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Kommentar zum Artikel: Telekom versorgt Landkreis Oder-Spree mit Glasfaseranschlüssen
Der Landkreis Oder-Spree in Brandenburg erhält bis zu 1 Gbit/s schnelle Glasfaserleitungen. In das Ausbauprojekt werden öffentliche Mittel in Höhe von 42 Millionen Euro investiert. Den Glasfaserausbau übernimmt die Telekom.
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  #1  (Permalink
Alt 28.09.2019, 10:31
lalanunu lalanunu ist offline
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Dann willkommen in der Neuzeit, im Jahr 2022!
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  #2  (Permalink
Alt 28.09.2019, 12:48
Silver2 Silver2 ist offline
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Grundsätzlich ein Schritt in die richtige Richtung.

Ich frage mich nur , was da so viel Geld kostet? Sind die Glasfasern der Telekom außen vergoldet oder aus Diamantstaub?

Immerhin geht es um einiges an Steuergeldern, die hier verwendet werden.
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  #3  (Permalink
Alt 28.09.2019, 18:20
Benutzerbild von thom53281
thom53281 thom53281 ist offline
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Man kann ja mal ein wenig kalkulieren, so ungefähr mit Pauschalpreisen oder so.

42.000.000 / 8.268 = 5.080€ pro Hausanschluss


Man muss aber auch bedenken:

Wenn hier 400 NVt gestellt werden, braucht jeder seine eigene Zuführung. Heißt erstmal, sagen wir mal 3.000€ der NVt, dazu noch pro NVt eine Gf-Abzweigmuffe (sagen wir mal 300€), Kleinmaterial, Montage des NVt -> 1.780.000€ -> pro Haushalt NVt+Montage rund 215€.

Gf-APL im Haus kostet bestimmt 120€.

Tiefbau zum Haus, Hauseinführung, etc. - bei den heutigen Preisen wird man da schon mit 500-600€ pro Haus rechnen müssen.

Kabel zum Haus einblasen (durchschnittlich sicher 200 Meter) + Montage, bestimmt 300-400€.

Nun steht die Strecke vom NVt zum Haus so grob. Der NVt will aber auch eine Zuführung haben. Wenn hier 400 NVt gebaut werden, würde ich schon eher von einer ländlicheren Gegend ausgehen. Immerhin wird pro 25 Häuser ein NVt gestellt.

Für jeden NVt würde ich daher eine durchschnittliche Zuführungstrasse von rund 2km veranschlagen. Was kosten 2km Tiefbau? Ich hab keine Ahnung. Nehmen wir jetzt einfach mal pauschal 25€ pro Meter weil wir ja auch zusätzlich Straßenquerungen, Baugruben, etc. haben. Kann nicht sagen ob das letztendlich realistisch ist. Macht dann 20.000.000€ gesamt, auf die Haushalte heruntergebrochen 2.418€. Dazu kommt dann wiederum Einblasen und Montieren.

In meiner Kalkulation komm ich also auf rund 4.000€ pro Haushalt. Die Kosten für Planung, Baubegleitung, Genehmigungsverfahren, Dokumentation, etc. sind dabei aber noch gar nicht berücksichtigt, bestimmt auch noch mehr vergessen. Zudem kenne ich die Gegend und mögliche Besonderheiten nicht. Der Preis für den Ausbau ist also sehr wahrscheinlich schon realistisch.
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  #4  (Permalink
Alt 28.09.2019, 18:28
Silver2 Silver2 ist offline
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Und die Telekom muss nichts dazu geben?
Also 42 Millionen aus dem Staatssäckel direkt an eine Aktiengesellschaft überwiesen. Respekt
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  #5  (Permalink
Alt 29.09.2019, 09:48
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thom53281 thom53281 ist offline
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Was verdient denn die Telekom mehr, wenn sie die Haushalte mit FTTH erschließt gegenüber Kupfer? So viel ist das nicht. Ein paar Leute werden in höherwertige Tarife wechseln, wenn sie auf Glas gehen. Dafür muss man dann zwei Netzinfrastrukturen zeitgleich warten, bis alle auf das Glas gewechselt haben, was erfahrungsgemäß Jahre bis Jahrzehnte dauert.
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  #6  (Permalink
Alt 29.09.2019, 10:31
Silver2 Silver2 ist offline
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Darum ging es mir nicht. Wer mal "den Spaten in die Hand nimmt" und Glasfaser bis ins Haus legt, darf ruhig Unterstützung erfahren. Insbesondere in Regionen, in denen die Bandbreite eher mau ist.

Mir ging es um den absoluten Preis.

Hier in der Gegend haben die Stadtwerke im Versorgungsgebiet von fast zwei Landkreisen, FTTH ausgebaut. Inzwischen fast flächendeckend.
Aktuell stehen sie bei etwa 60.000 Haushalten, wovon etwa 40.000 auch einen aktiven Anschluss haben. Alles "flaches Land" mit relativ geringer Bevölkerungsdichte.

Der Ausbau hat bis jetzt etwa 120 Millionen Euro gekostet.

60k Haushalte mit 120 Mio Euro, macht für mich etwa 2000 Euro pro Haushalt.
Nun frage ich mich, wieso es 42 Millionen aus Steuergeldern braucht um 8000 Haushalte zu versorgen.
Die Telekom wird ja auch noch einen Teil selbst tragen müssen, vermute ich. Dann wären wir bei vielleicht 60 Mio Euro für 8000 Haushalte. Das wären 7500 Euro pro Haushalt.
Deswegen meinte ich: vergoldete Glasfasern?
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  #7  (Permalink
Alt 29.09.2019, 10:39
Benutzerbild von rezzler
rezzler rezzler ist offline
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Zitat:
Zitat von Silver2 Beitrag anzeigen
Hier in der Gegend haben die Stadtwerke im Versorgungsgebiet von fast zwei Landkreisen, FTTH ausgebaut. Inzwischen fast flächendeckend.
Aktuell stehen sie bei etwa 60.000 Haushalten, wovon etwa 40.000 auch einen aktiven Anschluss haben. Alles "flaches Land" mit relativ geringer Bevölkerungsdichte.

Der Ausbau hat bis jetzt etwa 120 Millionen Euro gekostet.

60k Haushalte mit 120 Mio Euro, macht für mich etwa 2000 Euro pro Haushalt.
Kommt sehr auf den Boden und vorhandene Infrastruktur an. Für genauere Gründe sind wir alle zu sehr extern...

Edit: Ein "2010 mit Mitverlegung begonnen und 2020 betriebsbereit" wäre mir persönlich übrigens lieber gewesen.
__________________
Ist schon irgendwie krass

16.000/2.000 über WLAN via lokalem ISP mit Telekom-Telefonanschluss
Zweitwohnung: o2 50 MBit/s mit 100 MBit/s Sync
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  #8  (Permalink
Alt 29.09.2019, 12:12
phonefux phonefux ist offline
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Zitat:
Zitat von Silver2 Beitrag anzeigen
Darum ging es mir nicht. Wer mal "den Spaten in die Hand nimmt" und Glasfaser bis ins Haus legt, darf ruhig Unterstützung erfahren. Insbesondere in Regionen, in denen die Bandbreite eher mau ist.

Mir ging es um den absoluten Preis.

Hier in der Gegend haben die Stadtwerke im Versorgungsgebiet von fast zwei Landkreisen, FTTH ausgebaut. Inzwischen fast flächendeckend.
Aktuell stehen sie bei etwa 60.000 Haushalten, wovon etwa 40.000 auch einen aktiven Anschluss haben. Alles "flaches Land" mit relativ geringer Bevölkerungsdichte.

Der Ausbau hat bis jetzt etwa 120 Millionen Euro gekostet.

60k Haushalte mit 120 Mio Euro, macht für mich etwa 2000 Euro pro Haushalt.
Nun frage ich mich, wieso es 42 Millionen aus Steuergeldern braucht um 8000 Haushalte zu versorgen.
Die Telekom wird ja auch noch einen Teil selbst tragen müssen, vermute ich. Dann wären wir bei vielleicht 60 Mio Euro für 8000 Haushalte. Das wären 7500 Euro pro Haushalt.
Deswegen meinte ich: vergoldete Glasfasern?
Dass du da Äpfel mit Birnen vergleichst könntest du dir eigentlich an deinen eigenen Zahlen sehr leicht herleiten.
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  #9  (Permalink
Alt 05.10.2019, 12:03
Benutzerbild von Meester Proper
Meester Proper Meester Proper ist offline
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Hier werden natürlich nur die Haushalte ohne 30 MBit/s Versorgung erschlossen, die werden sicher nicht zentral liegen.
__________________
Zitat:
Consumers have only limited interest in NGA at present – incremental willingness to pay (WTP) for ultra-fast broadband is at most only about € 5 per month, which is nowhere near enough to fund the initial investment needed in most parts of the national territory.
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  #10  (Permalink
Alt 05.10.2019, 17:48
wellmann wellmann ist offline
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Registriert seit: 23.02.2000
Beiträge: 4.869
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Weiße Flecken können sehr teuer sein.

Landkreis Diepholz rechnet mit 178 Mio. Euro für 15.472 Gebäude ~= 11.500 Euro / Gebäude. (Betreibermodell)
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