #2  (Permalink
Alt 20.03.2017, 07:54
sony sony ist offline
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Die Förderzusagen für die Gemeinden Lindlar, Marienheide, Reichshof und die Stadt Gummersbach sind da.

In Kürze wird der Oberbergische Kreis dann die geplanten Ausbauten ausschreiben.
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  #3  (Permalink
Alt 20.03.2017, 08:26
Silver2 Silver2 ist offline
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Auch wenn es wahrscheinlich dann wieder so ein Krüppel-Kuferdraht-Ausbau werden wird.... Immerhin geht es voran. Nur nachhaltig ist es halt nicht, weil man dann in 10 Jahren wieder vor der gleichen Frage steht und alle bedröppelt gucken, wo denn das viele Geld hin ist.
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  #4  (Permalink
Alt 20.03.2017, 11:10
pufferueberlauf pufferueberlauf ist offline
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Zitat:
Zitat von Silver2 Beitrag anzeigen
Auch wenn es wahrscheinlich dann wieder so ein Krüppel-Kuferdraht-Ausbau werden wird.... Immerhin geht es voran. Nur nachhaltig ist es halt nicht, weil man dann in 10 Jahren wieder vor der gleichen Frage steht und alle bedröppelt gucken, wo denn das viele Geld hin ist.
Welches viele Geld? Das fuer den sau-teueren Tiefbau um GF vom MSAN/KVz/NVt zu den Kunden zu bringen wird ja gar nicht ausgegeben. DerTiefbau der durchgeführt wird ist doch in erster Linie alle MSAN per GF anzuschliessen, und mit ein bisschen Kreativität sollten sich in ferner Zukunft an den MSAN Standorten passive Splitter oder aktive Technik einbauen lassen um GF-TALs anzuschliessen...
Deer Umstand dass in 10 Jahren ist die verbaute Technik eh "durch" sein wird, ist ja auch nicht ungewöhnlich.
Ich bin ja eigentlich auch eher fuer mehr GF-Ausbau* als weniger, aber inzwischen gehen mir das automatische CuDA-Bashing hier im Forum etwas auf die Nerven...


Gruss
P.

*) Mmmh, eigentlich ist mir die verwendete Technik egal solange mein ISP attraktive Bandbreiten bei kurzen Latenzen zu attraktiven Preisen anbietet, wäre mir auch ein Avian Carrier ala https://tools.ietf.org/html/rfc1149 recht, wobei ich nicht glaube, dass sich damit akzeptable Latenzen erzielen lassen...
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  #5  (Permalink
Alt 20.03.2017, 11:57
Silver2 Silver2 ist offline
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Naja, wenn knapp 4 Mio. Euro "kein Geld" ist? Das kommt aus der Steuerkasse und haben wir alle bezahlt.
Ob davon so viel dann für einen Glasfaserausbau noch zu verwerten ist?

Jeder Häuslebauer, der heutzutage ein Haus baut, überlegt sich, Strom- und Datenleitungen möglichst vorausschauend installieren zu lassen.
Da würde auch keiner mehr sagen: Nimm ein cat5 kabel, hau das in die wand, für 1 GBit reicht das allemal...
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  #6  (Permalink
Alt 20.03.2017, 12:07
pufferueberlauf pufferueberlauf ist offline
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Zitat:
Zitat von Silver2 Beitrag anzeigen
Naja, wenn knapp 4 Mio. Euro "kein Geld" ist? Das kommt aus der Steuerkasse und haben wir alle bezahlt.
Ob davon so viel dann für einen Glasfaserausbau noch zu verwerten ist?
Um mich selber zu zitieren:
"Der Tiefbau der durchgeführt wird ist doch in erster Linie alle MSAN per GF anzuschliessen, und mit ein bisschen Kreativität sollten sich in ferner Zukunft an den MSAN Standorten passive Splitter oder aktive Technik einbauen lassen um GF-TALs anzuschliessen... " Was ist daran unverständlich? Oder gehst Du davon aus das die VDSL Technik in den MSANs a) ein signifikanter Kostenpunkt und b) in 10 Jahren überhaupt vom Hersteller supportet?
Zitat:
Zitat von Silver2 Beitrag anzeigen

Jeder Häuslebauer, der heutzutage ein Haus baut, überlegt sich, Strom- und Datenleitungen möglichst vorausschauend installieren zu lassen.
Da würde auch keiner mehr sagen: Nimm ein cat5 kabel, hau das in die wand, für 1 GBit reicht das allemal...
Im Ernst, fuer die in normalen Häusern üblichen Entfernungen wird Cat 5 mit hoher Wahrscheinlichkeit fuer 2.5GBit oder sogar 5GBit ausreichen*. Wenn man an Deiner Beschreibung Kritik üben möchte (und das möchte ich) sollte dem Häuslebauer in Deinem Beispiel zur Verlegung von Rohren/Kabelkanaelen geraten werden. Dann ist ein Ausbau mit aktuell günstigen Kabeln keine Bremse fuer alle Ewigkeit. Ich erwarte allerdings, dass aus Kosten/Nutzung Betrachtungen eher Cat6 als "Erstausstattung" der Kabelkanaele verwendet werden sollte (ausser der Bauherr kommt extrem günstig an Cat5).

Gruss
P.


*) Bei den momentanen Preisen scheint 10GBit nicht wirklich attraktiv zu sein, und zumindest mir ist nicht klar ob 10GBit wirklich die Nachfolge von 1GBit als populärster Standard antreten wird.
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  #7  (Permalink
Alt 20.03.2017, 12:11
Mot Mot ist gerade online
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Zitat:
Zitat von Silver2 Beitrag anzeigen
Jeder Häuslebauer, der heutzutage ein Haus baut, überlegt sich, Strom- und Datenleitungen möglichst vorausschauend installieren zu lassen.
Da würde auch keiner mehr sagen: Nimm ein cat5 kabel, hau das in die wand, für 1 GBit reicht das allemal...
Sehe ich fast wöchentlich noch so. Sind weiterhin leider genug Leute unterwegs die nicht so weit in die Zukunft denken können.
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  #8  (Permalink
Alt 20.03.2017, 13:31
Silver2 Silver2 ist offline
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Ich gehe davon aus, dass es eben NICHT so kommen wird, dass die MSAN und/oder MSAN-Anbindung dazu taugt, in 10 Jahren für einen FTTH-Ausbau zu dienen.
Ich hoffe, dass es anders kommt, was bleibt ist aber, dass dennoch nochmals (von mir aus dann vom MSAN ausgehend), alle Wege bis zum zum Endkunden, aufgemacht werden müssen. Ob das überhaupt weniger Aufwand wäre, als von einem größeren PoP aus, glaube ich nicht bzw. wird nur marginal sein.

Ich kenne es halt hier von unserem Landkreis: zwei Landkreise haben sich zusammengetan und bauen über die Stadtwerke (die ohnehin in den beiden Landkreisen ihr Versorgungsgebiet haben) FTTH aus. Momentan sind etwa 80 Mio Euro verbaut für bislang knapp 50.000 angeschlossene Haushalte, davon über 35.000 produktive, zahlende Anschlüsse. Klar, das sind etwa 1500 Euro pro Anschluss.
Wenn ich rechne, dass im vorliegenden Fall in Lindlar, bei etwa 22.000 Einwohnern, etwa 8.800 Haushalte existieren, wären das bei 4 Mio. Förderung etwa 450 Euro pro Haushalt.
Nun rechne ich, dass die Telekom auch einen gewissen Teil dazu beisteuert, sagen wir nochmal 4 Mio. Euro, wären wir bei unsgesamt 900 Euro Ausbaukosten mit VDSL.
Na für wenig mehr hätte man lieber gleich FTTB nehmen können.

Kommt noch dazu: In Lindlar und Umgebung: etwa 250 Einwohner/km²
Hier bei uns im Kreis: etwa 150 Einwohner/km²
Sollte sich also dort evtl. noch günstiger reealisieren lassen.

Aber vielleicht hilft es HIER, dass die Telekom eigentlich überhaupt nichts gemacht hat (außer LTE-Versorgung) und auch nichtmal willens war, etwas zu tun. Also blieb nur die Möglichkeit selbst etwas zu tun.

Dafür hat Schleswig-Holstein klammheimlich die beste FTTB/H-Versorgung aller Bundesländer.
https://www.golem.de/news/ftth-b-bun...11-124344.html
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  #9  (Permalink
Alt 20.03.2017, 14:10
sony sony ist offline
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Also in den hausinternen Leerrohren habe ich auch aktuell Cat5e. Reicht auch aktuell vollkommen aus. Sobald mehr benötigt wird und die Preise besser sind - kann man ja was anderes reinziehen.

Extern sorgt ja das DiginetzG dafür, dass überall wo die Straße aufgerissen wird, gleich Leerrohre mit eingezogen werden.

Mal sehen was dann beim Ausbau so passieren wird - eventuell wird MBFM auch wieder interessanter wenn der nächste KvZ versorgt ist.
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  #10  (Permalink
Alt 20.03.2017, 18:00
pufferueberlauf pufferueberlauf ist offline
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Zitat:
Zitat von Silver2 Beitrag anzeigen
Ich gehe davon aus, dass es eben NICHT so kommen wird, dass die MSAN und/oder MSAN-Anbindung dazu taugt, in 10 Jahren für einen FTTH-Ausbau zu dienen.
Ich hoffe, dass es anders kommt, was bleibt ist aber, dass dennoch nochmals (von mir aus dann vom MSAN ausgehend), alle Wege bis zum zum Endkunden, aufgemacht werden müssen. Ob das überhaupt weniger Aufwand wäre, als von einem größeren PoP aus, glaube ich nicht bzw. wird nur marginal sein.
[...]
Naja, wir werden sehen, kann ja durchaus sein, dass es optimistisch ist die Erschliessung der MSAN-Standorte weiter nutzen zu können, aber dank Speedpipes sollte einfach sein neue Fasern einzuziehen. Aber wie Du selber schreibst ist der dicke Brocken der GF-Ausbau der TALs vom MSAN zu den Kunden und der ist in der Tat beim bisherigen Ausbau nicht angefasst worden.
Da muss kein Weg noochmals aufgemacht werden die CuDA TALs sollten doch bereits seit Jahrzehnten im Boden liegen.
Das heisst aber auch das bei den geförderten Kosten noch ein nicht unerheblicher Teil fehlt.
Ich kann mir vorstellen dass lokale Stadtwerke diese letzte Meile Kosteneffektiver ausbauen koennen, wenn sie nicht nur Speedpipes vergraben sondern gleichzeitig z.B. Strom/Gas/Zu-/Ab-Wasser Infrastruktur ausbauen oder erneuern (also die teuren Erdarbeiten gleich mehrfach nutzen).
Insgesamt wäre das meine Lieblingslösung: (lokale) Stadtwerke bauen eine Leerrohr-Infrastruktur und vermieten diese an interessierte ISPs (und die BNetzA sorgt dafuer, dass die DTAG als interessiert gesetzt ist ) Zur Not auch Vermietung von Darkfiber oder eigener ISP-Betrieb durch die Stadtwerke...

Gruss
P.
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